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1&1 hat ein großes Problem


12.01.2021 02:16 - Gestartet von DurdenTyler
1&1 wird auf lange Sicht mindestens 20Millionen Kunden brauchen um ein eigenes Netz finanzieren zu können.
E-Plus und o2 sind nicht ohne Grund fusioniert, beide hatten einfach zu wenig Kunden um die hohen Kosten des Netzausbaus wieder rein zu bekommen.
Allerdings wird es schwer 20 Millionen Kunden dazu zu bewegen ins 1&1 Netz zu wechseln wenn man nicht mit Abstand der günstigste Anbieter ist.

In Frankreich und Italien hat man gesehen wie man vorgehen muss. Iliad hat mit super günstigen Flatrates und nationalem Roaming dafür gesorgt das schnell viele Kunden wechseln.
Bei Iliad in Italien bekommt man für unglaubliche 9,99€ im Monat eine AllNetFlat nach Italien und 60 weitere Länder und dazu 70GB Daten. In Frankreich schaut es ähnlich aus. 1&1 wird solche Preise aber nur schwer anbieten können, man hat selbst nicht genügend Frequenzen und kein Netz welches wenigstens in den Städten dafür sorgt das die Kunden nicht im Roaming hängen und dort für Verluste sorgen.

Mich hätte es gefreut, 3 wäre damals in Deutschland eingestiegen, aber neue Netzbetreiber schaffen es oft nicht sich zu etablieren. In Italien gab es mit Blu, Tre und Iliad 3 neue Netzbetreiber in 20 Jahren. Blu wurde mangels Erfolg von Wind übernommen, Dre und Wind sind fusioniert um am Markt bestehen zu können, und ob Iliad langfristig erfolgreich ist steht in den Sternen. Man konnte bisher 6 Millionen Kunden gewinnen, was aber langfristig zu wenig sein wird. Leider fehlt Illiad aber auch die nötigen Frequenzen um ein 5G Netz mit hoher Bandbreite aufzubauen.