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DAB + braucht kein Mensch


24.12.2020 09:13 - Gestartet von lamron
Ich bleibe dabei: Das teuere DAB+braucht kein Mensch...
Wird zwar gehypt, wird sich aber nicht durchsetzen...
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[1] helmut-wk antwortet auf lamron
25.12.2020 12:13
Benutzer lamron schrieb:
Ich bleibe dabei: Das teuere DAB+braucht kein Mensch... Wird zwar gehypt, wird sich aber nicht durchsetzen...

Es gibt Leute, die brauchen DAB+, um nicht auf das klimaschädliche Streaming angewiesen zu sein.

Aber wer Trump glaubt, dass es keinen Klimawandel gibt, der hält DAB für überflüssig. Oder wer nicht nachdenkt und streaming nur geil findet ...
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[1.1] Bjoern_Koenig antwortet auf helmut-wk
25.12.2020 12:22
Lieber helmut-wk,

selbstverständlich kann man z.B. die nötige Infrastruktur beim Streaming auch mit regenerativen Energien betreiben. Amazon hat sich beispielsweise selbst zum Ziel gesetzt, bis 2040 ein vollständig klimaneutrales Unternehmen zu werden.

https://energyload.eu/energiewende/international/amazon-erneuerbare/

Streaming und klassisches Broadcast sind also in Sachen Umweltschutz nicht zwangsläufig ein Widerspruch.

Beste Grüße
Björn König

Benutzer helmut-wk schrieb:
Es gibt Leute, die brauchen DAB+, um nicht auf das
klimaschädliche Streaming angewiesen zu sein.
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[1.1.1] helmut-wk antwortet auf Bjoern_Koenig
25.12.2020 12:59
Benutzer Bjoern_Koenig schrieb:
Lieber helmut-wk,

selbstverständlich kann man z.B. die nötige Infrastruktur beim Streaming auch mit regenerativen Energien betreiben. Amazon hat sich beispielsweise selbst zum Ziel gesetzt, bis 2040 ein vollständig klimaneutrales Unternehmen zu werden.

Hört sich auf dem Papier gut an. Aber "Klimaneutralität" per Einkauf regenerativer Energien ist nur bei der Bewertung von Unternehmen relevant,. nicht für den Vergleich von Technologien.

Denn wer mehr Energie verbraucht, muss auch mehr regenerative Energie einsetzen, die dann niemand anders nutzen kann, um damit "klimaneutral" zu werden.

Für einen fairen Vergleich von Technologien kann daher nur der Energieverbrauch herangezogen werden. Und da schneidet Rundfunk besser an als Streaming. Egal was Amazon oder sonstwer tut.
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[1.1.1.1] Bjoern_Koenig antwortet auf helmut-wk
25.12.2020 13:17
Lieber helmut-wk,

zunächst mal kauft Amazon nicht nur Energie ein, sondern produziert selbst. Beispielsweise betreiben sie die "Amazon Wind Farm" in Texas und produzieren dort 1 Mio. Megawattstunden Strom:

https://www.aboutamazon.de/innovationen/amazon-setzt-auf-erneuerbare-energien

Wie kommen Sie auf die Idee, dass regnerative Energien eine schwindende Ressource sind, wenn jemand mehr als ein anderer verbraucht? Wenn niemand auf die Idee kommt, die Sonnne abzuschalten, steht beispielsweise Solarenergie unbegrenzt zur Verfügung. Es gibt ja teilweise sogar einen "Stromüberschuss" der exportiert werden muss.

Darüber hinaus müssten Sie auch mal erläutern, wie Sie sich das bei Broadcast mit dem Rückkanal vorstellen, z.B. auch Addressable Ads usw. welche für die Medienbranche mittlerweile unabdingbar sind. Vom Mangel an Frequenzen mal ganz zu schweigen. Und dann wären da auch noch die Kosten, ein bundesweites DAB-Netz zu unterhalten. Bei DVB-T2 ist das ja so teuer, dass die Privatsender gar kein Interesse mehr an terrestrischer Übertragung haben. Ich empfehle Ihnen dazu, auch mal in den aktuellen teltarif-Podcast zu hören. Da wird ganz gut erläutert, warum DVB-T2 keine Zukunft hat.

https://www.teltarif.de/dvb-t2-hd-zukunft-...

Viele Grüße
Björn König

Benutzer helmut-wk schrieb:

Hört sich auf dem Papier gut an. Aber "Klimaneutralität" per Einkauf regenerativer Energien ist nur bei der Bewertung von Unternehmen relevant,. nicht für den Vergleich von Technologien.

Denn wer mehr Energie verbraucht, muss auch mehr regenerative Energie einsetzen, die dann niemand anders nutzen kann, um damit "klimaneutral" zu werden.

