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Warum Fake News?


23.12.2020 10:40 - Gestartet von RK20
Ein paar Benutzer schreiben im Internet, sie haben Probleme und geben pauschal der Telekom die Schuld. Bei onlinekosten.de oder anderen Foren werden dazu entweder Anschuldigungen ohne weitere Angaben gemacht, manchmal auch Tracerouting Daten gezeigt, aber ohne Verstand.

In den Beiträgen mit Tracerouting sieht man immer, dass die Daten im Telekomnetz und bei deren Übergabepunkten sauber durchlaufen. Erst in den darauffolgenden Netzen gibt es Probleme, da hat die Telekom oder ein anderer DSL Provider in Deutschland gar keinen Einfluss drauf.

Für jemanden einfachen Internetuser, der sich nur durch das Internet klickert, sieht es so aus, als gäbe es Probleme beim Provider. Aber auch ein großer Provider wie die Telekom muss über andere Anbieter routen.

Die Telekom hat lediglich gesagt, dass auf der Route viel Traffic ist, nicht aber bei ihr oder ihren Übergabepunkte.

Es ist daher höchst fragwürdig, warum Aussagen von Leuten ohne Fach- und Sachverstand bei teltarif.de ohne Überprüfung wiedergegeben werden.
Es hat bei den Aussagen von D. Trump gezeigt, dass das Weitergeben ohne Prüfen nicht schlau ist.
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[1] Oetker antwortet auf RK20
23.12.2020 10:49
Benutzer RK20 schrieb:


In den Beiträgen mit Tracerouting sieht man immer, dass die Daten im Telekomnetz und bei deren Übergabepunkten sauber durchlaufen. Erst in den darauffolgenden Netzen gibt es Probleme, da hat die Telekom oder ein anderer DSL Provider in Deutschland gar keinen Einfluss drauf.

Die Telekom lässt die TIER 1 Peerings bewusst überlasten, um dann den Anbietern ein direktes Peering verkaufen zu können.


Für jemanden einfachen Internetuser, der sich nur durch das Internet klickert, sieht es so aus, als gäbe es Probleme beim Provider. Aber auch ein großer Provider wie die Telekom muss über andere Anbieter routen.

Das IST ein Problem der Telekom. Man könnte auch einfach das Peering zu anderen TIER-1 Providern verstärken und alle Probleme wären gelöst. Dafür bezahlen die Telekom Kunden ja jeden Monat Geld. Aber dann könnte man halt kaum noch direkte Peerings verkaufen.


Die Telekom hat lediglich gesagt, dass auf der Route viel Traffic ist, nicht aber bei ihr oder ihren Übergabepunkte.

Doch, es ist der Übergang vom Telekom Netz zu den Tier 1 Providern. Das könnte die Telekom lösen, wenn sie wollte.
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[1.1] RK20 antwortet auf Oetker
23.12.2020 11:15
Benutzer Oetker schrieb:
Die Telekom lässt die TIER 1 Peerings bewusst überlasten, um dann den Anbietern ein direktes Peering verkaufen zu können.
>
Doch, es ist der Übergang vom Telekom Netz zu den Tier 1 Providern. Das könnte die Telekom lösen, wenn sie wollte.
Genau das meine ich. Anschuldigungen gibt es viele, aber keine fundierten Aussagen, bloß Meinungen von irgendjemanden.

Wenn mit einem Tier-1 Anbieter gepeert wird, dann ist es ein Problem des Tier-1 Anbieters, nicht des abgebenden Providers. Wenn Tier-1 Provider Probleme in der USA haben, was soll man denn von Europa aus machen?
Kleine Provider mit wenigen Kunden haben weniger Probleme, Anbeiter mit vielen Millionen Kunden verursachen mehr Traffic.


Das IST ein Problem der Telekom. Man könnte auch einfach das Peering zu anderen TIER-1 Providern verstärken und alle Probleme wären gelöst. Dafür bezahlen die Telekom Kunden ja jeden Monat Geld. Aber dann könnte man halt kaum noch direkte Peerings verkaufen.
Wäre...könnte... Alles bloße Vermutungen, die wenig Sinn machen. Tier-1 Anbieter sind genau dafür da, den Traffic über Kontinente hinweg zu leiten. Wenn das andere Tier-1 Anbieter in der USA damit Probleme haben, dann ist das allein deren Problem.

