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28.10.2021 14:06 - Gestartet von Knieschleifer
Hallo Herr Weidner,

das der AGB-Änderung angehängte Preis- und Leistungsverzeichnis stammt vom 01.09.2021 und ändert sich tatsächlich nicht. Die zukünftigen Preise für die neuen Karten sind noch nicht enthalten. Die Formulierung und das Vorgehen sind somit meiner Meinung nach sauber.

Zusätzlich, aber separat, hat man quasi eine Vorwarnung zu den in Zukunft anstehenden Kartenänderungen erhalten. Nicht schön, war aber zu erwarten...

Grüße
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[1] markusweidner antwortet auf Knieschleifer
28.10.2021 14:54
Benutzer Knieschleifer schrieb:
Hallo Herr Weidner,

das der AGB-Änderung angehängte Preis- und Leistungsverzeichnis stammt vom 01.09.2021 und ändert sich tatsächlich nicht. Die zukünftigen Preise für die neuen Karten sind noch nicht enthalten. Die Formulierung und das Vorgehen sind somit meiner Meinung nach sauber.

Zusätzlich, aber separat, hat man quasi eine Vorwarnung zu den in Zukunft anstehenden Kartenänderungen erhalten. Nicht schön, war aber zu erwarten...

Formal ist das richtig. Unter dem Strich ist das für die Kunden aber erst recht verwirrend. Es ist doch unseriös, zu schreiben, dass sich an den Konditionen nichts ändert, wenn zwei Tage vorher genau das Gegenteil kommuniziert wurde und genau das dann demnächst noch separat mitgeteilt wird. Der erste "Vorgeschmack" ist in Form der Ankündigung des "Angebots" für die Debit Visa ja schon da.
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[1.1] Knieschleifer antwortet auf markusweidner
28.10.2021 16:49

einmal geändert am 28.10.2021 16:50
Sie schreiben "DKB beschönigt wegfallende Gratis-"EC"- und Kreditkarte -
Die DKB fordert Bestandskunden mittlerweile aktiv auf, den anstehenden Änderungen zuzustimmen. Dabei gibt sich die Bank wenig transparent." und "Bestandskunden werden überrumpelt".
Auf welche Änderung ist das bezogen? Meiner Meinung nach von DKB Seite nicht auf eine Preis- oder Kartenänderung.
Ihr Bericht lässt es aber so wirken, als würde man jetzt dazu aufgefordert, der Preis- und Kartenänderung zuzustimmen.

Auch wenn mir nicht gefällt, dass eine Krediktarte ab Mitte 2022 bei der DKB 2,49 €/M kosten wird, hat dies nichts mit der aktuellen AGB Änderung zu tun.
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[2] Mosed antwortet auf Knieschleifer
28.10.2021 17:55
Benutzer Knieschleifer schrieb:

das der AGB-Änderung angehängte Preis- und Leistungsverzeichnis stammt vom 01.09.2021 und ändert sich tatsächlich nicht. Die zukünftigen Preise für die neuen Karten sind noch nicht enthalten. Die Formulierung und das Vorgehen sind somit meiner Meinung nach sauber.

Zusätzlich, aber separat, hat man quasi eine Vorwarnung zu den in Zukunft anstehenden Kartenänderungen erhalten. Nicht schön, war aber zu erwarten...


Formal mag es korrekt sein, es ist trotzdem eine gewisse Form der Verarschung, weil die bereits bekannten Änderungen und Preiserhöhungen bekannt sind, aber verheimlicht werden.

Angeschrieben wurde man mit diesen zwei Informationen:
- nächstes Jahr bekommt man eine Debit-Visa und kann diese nutzen, wenn man mag
- man soll dem aktuellen Preis-Leistungsverhältnis zustimmen, welches keine Änderungen enthält

Realität, die verheimlicht wird, aber benannt gehört:
- die Debit-Karte ersetzt automatisch die echte Kreditkarte, welche ohne Intervention 10 Wochen später deaktiviert wird
- die echte Kreditkarte kann aktiv verlängert werden, kostet dann aber 2,49€ im Monat
- die Girocard kostet für Neukunden ebenfalls eine Gebühr

Komplett offen bleibt, ob man als Bestandskunde weiterhin neue Girokarten kostenlos erhält, wenn diese ihre Gültigkeitsdatum erreichen.
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[2.1] wolfbln antwortet auf Mosed
28.10.2021 20:59

2x geändert, zuletzt am 28.10.2021 21:09
Benutzer Mosed schrieb:
Benutzer Knieschleifer schrieb:

das der AGB-Änderung angehängte Preis- und Leistungsverzeichnis stammt vom 01.09.2021 und ändert sich tatsächlich nicht. Die zukünftigen Preise für die neuen Karten sind noch nicht enthalten. Die Formulierung und das Vorgehen sind somit meiner Meinung nach sauber.