Für einen fairen Vergleich von Technologien kann daher nur der Energieverbrauch herangezogen werden. Und da schneidet Rundfunk
besser an als Streaming. Egal was Amazon oder sonstwer tut.
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[1.1.1.1.1] hustensaftheinz antwortet auf Bjoern_Koenig
25.12.2020 20:40
Wenn niemand auf die Idee kommt, die Sonnne
abzuschalten, steht beispielsweise Solarenergie unbegrenzt zur Verfügung.
Da sagen sie was. Irgendjemand schaltet täglich die Sonne für mehrere Stunden ab. Vermutlich Trumpwähler.
Das ist so ein Riesenproblem mit den sogennanten "regenerativen Energien". Speicern ist bisher nicht. Und daher muss man immer die Kapazitäten sowieso konventionell vorhalten. Der "Ausbau" regenerativer Energien bleibt eine Illusion.
Bald sind wir angewiesen, konventionellen Strom aus den Nachbarländern zu importieren. Danke Merkel!
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[1.1.1.1.2] helmut-wk antwortet auf Bjoern_Koenig
25.12.2020 21:27

2x geändert, zuletzt am 25.12.2020 21:30
Benutzer Bjoern_Koenig schrieb:
Wie kommen Sie auf die Idee, dass regnerative Energien eine schwindende Ressource sind, wenn jemand mehr als ein anderer verbraucht?

Da haben Sie mich missverstanden. ich hab nicht gesagt, dass die Sonnenenergie irgendwann alle ist, wenn wir sie verbrauchen, das wär natürlich Quatsch.

Aber der Strom, den eine Solarzelle produziert, kann nur einmal verbraucht werden. Wenn die Nachfrage nach erneuerbarer Energie steigt (weil Unternehmen klimaneutral werden), dann steigt der Preis dafür. Im besten Fall steigen dann Investoren ein, und es werden noch mehr Anlagen gebaut, im schlimmsten Fall verzichten dann Unternehmen darauf, klimaneutral zu werden. Sprich: Wenn Amazon den Strom nicht selber nutzt, um klimaneutral zu werden, könnte den jemand anders nutzen, um selber klimaneutral zu werden. Und beispielsweise den Strom bei Amazon kaufen ;)

Wie gesagt: Es sagt etwas über ein Unternehmen aus, ob es sich im Klimaschutz engagiert, aber bei der Bewertung von Technologien geht es rein um den Energieverbrauch bzw. bei entsprechenden Technologien um die Energieerzeugung (oder ggf. um die Differenz zwischen beiden, also was am Ende "netto" herauskommt).

Darüber hinaus müssten Sie auch mal erläutern, wie Sie sich das bei Broadcast mit dem Rückkanal vorstellen

Das ist kein echtes Broadcasting mehr. DAB+ hat keinen echten Rückkanal, der muss ggf. extra per Internet o.ä. hergestellt werden.

Vom Mangel an Frequenzen mal ganz zu schweigen.

Klar, irgendwann lohnt sich Broadcasting nicht mehr. Ich sehe in Ostasien auch deutsches Fernsehen (und höre deutsche Radiosender) per Streaming, da DVB-Ausstrahlung zu verlangen wäre Wahnsinn. Also Broadcasting ist für die "Exoten", die wenig Hörer haben (wie deutsches Fernsehen in Ostasien, oder einen hochspezialisierten Radiosender für ne kleine Minderheit), das "normale Radio geht am effektivsten per Broadcast. Also höre und sehe ich in D deutsche Sender per Broadcast (DAB+, DVB-T bzw. Kabel).

Ich empfehle Ihnen dazu, auch mal in den aktuellen teltarif-Podcast zu hören. Da wird ganz gut erläutert, warum DVB-T2 keine Zukunft hat.

Das liegt dann aber an DVB-T2. Wenn das Netz (anders als DAB+ oder seinerzeit analoges Fernsehen) nicht flächendeckend ausgebaut wird, dann bremst das natürlich enorm, Nur das ist dann eine "politische" Entscheidung - die ich für falsch halte.
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[1.1.1.1.2.1] Bjoern_Koenig antwortet auf helmut-wk
25.12.2020 21:59

einmal geändert am 25.12.2020 22:00
Lieber helmut-wk,

Amazon ist kein Energieversorger. Und mir ist auch nicht bekannt, dass sie im großen Stil in dieses Geschäft einsteigen.

Werbung wird heute von Radio- und Fernsehsendern nicht mehr wie vor 40 Jahren adressiert, weshalb klassisches Broadcast für die Sender nicht mehr attraktiv ist. Ich selbst habe hier bei teltarif übrigens vor nicht langer Zeit noch ein Interview mit Dirk van Loh geführt, er ist Geschäftsführer von Regiocast. Das ist eines der größten privaten Radionetzwerke in Deutschland. Ich kann Ihnen versichern, dass die sehr wenig Interesse an DAB+ haben und möchten, dass möglichst viele Hörer die Programme übers Internet nutzen. Und zwar insbesondere, um zielgruppenorientierte Angebote und Werbung auszuspielen. Das Interview können Sie hier nachlesen:

https://www.teltarif.de/radio-ukw-dab-...

