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Hut ab. Meine Hochachtung!


13.06.2020 10:53 - Gestartet von machtdochnichts
Ich kann den Bürgern der Gemeinde Nehmsdorf-Göhrendorf zu ihrer Entscheidung gratulieren.

Letztendlich ist es doch egal, ob Nehmsdorf-Göhrendorf Mobilfunk hat oder nicht.
Schließlich gibt es Festnetz für die Einwohner. Das sollte reichen.

Und Auswärtige? Wer will schon nach Nehmsdorf-Göhrendorf fahren? Was soll man da? Und wenn doch, muß man eben damit leben, keinen Empfang zu haben.


Eines fehlt mir aber dennoch!

Ich hätte gerne gelesen, dass die gesamte Gemeinde ihre Mobilfunkverträge kündigt!
Oder sind das alles nur Egoisten und unsoziale Menschen, die ihr eigenes Zuhause schützen wollen, unterwegs beim Einkaufen oder im Urlaub allerdings selbstverständlich mit bestem Mobilfunk versorgt werden wollen.
Die anderen können sich ja verstrahlen lassen. Was geht mich fremdes Elend an?


Meine Forderung an alle(!) Mobilfunkbetreiber:
Kündigt den Einwohnern von Nehmsdorf-Göhrendorf die Mobilfunkverträge.

Wenn sie keinen Mobilfunk wollen, ist das in Ordnung, dann auch bitte überall.
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[1] christian-w antwortet auf machtdochnichts
13.06.2020 11:03
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Ich kann den Bürgern der Gemeinde Nehmsdorf-Göhrendorf zu ihrer Entscheidung gratulieren.

Wenn sie keinen Mobilfunk wollen, ist das in Ordnung, dann auch bitte überall.

Warum nicht einmal bei den Fakten bleiben?
Die Bürger wollen Mobilfunk. Deutlicher als in dem (nicht neutralen) Video der Telekom kann man es doch kaum darstellen.

Seitens der Gemeinde gibt es (noch) KEINE Aussage. Als weder ob man Angst vor Strahlung hat, ob die Miete zu gering oder Mitbewerber mit rechtlichen Schritten drohen. KEINE. Alles . nur . Spekulation. Und solange das so ist, kann man sich mit hämischen unsachlichen und verallgemeinernden Kommentaren doch bitte zurückhalten.
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[1.1] machtdochnichts antwortet auf christian-w
13.06.2020 11:21
Benutzer christian-w schrieb:
Warum nicht einmal bei den Fakten bleiben?
Okay.

Die Bürger wollen Mobilfunk.
Woher kommt dieser "Fakt"?

Deutlicher als in dem (nicht neutralen) Video der Telekom kann man es doch kaum darstellen.

Aha.
Ein *nicht neutrales* Video der Telekom belegt den Fakt. ;-)
Okay.

Für mich ist eher der Fakt, dass der Aufbau wieder abgesagt wurde.
Ob nun aus Strahlenangst oder Geldgier ist für mich egal.
Auch, dass andere Anbieter den Ort leidlich versorgen, ist nicht relevant, da innerhalb Deutschlands nicht geroamt werden kann.


Seitens der Gemeinde gibt es (noch) KEINE Aussage.

Die Absage ist eine Aussage.
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[1.2] spezi10 antwortet auf christian-w
13.06.2020 12:09
Benutzer christian-w schrieb:

Seitens der Gemeinde gibt es (noch) KEINE Aussage. Als weder ob man Angst vor Strahlung hat, ob die Miete zu gering oder Mitbewerber mit rechtlichen Schritten drohen. KEINE. Alles .
nur . Spekulation.

Warum sollten Mitbewerber mit rechtlichen Schritten drohen?

Zu den anderen beiden Möglichkeiten: was relativ unstrittig zu sein scheint ist, dass der Gemeinderat (oder ein wichtiger Teil davon) jetzt einen anderen Standort will. Wenn's nur um die Miete ginge, dann könnte man ja über die Miete verhandeln. Wenn aber der Standort nicht mehr passt, dann geht es vermutlich nicht (nur) um die Miete.
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[1.2.1] GnuH antwortet auf spezi10
13.06.2020 12:40
Benutzer spezi10 schrieb:
Benutzer christian-w schrieb:

Seitens der Gemeinde gibt es (noch) KEINE Aussage. Als weder ob man Angst vor Strahlung hat, ob die Miete zu gering oder Mitbewerber mit rechtlichen Schritten drohen. KEINE. Alles . nur . Spekulation.