Zusätzlich, aber separat, hat man quasi eine Vorwarnung zu den in Zukunft anstehenden Kartenänderungen erhalten. Nicht schön, war aber zu erwarten...


Formal mag es korrekt sein, es ist trotzdem eine gewisse Form der Verarschung, weil die bereits bekannten Änderungen und Preiserhöhungen bekannt sind, aber verheimlicht werden.

Angeschrieben wurde man mit diesen zwei Informationen:
- nächstes Jahr bekommt man eine Debit-Visa und kann diese nutzen, wenn man mag
- man soll dem aktuellen Preis-Leistungsverhältnis zustimmen, welches keine Änderungen enthält

Realität, die verheimlicht wird, aber benannt gehört:
- die Debit-Karte ersetzt automatisch die echte Kreditkarte, welche ohne Intervention 10 Wochen später deaktiviert wird
- die echte Kreditkarte kann aktiv verlängert werden, kostet dann aber 2,49€ im Monat
- die Girocard kostet für Neukunden ebenfalls eine Gebühr

Komplett offen bleibt, ob man als Bestandskunde weiterhin neue Girokarten kostenlos erhält, wenn diese ihre Gültigkeitsdatum erreichen.

Das bringt es genau auf den Punkt. Danke, dass M.W. noch den follow up Artikel geschrieben hat, denn diese Vorgehensweise ist zwar formal juristisch wohl korrekt, beinhaltet eine Täuschung des Kunden. Fans der DKB sehen das jetzt sicher andersherum. Die DKB sei so transparent, dass sie bereits die Änderungen 2022 im Voraus mitteilt. Das ist aber nur bedingt richtig, weil es eben nicht zusammen kommuniziert wird, sondern als getrennte Vorgänge (die angeblich nichts miteinander zu tun haben), was aber falsch ist. Die Zustimmung zur neuen AGB bedeutet zwar 2021 keine Preisänderung, aber 2022 eine Preiserhöhung oder Leistungsverminderung bezüglich der Karten.

Wobei ein Punkt mir etwas Verwunderung bereitet: die Comdirect hat jetzt auch bis 31.10. die Änderung der AGB verlangt, um dann die Gebühren für die KK ab 1.11. einzuführen. Sie haben die Preiserhöhung dafür extra verschoben.

Wenn jetzt die DKB die Zustimmung zur alten Gebührenordnung ohne Änderungen der Preise verlangt, aber dann 2022 in einer neuen Gebührenordnung eine Preiserhöhung verordnet, braucht sie dann 2022 nicht wieder eine neue Zustimmung? Oder was genau steht in den neuen AGB drin, so dass sie das nicht mehr braucht. Soweit ich das Urteil des BGH verstehe, sind alle Preisänderungen in Kundenverträgen aktiv zustimmungspflichtig. Das wäre auch die Änderung 2022, zu der ich ja jetzt nicht zustimme. In den AGB kann man allenfalls regeln, dass das auch ein Klick oder so etwas sein kann, aktiv zugestimmt werden muss aber weiterhin durch den Kunden.
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[2.1.1] Knieschleifer antwortet auf wolfbln
28.10.2021 21:16
Benutzer wolfbln schrieb:
Wenn jetzt die DKB die Zustimmung zur alten Gebührenordnung ohne Änderungen der Preise verlangt, aber dann 2022 in einer neuen Gebührenordnung eine Preiserhöhung verordnet, braucht sie dann 2022 nicht wieder eine neue Zustimmung?

Bingo!
Das meine ich damit, der Artikel ist etwas irreführend. Natürlich muss die DKB für die kommende Preiserhöhung, bzw. Leistungsverschlechterung nochmal ein OK vom Kunden einholen.
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[2.1.1.1] basti99 antwortet auf Knieschleifer
28.10.2021 21:34
Benutzer Knieschleifer schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
Wenn jetzt die DKB die Zustimmung zur alten Gebührenordnung ohne Änderungen der Preise verlangt, aber dann 2022 in einer neuen Gebührenordnung eine Preiserhöhung verordnet, braucht sie dann 2022 nicht wieder eine neue Zustimmung?

