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Von fünf Geräten drei rausgeschmissen


18.09.2021 20:01 - Gestartet von DL7FOS
Hallo Henning,

dem Test ist doch noch einiges hinzuzufügen, was man natürlich nicht kann, wenn man nur einen Speaker nutzt. Ich hatte derer fünf im Einsatz und einen großen, die jetzt bis auf zwei Geräte den Echos Platz gemacht haben. Ich denke, so erging es manchen Nutzern, ansonsten würde die Telekom nicht das Beta-Programm aufstocken und das Ding wäre nicht für um 12 Euro auf Amazons virtuellem Grabbeltisch zu haben.

Beginne ich mit dem Klang des Kleinen, Endstufe und Treiber sind nicht gut abgestimmt, das Ding brummelt sogar bei geringer Lautstärke, besonders bei hohen Männer- und tiefen Frauenstimmen. Ich dachte erst an einen Gerätefehler, aber dies war bei allen fünf Geräten gleich. Für Radio reicht es, meilenweit besser als der Echo Dot der 2nd Generation, aber schlechter als dessen Nachfolger. Spotify Connect im Gerät ist ebenfalls ein unschlagbarer Vorteil. Das geht bei Echos zwar auch, aber nur mit dem eigenen Amazon-Konto. Stellt man hingegen einen Magenta Speaker egal welcher Bauart ins Gästezimmer, kann auch der Hausgast über sein eigenes Spotify-Konto sein Lieblings-Hörbuch zum Einschlafen genießen. Klar, das geht auch mit Bluetooth und wie bei allen Echos schlechtem A2DP, allerdings können die Magentas die Musik nicht über Bluetooth weiterreichen. Für besseren Sound bleibt der rückseitige Klinkenanschluss, beim großen auch TOSLINK, allerdings als Mono ausgeführt (hatte ich der Pressestelle als Bug gemeldet, ob es gefixt wurde, habe ich nicht geprüft). Bleibt noch die Telefonie, die ist beim Mini grottig und auf dem Niveau einer alten Freisprechanlage, der große kann immerhin HD-Voice und die Gruppe am Esstisch ist auch aus etwas Entfernung gut verständlich.

Was allerdings beide Versionen nicht können und Alexa schon seit der ersten Stunde, ist eine anständige Gerätesynchronisation. Spreche ich im Bad den Magenta Speaker an, reagieren nicht selten alle und schalten ungewollt das Radio ein. Das bedeutet, dass alle gleichermaßen reagieren und der zweite nicht erkennt, dass der erste den Befehl bereits ausführt. Bei Alexa klappt das schon seit den Anfängen zuverlässig. Stellt man ihn auf "Magenta" ohne voran gestelltes Hallo um, war das versehentliche Zuhören so häufig, dass ich es wieder umgestellt habe. Davon waren Hausbewohner und Gäste sichtlich genervt, dass nicht mal jemand einen der kleinen als Geschenk mitnehmen wollte - das will schon was heißen.

Im Echo-Verbund werden die Einschränkungen noch deutlicher. Die Hallo Magentas verstehen weder Drop-In, noch lässt sich kommunizieren und auch als Multi-Room-System ist keine Synchronisation möglich. Mehr noch, befinden sie sich gemeinsam mit Echos in einem Cluster, werden sogar die Echos gestört und eine synchronisierte Musikwiedergabe klappt nicht mal unter den Amazon-Geräten zuverlässig. Zwar funktionieren Ansprache-Sounds und Folgeantworten, nicht aber die Änderung des Aktivierungsworts. So passiert es auch hier, dass bei Zuruf von Alexa an einen Echo auch der Magenta Speaker einfach mit plappert, so dass die Echos bei uns nur noch auf Echo hören dürfen. Das Fernsteuern klappt weitgehend, Spotify lässt sich im Bad oder Esszimmer abspielen und auch kann die Wiedergabe beendet werden, beim Wecker hat man die Wahl, ob Magenta oder Alexa.

Abschließend sei noch hinzugefügt, dass die zwei Assistenten verwirren, vor Allem, wenn der Nachfolger im Bad nicht weiß, ob das Radio nun mit Alexa oderMagenta gestartet wurde, das kann beim Anhalten zu Problemen führen. Gleiches gilt für die Weckzeiten und auch das störte viele Anwender bei uns im Haushalt. Die Gründe, warum noch zwei bleiben durften, ist zunächst die DECT-Funktion und Namenansage, unbekannte Anrufer werden nur aufs Ortsnetz reduziert. Zudem klingt der große Magenta Speaker besser als der große Echo der zweiten Generation. Wenn ich die Teile aber zur UVP hätte kaufen müssen, dann würde ich mich schwärzer ärgern, als die dunkle Farbe des Magenta Speaker Mini. Ich habe beide in weiß und von der Telekom gab es Weihnachten 2020 für die Kleinen netterweise Aufkleber, die das Design etwas aufhübschen und schwierig anzubringen sind. So sieht unser Mini jetzt aus, wie ein Swimming Pool, was sich im Bad gut macht.