Warum sollten Mitbewerber mit rechtlichen Schritten drohen?

Zu den anderen beiden Möglichkeiten: was relativ unstrittig zu sein scheint ist, dass der Gemeinderat (oder ein wichtiger Teil davon) jetzt einen anderen Standort will. Wenn's nur um die Miete ginge, dann könnte man ja über die Miete verhandeln. Wenn aber der Standort nicht mehr passt, dann geht es vermutlich nicht (nur) um die Miete.


Die Frage ist doch warum man sich dann bei der Aktion bewirbt und dann in den Verhandlungen um den Standort schon so weit fortgeschritten ist, dass die Telekom kurz vor Fertigstellung ist. Dann quasi den Last Minute Rückzug zu machen scheint mir keine Standortfrage zu sein. Geld oder Strahlung scheinen mir hier naherliegend zu sein.
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[1.2.1.1] spezi10 antwortet auf GnuH
13.06.2020 17:20
Benutzer GnuH schrieb:

Die Frage ist doch warum man sich dann bei der Aktion bewirbt und dann in den Verhandlungen um den Standort schon so weit fortgeschritten ist, dass die Telekom kurz vor Fertigstellung ist. Dann quasi den Last Minute Rückzug zu machen scheint mir keine Standortfrage zu sein. Geld oder Strahlung scheinen mir hier naherliegend zu sein.

Mein Punkt war: wenn's nur um die Miete ginge, dann würde man (nach)verhandeln wollen. Die Tatsache dass man offensichtlich auch einen anderen Standort will zeigt, dass es auch um die Angst vor Strahlung geht, und man den Standort doch nicht mitten im Ort haben will.

Und ja: man hätte sich das ganze natürlich vorher überlegen sollen. Dass die Gemeinde einen Standort vorschlagen soll und der Gemeinderat per Mehrheitsbeschluss diesen Standort unterstützen muss war ja gerade dazu gedacht, so eine Situation zu verhindern.
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[2] EnnoH antwortet auf machtdochnichts
13.06.2020 11:10
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Schließlich gibt es Festnetz für die Einwohner. Das sollte reichen.
...
Ich hätte gerne gelesen, dass die gesamte Gemeinde ihre Mobilfunkverträge kündigt!
Oder sind das alles nur Egoisten und unsoziale Menschen, die ihr eigenes Zuhause schützen wollen, unterwegs beim Einkaufen oder im Urlaub allerdings selbstverständlich mit bestem Mobilfunk versorgt werden wollen.
Die anderen können sich ja verstrahlen lassen. Was geht mich fremdes Elend an?

Meine Forderung an alle(!) Mobilfunkbetreiber: Kündigt den Einwohnern von Nehmsdorf-Göhrendorf die Mobilfunkverträge.

Wenn sie keinen Mobilfunk wollen, ist das in Ordnung, dann auch bitte überall.

Nun ja, dann sollte aber auch allen das Festnetz gekündigt werden. Immerhin hängen da wahrscheinlich einige WLAN-Router und/oder DECT-Basisstationen dran, die auch alle Funkwellen verbreiten. Also wenn schon dann sollten die Leute dort auch ganz konsequent sein.
Ergänzend vielleicht noch eine Drahtkuppel als faradayscher Käfig um/über den Ort stülpen und bei der Einfahrt alle Smartphones, Tabelts und Laptops abgeben.

Mir geht diese Mobilfunkstrahlen-Angst total auf denb Keks. Jammern wenn es Lücken in Funkversorgung und schnellem Internet gibt, aber ja bitte keinen Funkmast vor meiner Tür.
Genau wie beim Strom ... wir sind ja alle sooooo Öko und nehmen Windstrom - aber doch bitte nicht mit einem Windrad in Sichtweite.
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[2.1] Max Baumann antwortet auf EnnoH
13.06.2020 12:49

