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Und wer ist schuld?


05.03.2021 18:47 - Gestartet von helmut-wk
Warum tun hier fast alle so, als ob die Gemeinde Schuld hat und nicht die Telekom?

Wenn zu erwarten ist, dass später immer wieder mindestens 60cm tief aufgebaggert wird, muss das Kabel schon _mindestens_ 70 cm tief in die Erde, am besten noch mal ein bis Handbreit tiefer.

Aber die Telekom will Geld sparen ...
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[1] reker@mail.de antwortet auf helmut-wk
04.05.2021 07:05
Benutzer helmut-wk schrieb:
Warum tun hier fast alle so, als ob die Gemeinde Schuld hat und nicht die Telekom?

Wenn zu erwarten ist, dass später immer wieder mindestens 60cm tief aufgebaggert wird, muss das Kabel schon _mindestens_ 70 cm tief in die Erde, am besten noch mal ein bis Handbreit tiefer.

Aber die Telekom will Geld sparen ...

Es geht nicht darum das die Telekom Geld sparen will, sondern es geht doch höchstwahrscheinlich um die Prinzipe. Es gibt die Vorgabe 60 cm reichen. Jetzt kommt die Gemeinde Stolpe auf Usedom daher und sagt: „Wir wollen das, das Kabel 1 Meter tief verbuddelt wird. Kommt die Gemeinde Stolpe auf Usedom damit durch, kommt vielleicht die nächste Gemeinde auf die glorreiche Idee, hey wir wollen aber das, das Kabel auf 2 m, 3 m oder noch tiefer verbuddelt wird. Da liegt doch das eigentliche Problem.
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[1.1] hrgajek antwortet auf reker@mail.de
04.05.2021 10:30
Hallo,

Benutzer reker@mail.de schrieb:
Benutzer helmut-wk schrieb:
Warum tun hier fast alle so, als ob die Gemeinde Schuld hat und nicht die Telekom?

Es ist nicht die Gemeinde, es ist der Landkreis. Der hat Angst um seine Straße, weil er Frostschäden befürchtet, wenn das Kabel zu hoch liegt.

Im TKG steht aber 60cm drin und teilweise noch weniger.

Insofern ist schon interessant, was das Verwaltungsgericht - irgendwann - entscheidet. Nur so kommen wir mit dem schnellen Netzausbau einfach nicht weiter.

Es darf auch niemand der Telekom die Tieferlegung sponsern, weil sonst eine europaweite Ausschreibung erforderlich wäre. Das dauert wieder länger und kostet auch wieder extra.

Das sind diese bürokratischen Zwänge, die viele verzweifeln lassen. Würde die Telekom aber einfach bauen, damit endlich Netz da ist, wäre es auch wieder nicht recht.

Kompliziert...
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[1.2] mwunsch antwortet auf reker@mail.de
06.05.2021 10:09
Wenn die Telekom einfach sagen dürfte "Nach dem Gesetz müssen wir die Kabel in maximal dieser Tiefe verlegen. Die Gemeinde hat uns das untersagt - also bauen wir unser Netz dort nicht." würde sich die Sache irgendwann von selbst erledigen:

- z.B. nach einer Wahl, wenn genügend Wähler ihre Kreuzchen entsprechend setzen
- wenn Firmen wegen schlechter Internet-Anbindung wegziehen und somit Gewerbesteuer-Einnahmen entfallen
- Firmen sich gerne dort ansiedeln würden, aber dann nicht vernünftig arbeiten können und sich deswegen andere, besser angebundene Orte suchen

Leider dauern diese Umstände einige Jahre ...

Die genannten 75 MBit/s - ist das eigentlich die Gesamtbandbreite der Kunden in einer Zelle oder die maximale Bandbreite des einzelnen Kunden?
Beides wäre immer noch langsam ...
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[1.2.1] helmut-wk antwortet auf mwunsch
06.05.2021 11:37
Benutzer mwunsch schrieb:
Die genannten 75 MBit/s - ist das eigentlich die Gesamtbandbreite der Kunden in einer Zelle oder die maximale Bandbreite des einzelnen Kunden?
Beides wäre immer noch langsam ...

Also 75 MBit pro Endkunde finde ich nicht wirklich langsam.

Aber als Gesamtbreite ... bei 335 Einwohnern (laut Wiki), sagen wir 50 Endkunden, das wären 1,5Mbit/s. Da nicht alle gleichzeitig online sind, wirds pro Kunde etwas mehr, aber mehr als 5Mbit/s ist da kaum drin, in "Stoßzeiten" sicher deutlich weniger.

Und das wäre wirklich langsam.