Bingo!
Das meine ich damit, der Artikel ist etwas irreführend. Natürlich muss die DKB für die kommende Preiserhöhung, bzw. Leistungsverschlechterung nochmal ein OK vom Kunden einholen.

Das tut sie ja auch. Der Kunde muss im kommenden Jahr aktiv im online- Banking bestätigen: „Ja, ich möchte die Visa- Credit behalten und zahle dafür ab jetzt 2,49 EUR mtl“. Tut er das nicht, kündigt die DKB die Visa- Credit und es entstehen keine Kosten. Das ist alles seitens der DKB genau erklärt.
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[2.1.1.1.1] wolfbln antwortet auf basti99
28.10.2021 22:11
Benutzer basti99 schrieb:
Benutzer Knieschleifer schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
Wenn jetzt die DKB die Zustimmung zur alten Gebührenordnung ohne Änderungen der Preise verlangt, aber dann 2022 in einer neuen Gebührenordnung eine Preiserhöhung verordnet, braucht sie dann 2022 nicht wieder eine neue Zustimmung?

Bingo!
Das meine ich damit, der Artikel ist etwas irreführend. Natürlich muss die DKB für die kommende Preiserhöhung, bzw. Leistungsverschlechterung nochmal ein OK vom Kunden einholen.

Das tut sie ja auch. Der Kunde muss im kommenden Jahr aktiv im online- Banking bestätigen: „Ja, ich möchte die Visa- Credit behalten und zahle dafür ab jetzt 2,49 EUR mtl“. Tut er das nicht, kündigt die DKB die Visa- Credit und es entstehen keine Kosten. Das ist alles seitens der DKB genau erklärt.

Ja, aber das ist dieses Gerichtsurteil umgehen. Das besagt ja, dass der Kunde zu einer Änderung der Preise oder Konditionen zustimmen soll. Zuerst flattert unaufgefordert eine neue Debitkarte nach Hause. Der Kunde hatte keine Debitkarte bisher im Paket. Dabei wird ihm gesagt, dass der Preis der Kreditkarte steigt. Meines Erachtens müsste der Kunde der Änderung von Kredit- auf Debit zustimmen, denn das ist ja eine Änderung des Leistungspakets von 2022.

Daran ändert ja auch nichts, dass man eine andere Leistung aufgedrängt äh... angeboten bekommt und/oder der Weiterführung der bisherigen Leistung zu höheren Preisen zustimmen muss. Das ist halt clever juristisch eingefädelt, aber fair und transparent ist es nicht. Ich tarne eine Preiserhöhung mit der A-Ware, indem ich B-Ware unterjubele und wenn man zugreift, wird die A-Ware teurer.
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[2.1.1.1.1.1] basti99 antwortet auf wolfbln
28.10.2021 22:35
Benutzer wolfbln schrieb:
>

Ja, aber das ist dieses Gerichtsurteil umgehen. Das besagt ja, dass der Kunde zu einer Änderung der Preise oder Konditionen zustimmen soll.

Das ist nicht Umgehung, sondern effiziente Anwendung des Urteils. Der BGH hatte nicht entschieden, dass es ein Recht auf eine kostenlose Kreditkarte gibt !

Alle anderen Wege der Preiserhöhung wären kundenunfreundlicher.

Die meisten Kunden würden nämlich die 30 EUR p.a. einfach bezahlen, würde die Bank keine kostenlose Alternative anbieten. Das halte ich für ausgemacht. Die DKB hat übrigens erst kürzlich ohne nennenswerten Kundenschwund die Gebühr für das Business - Konto von 0 auf 15 EUR gesetzt.

Dass die DKB gleich die Debitkarte verschickt, sichert dem Kunden ohne Unterbrechung die kostenlose Bargeldversorgung, die ja mit der DKB Girocard sehr teuer wäre.

Ich bin übrigens überzeugt davon, dass VISA der DKB die aktuellen Aktivitäten honorieren wird. Die meisten DKB - Kunden haben die VISA bisher nur zum Geldabheben genutzt und für alles Andere die Girocard. Dieses "alles Andere" soll zu VISA transferiert werden. Das geht nur mit einer Debit- Karte, weil Direktabrechnung die von der Mehrheit gewünschte Abrechnung ist. Das hat die DKB im Vorfeld genau untersucht. :-)
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[2.1.1.1.1.1.1] l3v14n antwortet auf basti99
29.10.2021 08:26
Benutzer basti99 schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
>

Ja, aber das ist dieses Gerichtsurteil umgehen. Das besagt ja, dass der Kunde zu einer Änderung der Preise oder Konditionen zustimmen soll.

