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endlich entsteht Wettbewerb im Telekommunikations-Bereich


06.01.2021 10:17 - Gestartet von flatburger
einmal geändert am 06.01.2021 10:18
1998 fiel das Postmonopol

DSL wurde nach Abschluß der ISDN-Digitalisierung eingeführt
https://www.heise.de/ct/artikel/Volles-Rohr-287180.html

die Wettbewerber reagierten zunächst mit
call by call, Preselection, Reselling,
einige wenige hatten eigene Technik und mieteten die TAL
dann musste das Fernseh-Kabelnetz der Telekom verkauft werden
also auch kein Neuausbau der Netze

Über die Regulierungsbehörde beschwerten sich sämtliche Wettbewerber über die Vorleistungspreise der Telekom.

Dann forderten sämtliche Wettbewerber, dass die Telekom endlich Glasfaser ausbauen soll. Das machte die dann auch aber anders als gedacht.

Im ersten Schritt werden die Kabelverzweiger mit Glas verkabelt und VDSL Technik installiert. Der Marktanteil der Telekom ist im Festnetz mittlerweile auf ca. 42% geschrumpft.
https://www.vatm.de/wp-content/uploads/2020/10/VATM_TK-Marktstudie-2020_061020_a.pdf

Jetzt endlich nach fast 20 Jahren entwickelt sich ein Infrastruktur-Wettbewerb.
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[1] DSLSeppel antwortet auf flatburger
06.01.2021 17:10
Benutzer flatburger schrieb:

Im ersten Schritt werden die Kabelverzweiger mit Glas verkabelt und VDSL Technik installiert. Der Marktanteil der Telekom ist im Festnetz mittlerweile auf ca. 42% geschrumpft. https://www.vatm.de/wp-content/uploads/2020/10/VATM_TK-Marktstudie-2020_061020_a.pdf

Jetzt endlich nach fast 20 Jahren entwickelt sich ein Infrastruktur-Wettbewerb.

Soweit korrekt aber die 42 Prozent stimmen so nur wenn man den Endkundenverträge als Statistik nimmt. Der Telekom gehören weiterhin fast 40 Mio. TALs zu beinahe jedem Hauhalt. Überall wo diese TAL genutzt wird (also quasi alles auch Coax Kabel) ist der Haushalt indirekt eine Telekomkunde. Erst durch FTTH/B Ausbauten der anderen Anbieter wird der Telekom dieses leistungslose Einkommen jetzt langsam weggebuddelt. Wäre das nicht der Fall würde der LAden weiter keinen Finger krumm machen ...
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[1.1] flatburger antwortet auf DSLSeppel
06.01.2021 19:33

einmal geändert am 06.01.2021 19:35
Benutzer DSLSeppel schrieb:

Soweit korrekt aber die 42 Prozent stimmen so nur wenn man den Endkundenverträge als Statistik nimmt. Der Telekom gehören weiterhin fast 40 Mio. TALs zu beinahe jedem Hauhalt. Überall wo diese TAL genutzt wird (also quasi alles auch Coax Kabel) ist der Haushalt indirekt ein Telekomkunde. Erst durch FTTH/B Ausbauten der anderen Anbieter wird der Telekom dieses leistungslose Einkommen jetzt langsam weggebuddelt. Wäre das nicht der Fall würde der Laden weiter keinen Finger krumm machen ...

Man kann es auch anders sehen:
Die TAL-Miete ist so billig, dass sich ein eigener Ausbau der Wettbewerber nicht gerechnet hat.
Erst jetzt mit dem steigenden Breitbandbedarf muss Geld für den Glasfaserausbau in die Hand genommen werden. Hier der aktuelle TAL Preis: 11,19€ bzw. 7,05€
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Presse/Pressemitteilungen/2019/20190410_TAL.pdf;jsessionid=10D237C5B3C6CF6D4E74EF370C929B2C?__blob=publicationFile&v=4
Wie 1und 1 nur 9,90€ im Monat für die Grundgebühr verlangen kann ist mir ein Rätsel,
denn nach oben ist zu den Telekom Kunden Preisen noch genug Luft.
Das TAL-Preis-Problem wird mit jeden eigenen Glas-Ausbau auch geringer.