Auch du hast keine Links oder Statistiken genannt, um nur eine Aussage praktisch aufzuzeigen. Naive Meinungsäußerungen sind nicht hilfreich und sollten als Fake News gekennzeichnet werden.
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[1.1.1] Oetker antwortet auf RK20
23.12.2020 11:21
Benutzer RK20 schrieb:

Wenn mit einem Tier-1 Anbieter gepeert wird, dann ist es ein Problem des Tier-1 Anbieters, nicht des abgebenden Providers. Wenn Tier-1 Provider Probleme in der USA haben, was soll man denn von Europa aus machen?
>
Kann man ganz einfach testen: Nutze am Telekom Anschluß einen VPN Anbieter, der von hier aus genau über den gleichen TIER-1 geht. Alternativ auch einfach einen anderen Internetanschluß. Dann sieht man, dass der TIER-1 problemlos in voller Geschwindigkeit läuft.
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[1.1.1.1] RK20 antwortet auf Oetker
23.12.2020 11:30
Benutzer Oetker schrieb:
Kann man ganz einfach testen: Nutze am Telekom Anschluß einen VPN Anbieter, der von hier aus genau über den gleichen TIER-1 geht. Alternativ auch einfach einen anderen Internetanschluß. Dann sieht man, dass der TIER-1 problemlos in voller Geschwindigkeit läuft.
Das bestreite ich nicht und es zeigt erstmal nur, dass ein VPN Anbieter eine andere Route verwendet. Diese Route wird dann vielleicht von ein paar wenigen Nutzern verwendet, da kann das funktionieren.

Es zeigt aber nicht, dass die Übergabepunkte zwischen Telekom und Tier-1 überlastet sind, denn dann wären das z.B. im Onlinekosten Forum erkennbar, sehe ich aber bei keinem Beitrag.

Nochmal, wenn ein Tier-1 Anbieter den Traffic von einem anderen Provider aufnimmt, um es in der USA zu routen, dann ist die Netzüberlastung das Problem vom Tier-1 Anbieter.
Die Telekom peert auch nicht nur mit einem Tier-1 Anbeitern, sondern mit den anderen Tier-1 auch. Deine Aussage lässt vermuten, es wird immer mit einem Tier-1 gepeert, der total überladen ist. Das stimmt nicht und sind nur dumme Aussagen, anders kann man deine Beiträge nicht bezeichnen.

Wenn du nur eine naive Meinung hier kund gibst und keine handfesten Daten liefern kannst, ist die Diskussion an dieser Stelle vorbei und ich empfehle deine Aussagen als unwahr zu kennzeichnen.
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[1.1.1.1.1] Oetker antwortet auf RK20
23.12.2020 11:35
Benutzer RK20 schrieb:
Benutzer Oetker schrieb:

Das stimmt nicht und sind nur dumme Aussagen, anders kann man deine Beiträge nicht bezeichnen.

Auf der Basis werde ich nicht weiter mit dir diskutieren.
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[2] Stephan79 antwortet auf RK20
23.12.2020 19:24
Benutzer RK20 schrieb:

Es ist daher höchst fragwürdig, warum Aussagen von Leuten ohne Fach- und Sachverstand bei teltarif.de ohne Überprüfung wiedergegeben werden.
Es hat bei den Aussagen von D. Trump gezeigt, dass das Weitergeben ohne Prüfen nicht schlau ist.

Ich wünsche mir auch viel mehr technische Details bei der Berichterstattung. Es klingt einfach sehr reißerisch, wenn keine Fakten geliefert werden.
Ich meine, wir sind doch hier bei teltarif und nicht BILD, oder?
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[2.1] christian-w antwortet auf Stephan79
24.12.2020 00:05
Benutzer Stephan79 schrieb:

Ich wünsche mir auch viel mehr technische Details bei der Berichterstattung.
Ich meine, wir sind doch hier bei teltarif

Und auch bei teltarif Arbeiten "nur" Journalisten die zwar eine gute allgemeine technische Spürnase haben, aber im Detail nun mal keine Experten sind.
Und Experten mit Praxiserfahrung auf dem Gebiet Global-Area-Network / Peering findet man nicht gerade wie Sand am Meer.

Als Experten würden mir am ehesten die jungs und mädels vom CCC NetworkOperationCenter (Twitter: @c3noc) einfallen, denn die haben beim jährlich stattfindenden Congress regelmäßig das Problem das die Videostreams ins Telekom-Netz eine separate Leitung benötigen, während die Zuschauer von anderen Providern problemlos zu beliefern sind.