Das ist nicht Umgehung, sondern effiziente Anwendung des Urteils. Der BGH hatte nicht entschieden, dass es ein Recht auf eine kostenlose Kreditkarte gibt !

Alle anderen Wege der Preiserhöhung wären kundenunfreundlicher.

Die meisten Kunden würden nämlich die 30 EUR p.a. einfach bezahlen, würde die Bank keine kostenlose Alternative anbieten. Das halte ich für ausgemacht. Die DKB hat übrigens erst kürzlich ohne nennenswerten Kundenschwund die Gebühr für das Business - Konto von 0 auf 15 EUR gesetzt.

Dass die DKB gleich die Debitkarte verschickt, sichert dem Kunden ohne Unterbrechung die kostenlose Bargeldversorgung, die ja mit der DKB Girocard sehr teuer wäre.

Ich bin übrigens überzeugt davon, dass VISA der DKB die aktuellen Aktivitäten honorieren wird. Die meisten DKB - Kunden haben die VISA bisher nur zum Geldabheben genutzt und für alles Andere die Girocard. Dieses "alles Andere" soll zu VISA transferiert werden. Das geht nur mit einer Debit- Karte, weil Direktabrechnung die von der Mehrheit gewünschte Abrechnung ist. Das hat die DKB im Vorfeld genau untersucht. :-)

Ich, sowie diverse Freunde und Familie (meine Geschwister) die bei der DKB sind nutzen allesamt ausschließlich die VISA und nie die Girokarte. Ich kann mich selber nicht erinnern diese Karte jemals benutzt zu haben habe Sie auch mittlerweile aus dem Geldbeutel verbannt.
Ich hätte gerne eine Info oder Quelle zur Statistik wie du darauf kommst, dass die meisten die VISA nur zum Bargeldabheben benutzen. Vielleicht ist es ja deine Vorgehensweise, meine und die vieler Anderer gewiss nicht, vor allem nicht wenn man Apple oder Google Pay benutzt.

Ich mache das mittlerweile so: Ich hole mir mit der Visa Bargeld je nach dem 100-200 EUR
Dann zahle ich überall mit Kreditkarte (bzw. im Moment über Apple Pay) und wo es nicht mit Karte geht halt Bar. Ansonsten meide ich Orte wo man nur mit Girocard zahlen kann
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[2.1.1.1.1.1.1.1] basti99 antwortet auf l3v14n
29.10.2021 08:31
Benutzer l3v14n schrieb:

Ich mache das mittlerweile so: Ich hole mir mit der Visa Bargeld je nach dem 100-200 EUR Dann zahle ich überall mit Kreditkarte (bzw. im Moment über Apple Pay) und wo es nicht mit Karte geht halt Bar. Ansonsten meide ich Orte wo man nur mit Girocard zahlen kann

Das mache ich ja auch so. Aber das Problem hier ist, dass die Leute immer von sich auf andere schließen. Die teltarif- Blase ist eine sehr kleine Blase,
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[2.1.1.1.1.1.1.1.1] l3v14n antwortet auf basti99
29.10.2021 08:39
Benutzer basti99 schrieb:
Benutzer l3v14n schrieb:

Ich mache das mittlerweile so: Ich hole mir mit der Visa Bargeld je nach dem 100-200 EUR Dann zahle ich überall mit Kreditkarte (bzw. im Moment über Apple Pay) und wo es nicht mit Karte geht halt Bar. Ansonsten meide ich Orte wo man nur mit Girocard zahlen kann

Das mache ich ja auch so. Aber das Problem hier ist, dass die Leute immer von sich auf andere schließen. Die teltarif- Blase ist eine sehr kleine Blase,

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand das potenzial von so einem Konto nicht ausnutzt und meist die Girokarte anstatt ausschließlich die VISA benutzt. Wenn das hier eine Sparkasse oder Ähnliches wäre, würde ich sagen okay klar. Aber das ist eine Direktbank zu der gehen normalerweise nur Leute die sich informiert haben über die Konditionen und für sich abgewägt haben, dass es Ihnen mehr bringt als das olle 8EUR/Monat-Girokonto bei beliebiger Filialbank.

Des Weiteren hätten die es schlauer anstellen können und die Kreditkarte für die Aktivkunden kostenlos belassen können, das fände ich deutlich besser als dieses Krebsgeschwür von Debitkarte, welches jetzt jedem aufgezwungen wird.