Diskussionsforum
Menü

auch an der Vodafone-Hotline wird betrogen


14.10.2020 11:51 - Gestartet von matthias.maetsch
Nicht nur viele Vodafone-Vertreter sind unseriös. Die Vodafone-Bestellhotline fällt leider auch mit Betrugsversuchen auf. Genau das ist mir gerade erst passiert. Ich wollte CableMax zu 39,99€. Über die Vodafone-Internetseite ging der aber noch nicht mit allen Details zu bestellen. Daher rief ich die Hotline an. Der Betrüger dort nahm sich viel Zeit, erzählte mir das Blaue vom Himmel und all meine durchaus kritischen Nachfragen wurde dahingehend bestätigt, wie ich das ursprünglich wollte. Zum Schluss auch die Aufzeichnung der Bestellung, bei der klar von CableMax zu 39,99€ monatlich, keine Anschlussgebühr, keine Versandkosten etc. die Rede war. Der Betrüger meinte dann noch, beim ersten Einloggen würde etwas anderes angezeigt werden, aber da solle ich mir keine Sorgen machen, das sei korrekt so und natürlich würde ich wie vereinbart den CableMax bekommen.

Zwei Tage später kam das Kabelmodem. Angeschlossen und korrekt, es wurde beim ersten Einloggen um die Bestätigung des Vertrages mit falschen Daten gebeten. Da ging ich tatsächlich noch davon aus, dass das stimmt, was der Betrüger an der Hotline sagte. Jedoch fand ich in den Unterlagen des Kabelmodems dann auch eine Auftragsbestätigung. Und dort stand Red Internet & Phone 1000. Teurer natürlich, mit Anschluss- und Versandkosten.

Ich rief erneut die Hotline an. Ja man wüßte auch nicht, wie das geht. Da sei ein anderes Callcenter gewesen. Man könne die Verträge auch nicht verwechseln, denn das seien andere Masken und zum Schluss würde die Bestätigung ja auch nicht zum Tarif passen. Das kann nicht aus Versehen passieren. Aber sie könnten nichts machen. Auf die Bestellungen des anderen Callcenters haben sie keinen Zugriff.

Ich rief den Kundendienst an und erzählte, was passiert war. Kein Interesse dort am versuchten Betrug. Ich könne den Vertrag ja stornieren. Fertig. Das scheint absichtliche Masche zu sein. Ausgelagerte Callcenter auf Provisionsbasis betrügen und Vodafone interessiert das nicht. Sie nehmen offenbar billigend in kauf. Bringt ja Geld und Kunden. Vermutlich genauso wie bei den Haustürvertretern.

Ich hab übrigens auch eine Strafanzeige gestellt. Die Staatsanwaltschaft teilte mir zwei Wochen schriftlich mit, dass das Verfahren eingestellt worden sein. Es sei eine zivilrechtliche Angelegenheit. Die Bundesnetzagentur teilte mir ebenso mit, dass sie dafür nicht zuständig sei. Offenbar ist gewerbsmäßiger Betrug in Deutschland gewünscht.
Menü
[1] Kuch antwortet auf matthias.maetsch
14.10.2020 11:57
Hallo,

wir empfehlen, bei einer Vertragsverlängerung oder -umstellung grundsätzlich nicht auf mündliche Versprechungen am Telefon zu vertrauen, sondern sich vor der Vertragsverlängerung alles schriftlich geben zu lassen. Es kommt leider immer wieder vor, dass Versprechungen am Telefon hinterher nicht eingehalten werden. Und gleichzeitig steht in den AGB der Provider oft, dass mündliche Nebenabreden ungültig sind. Wenn Sie nichts Schriftliches in der Hand haben, wird es für Sie schwer sein, eine abweichende Vereinbarung zu beweisen.

Manchmal ist es tatsächlich besser, man wartet, bis eine Sache korrekt im Kundencenter umgesetzt wurde und bestellt dort.

Alexander Kuch
Menü
[1.1] matthias.maetsch antwortet auf Kuch
14.10.2020 12:08
Benutzer Kuch schrieb:
Manchmal ist es tatsächlich besser, man wartet, bis eine Sache korrekt im Kundencenter umgesetzt wurde und bestellt dort.

Es war ja eine Neubestellung. Und für mich war nicht erkennbar, dass da einer versucht mich zu betrügen. Auch die Bestätigung der Bestellung per Bandaufnahme lautete ausdrücklich auf den gewünschten Tarif.

Wenn man bei Vodafone etwas empfehlen kann, dann FINGER WEG!
Und wenn man etwas bei Vodafone bestellt, dann nur online und niemals per Hotline oder Vertreter.

Schlimm, dass man das so sagen muss. Aber Vodafone-Mitarbeitern darf man nicht vertrauen.
Menü
[1.1.1] matthias.maetsch antwortet auf matthias.maetsch
14.10.2020 12:13
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Kundendienst-Mitarbeiterin dann den Tarif doch noch umgestellt hat, nachdem ich ihr deutlich erklärt habe, dass wenn ich das Kabelmodem tatsächlich aufgrund der Stornierung zurückschicken muss, ich nie wieder irgendetwas von Vodafone bestellen werde. Mit Sicherheit werde ich nicht wie von ihr vorgeschlagen den falschen Vertrag stornieren und erneute den gewünschten abschließen. Dann ging es offenbar auch anders. Und dennoch erhielt ich eine Rechnung über Versandkosten. Das war dann aber tatsächlich mit einem erneuten Anruf zu klären.