3x geändert, zuletzt am 13.06.2020 12:53
Jetzt alle Einwohner in dem Dorf über einen Kamm zu scherer ist etwas unfair.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es genügend Leute die sich über diese Entscheidung ärgern.
Erinnert mich ein wenig an unseren alten Gemeinderat vor 5-6 Jahren, der nur aus alten Bauern und einem alten Bürgermeister ( ewiger Junggeselle ) bestand und für die Breitband absolut unnütz und Neuland war.
Zum Glück gab es dagegen ein Bürgerbegehren und letztlich es ein Wiedersehen vor Gericht, erst dann kam langsam Fahrt in den Ausbau.
Aber ich erinnere mich noch gut an das Gemecker der älteren Generation im Dorf, als für ein paar Monate die Telekombaustellen zu sehen waren, als wenn es nur nach den Rentnern ginge.
"Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"
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[2.1.1] machtdochnichts antwortet auf Max Baumann
13.06.2020 12:55

einmal geändert am 13.06.2020 13:00
Benutzer Max Baumann schrieb:
Jetzt alle Einwohner in dem Dorf über einen Kamm zu scherer ist etwas unfair.

Okay.
Aber diese Einwohnerhaben ihre "Gemeinderegierung" gewählt.
Die Gemeindevertreter wurden nicht "verordnet".

Die Telekom und auch die anderen Anbieter können somit, den Ort als erledigt abhaken. Der Ort ist ausreichend versorgt.
Derzeit gibt es wichtigere Orte als Nehmsdorf-Göhrendorf. Auf diese sollte man sich konzentrieren!

Es wird wieder neue Wahlen geben.
Dann gibt es auch wieder eine neue Chance. Es soll ja auch Leute geben, die zweimal im Lotto gewinnen.

Vielleicht werden sich dann auch die Netzbetreiber um diese Metropole reißen und das Dorf kann eine Millionenmiete herausschlagen. Wer weiß....
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[2.1.2] Hofrat antwortet auf Max Baumann
13.06.2020 14:22

einmal geändert am 13.06.2020 14:28
Benutzer Max Baumann schrieb:
Jetzt alle Einwohner in dem Dorf über einen Kamm zu scherer ist etwas unfair.
Das sehe ich auch so.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es genügend Leute die sich über diese Entscheidung ärgern.
Davon bin ich überzeugt, siehe den Schreinermeister, aber sicher nicht nur dieser.

Erinnert mich ein wenig an unseren alten Gemeinderat vor 5-6 Jahren, der nur aus alten Bauern und einem alten Bürgermeister ( ewiger Junggeselle ) bestand und für die Breitband absolut unnütz und Neuland war.
Ja solche Mitbürger gibt es - leider - noch überall. Meckern über den teuren Telekom Analog Anschluss, lassen sich womöglich nur anrufen, weil Telefonate mit dem Telekom Analog Anschluss, obwohl dieser teuer ist - extra kosten. Aber genau diesen Klientel will nicht verändert habe, solche Leute kenne ich auch persönlich. Bei denen ist Hopfen und Malz verloren, die ändern nichts mehr und man kann diese Leute nicht mehr ändern, versuch ist Zeitverschwendung, weil es nichts bringt. So meine Erfahrung.

Zum Glück gab es dagegen ein Bürgerbegehren und letztlich es ein Wiedersehen vor Gericht, erst dann kam langsam Fahrt in den Ausbau.
Sowas ist sehr gut, wenn es ein Bürgerbegehren dagegen gibt.

Aber ich erinnere mich noch gut an das Gemecker der älteren Generation im Dorf, als für ein paar Monate die Telekombaustellen zu sehen waren, als wenn es nur nach den Rentnern ginge.
Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber in einem muss ich Dir wider sprechen, nicht alle Rentner denken so, das stimmt pauschal nicht. Es gibt einmal auch Erwerbsminderungsrentner die schon vor der Altersrente Erwerbsminderungsrente erhalten, dann gibt es auch Rentner die mit der Zeit geben. Ich bin 61 seit über 10 Jahren Erwerbsminderungsrentner, wie meine Frau auch, aber wir haben da eine ganz andere Denke. Im Gegenteil ich wundere mich oft, wie eingefahren viele gleichaltrige und vor allem auch viele Jüngere die wir kennen sind. Viele Jüngere sind auch nicht bereit weiter zu denken. Ich komme mir oft jünger im Kopf vor wie viele jüngere und wie viele gleichaltrige. Es gibt auch bei uns bekannten gleichaltrigen, aber auch bei Älteren, Altersrentner, die jung im Kopf geblieben sind und mit der Zeit gehen. Man darf nicht alle Rentner in einen Topf werfen, unabhängig davon ob 50 Jahre oder 100 Jahre alt. In der breiten Masse hast Du allerdings - leider, leider - recht.

"Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"
Diese Erfahrung musste ich auch schon oft machen.