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Wird ja auch mal Zeit


15.09.2020 13:16 - Gestartet von gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2
Die deutschen Mobilfunkanbieter bremsen ja mit allen Mitteln die Digitalisierung aus um ihre Gewinne zu maximieren, und die BNetzA macht fröhlich mit.

Die Idee, dass es irgendwie Netzneutralitäts-konform sein könnte, dass ich beliebig viel Video auf Youtube ohne Mehrkosten gucken kann, mich aber dumm und dusselig zahlen würde, wenn ich die gleiche Datenmenge von meinem eigenen Server streamen würde, ist offensichtich absurd.

Und sie haben ja nicht einmal versucht, den Anschein von Netzneutralität zu wahren - es wäre ja ein leichtes, z.B. als Alternative anzubieten, dass der Kunde statt StreamOn einen Tarifzusatz buchen kann, mit dem er das durchschnittliche Datenvolumen von StreamOn-Nutzern zur freien Verfügung erhält. Fragt sich halt, wie gut sich noch ein "MagentaMobil L" verkaufen würde, wenn die M-Version mit dem kostenlosen "StreamOn-Ersatz" mit 30 GB Inklusivvolumen daherkäme.

Der Taschenspielertrick besteht ja darin, den Kunden vorzugaukeln, mobiler Datenverkehr wäre irgendwie teuer, indem man Tarife mit irrwitzig kleinen "Inklusivvolumen" anbietet, und dann Zero-Rating-Angebote als Lösung für dieses selbst geschaffene Problem anzupreisen. Tatsächlich wird aber natürlich der "kostenlose" StreamOn-Datenverkehr über diese Mondpreise querfinanziert, während der Anbieter sich gleichzeitig die Machtposition sichert, entscheiden zu können, wer von dieser Querfinanzierung profitiert - eben genau das Gegenteil von Netzneutralität.