Was DVB-T2 betrifft: Das Netz ist zu teuer und für Privatsender uninteressant. Bei Freenet TV sinkt die Nutzerzahl. Außerdem gibt es seit langer Zeit Diskussionen um den Frequenzbedarf für Mobilfunkanbieter. Das DVB-T2-Netz wird ganz sicher nicht weiter ausgebaut, sondern tendenziell Richtung 2030 abgeschaltet. Ebenso sehe ich DAB+ als Übergangstechnologie, die allerspätestens mit der flächendeckenden Verfügbarkeit von 5G (auch aus Kostengründen) ohnehin keine reelle Zukunft mehr hat.

Viele Grüße
Björn König


Benutzer helmut-wk schrieb:
Sprich: Wenn
Amazon den Strom nicht selber nutzt, um klimaneutral zu werden, könnte den jemand anders nutzen, um selber klimaneutral zu werden. Und beispielsweise den Strom bei Amazon kaufen ;)

Das ist kein echtes Broadcasting mehr. DAB+ hat keinen echten Rückkanal, der muss ggf. extra per Internet o.ä. hergestellt werden.

Das liegt dann aber an DVB-T2. Wenn das Netz (anders als DAB+ oder seinerzeit analoges Fernsehen) nicht flächendeckend ausgebaut wird, dann bremst das natürlich enorm, Nur das ist
dann eine "politische" Entscheidung - die ich für falsch halte.
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[1.1.1.1.2.1.1] helmut-wk antwortet auf Bjoern_Koenig
25.12.2020 22:29
Benutzer Bjoern_Koenig schrieb:
Amazon ist kein Energieversorger. Und mir ist auch nicht bekannt, dass sie im großen Stil in dieses Geschäft einsteigen.

Aber es produziert Energie (hast du jedenfalls behauptet). Und ich hab ein paar "Planspiele" erwähnt, um die Logik meiner Aussagen klar zu machen.

Werbung wird heute von Radio- und Fernsehsendern nicht mehr wie vor 40 Jahren adressiert, weshalb klassisches Broadcast für die Sender nicht mehr attraktiv ist.

Nur ist es für die Hörer von Nachteil, wenn die Sender ihre Daten sammeln und dann "passgenaue" Werbung schalten (auch noch mit unterschiedlichen Preisen, je nach Profil des Hörers). So was muss man nicht unterstützen, da sollte man eher was dagegen tun.

Was DVB-T2 betrifft: Das Netz ist zu teuer und für Privatsender uninteressant.

Interessant: Ich habe Dir in Bezug auf DAB+ widersprochen, aber jetzt argumentierst du nur noch mit DVB-T2.
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[1.2] lamron antwortet auf helmut-wk
26.12.2020 10:38
Benutzer helmut-wk schrieb:
Benutzer lamron schrieb:
Ich bleibe dabei: Das teuere DAB+braucht kein Mensch... Wird zwar gehypt, wird sich aber nicht durchsetzen...

Es gibt Leute, die brauchen DAB+, um nicht auf das klimaschädliche Streaming angewiesen zu sein.

Dafür reicht UKW vollkommen aus...

Aber wer Trump glaubt, dass es keinen Klimawandel gibt, der hält DAB für überflüssig. Oder wer nicht nachdenkt und streaming nur geil findet ...

Trump hin oder her....Es gibt tatsächlich keinen Kliamwandel...
UKW reicht vollkommen aus. DAB+ ist vollkommen übeflüssig...

Schöne Feiertage....
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[1.2.1] helmut-wk antwortet auf lamron
26.12.2020 12:52
Benutzer lamron schrieb:
Es gibt Leute, die brauchen DAB+, um nicht auf das klimaschädliche Streaming angewiesen zu sein.

Dafür reicht UKW vollkommen aus...

Verbraucht meines Wissens auch mehr Energie als DAB+.

Aber wer Trump glaubt, dass es keinen Klimawandel gibt, der hält DAB für überflüssig. Oder wer nicht nachdenkt und streaming nur geil findet ...

Trump hin oder her....Es gibt tatsächlich keinen Kliamwandel...

Dann erkläre mir mal, warum Peary von Nordgrönland übers Eis zum Nordpol ging, statt von Sibirien aus im Sommer per Schiff wesentlich näher als Nordgrönland zum Pol zu kommen ... es hat sogar schon ein Jahr gegeben, in dem ein Schiff (kein Eisbrecher) bis zum Nordpol fahren konnte. Wenn das so weiter geht, wird es arktisches Meereis im Sommer bald nur noch zwischen Grönland und den kanadische Inseln geben!

Und dass die Welt jetzt ca. 1,2°C wärmer ist als vor 100 Jahren, sollte sich eigentlich auch allmählich rumgesprochen haben. Oder dass "Jahrhundertfluten" nicht mehr wie früher alle 50 bis 100 Jahre (daher der Name), sondern ca. alle 10 Jahre kommen, und gleichzeitig die Zahl der Dürrejahre zunimmt ... das hat den deutschen Steuerzahler schon Milliarden gekostet (vorläufiger Höhepunkt: eine Milliarde im Sommer 2019).

Dass es zur Zeit einen Klimawandel gibt, ist Fakt. Man könnte höchstens noch über die Gründe dafür diskutieren - aber auch da hat die etablierte Wissenschaft bessere Argumente als die von der Ölindustrie gesponserten "Klimaskeptiker".