Fakt ist: Bei Telekomkunden sind Fernverbindungen zu Stoßzeiten regelmäßig (!!!!!) langsam. DAS ist ein Problem der Telekom, das die Telekom zu lösen hat.

Hier mit dem Finger auf irgendwelche nachgelagerten (Tier1/2/whatever) Netze zu zeigen ist keine Lösung. So funktioniert das Internet nämlich nicht. Es ist extra so designt, das wenn eine Route ausfällt (oder überlastet ist), das dann andere Routen einspringen. Und GENAU DAS ist bei der Telekom REGELMÄßIG und nachweislich nicht der Fall.

(Welche Geldpolitik dahinter steht ist mir als Endkunde herzlich egal, die Verbindung ist einfach regelmäßig kaputter als bei anderen Providern.)
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[2.1.1] koaschten antwortet auf christian-w
24.12.2020 14:13
Es wäre halt schon mal ein Anfang am DECIX zu peeren.... aber auch das macht die Telekom nicht.
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[3] blumenwiese antwortet auf RK20
24.12.2020 17:44

einmal geändert am 24.12.2020 17:48
Benutzer RK20 schrieb:
Ein paar Benutzer schreiben im Internet, sie haben Probleme und geben pauschal der Telekom die Schuld.

Ich bin seit 1996 im Internet unterwegs. Ich kenne alle größeren und auch viele kleinere Provider. Schon Ende der Neunzigerjahre hatte die Telekom den Ruf, zwar hervorragende Leitungen zu haben, aber ein sauschlechtes Peering nach Übersee. Dies hat sich immer und immer und immer und immer wieder bestätigt. Wie gesagt, ich habe fast 25 Jahre Erfahrung in diesem Bereich.

Natürlich haben große Provider mit viel Traffic, wie die Telekom, andere Peeringanforderungen als kleinere Anbieter. Das ist selbstverständlich und wird auch von niemandem bestritten. Das ändert aber nichts daran, dass, vielleicht auch wegen ihrer Größe, die Telekom nun einmal häufig nur sehr schlechte Verbindungen in amerikanische oder auch osteuropäische Netze anbieten kann. Wechselt man als Kunde dann den Provider oder verwendet ein VPN (was man meiner Meinung nach sowieso ausnahmslos immer machen sollte, solange Deutschland keine Meinungsfreiheit kennt), sind die Probleme plötzlich nicht mehr vorhanden.

Und wenn ich als Kunde gerne gute Verbindungen beispielsweise in amerikanische Netze haben möchte, und genau diese Erfahrungen, die ich ihm beschrieb, mache, was mache ich dann wohl als ein solcher Kunde? Ich wechsle den Provider!

Würden dies noch mehr Kunden machen, weil zum Beispiel der Leidensdruck stärker wird, würde die Telekom relativ schnell relativ gute Peerings in die USA haben. Das verspreche ich dir.
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[4] krassDigger antwortet auf RK20
24.12.2020 18:12
Benutzer RK20 schrieb:
In den Beiträgen mit Tracerouting sieht man immer, dass die Daten im Telekomnetz und bei deren Übergabepunkten sauber durchlaufen. Erst in den darauffolgenden Netzen gibt es Probleme, da hat die Telekom oder ein anderer DSL Provider in Deutschland gar keinen Einfluss drauf.

Du bist vielleicht ein Mitarbeiter, aber keiner aus der Netztechnik.
Sonst wüsstest du nämlich folgendes:
1. man sieht einem Traceroute nicht an, ob die Pakete auf dem Hin- oder Rückweg verloren gehen
2. man sieht im Traceroute nur den Hinweg, der Rückweg kann ein anderer sein
3. unterschiedliche Hops können unterschiedliche Rückwege haben
4. man muss den Traceroute von der Quelle zum Ziel machen (also in der Richtung wie die Daten fließen wo Paketverlust auftritt) nicht umgekehrt. Vermutet man eine Überlastung ins Telekom-Netz hinein, so bringt es wenig vom Telekom-Netz hinaus einen Traceroute zu machen.
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[5] Rote Flora antwortet auf RK20
24.12.2020 18:53
Benutzer RK20 schrieb:

Es hat bei den Aussagen von D. Trump gezeigt, dass das Weitergeben ohne Prüfen nicht schlau ist.

Hat Trump auch einen Vertrag bei der Telekom?