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erklärt dem Richtern doch bitte mal das Internet


28.05.2020 19:25 - Gestartet von Mayian
Man müsste den Richtern mal das Internet erklären.

Im Grunde müsste man nun ALLE externen Dienstleistungen abschalten.

Das fängt theoretisch mit dem beliebten jQuery an. Dieses wird ja gerne aus einem CDN geladen. Doch ein Jurist sieht nur Dateien die aus fremden Quellen geladen werden.

Dann haben Webseiten auch Chat-Funktionen. Sie sollen den Kontakt vom Kunden zum Betreiber stärken. Doch wenn man beim Besuch gleich erstmal auf Nein klickt, war es das mit dem Umsatz, da sich der Kunde nicht gut beraten fühlt.

Und es gibt auch das berühmte ReCaptcha, welches wirklich den Spam über Kontaktformulare effizient bekämpft. Doch auch das dürfte eigentlich meiner Meinung nicht mehr benutzt werden. Schliesslich setzt sicher auch Google hier ein Cookie.
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[1] maniacintosh antwortet auf Mayian
28.05.2020 19:45
Benutzer Mayian schrieb:
Man müsste den Richtern mal das Internet erklären.

Im Grunde müsste man nun ALLE externen Dienstleistungen abschalten.

Warum? Grundsätzlich muss man das in der Datenschutzerklärung halt aufführen und die externe Seite sollte halt kein Cookie setzen.

Das fängt theoretisch mit dem beliebten jQuery an. Dieses wird ja gerne aus einem CDN geladen. Doch ein Jurist sieht nur Dateien die aus fremden Quellen geladen werden.

Das muss aber nicht aus einem CDN geladen werden. Es ist OpenSource, da kann man das auch vom eigenen Server laden lassen.

Dann haben Webseiten auch Chat-Funktionen. Sie sollen den Kontakt vom Kunden zum Betreiber stärken. Doch wenn man beim Besuch gleich erstmal auf Nein klickt, war es das mit dem Umsatz, da sich der Kunde nicht gut beraten fühlt.

Naja ich finde diese Chats ja eher nervig. Die Lösung ist ganz einfach: Klickt der Kunde auf den Chat, kommt die Meldung, dass hierzu ein Cookie nötig wäre und bei Ablehnung der Chat nicht zur Verfügung steht.

Und es gibt auch das berühmte ReCaptcha, welches wirklich den Spam über Kontaktformulare effizient bekämpft. Doch auch das dürfte eigentlich meiner Meinung nicht mehr benutzt werden. Schliesslich setzt sicher auch Google hier ein Cookie.

Ja Google setzt sicher ein Cookie, aber ist das wirklich nötig? Meiner Meinung nach nicht.

Das ist ja das eigentliche Problem: 99% der gesetzten Cookies sind nur zum auspionieren und tracken der User nötig. Eine normale Website, auf der ich mich nicht einlogge, sondern z.B. nur die Schlagzeilen lesen möchte, hat eigentlich keinen Grund Cookies zu setzen. Die Inhalte können mir vollständig ohne ein Cookie gezeigt werden. Sicher kann man mit Tracking gezielter Inhalte präsentieren, die mich interessieren könnten. Aber vielleicht will ich ja auch über den Tellerrand meiner Bubble hinaus gucken können. Und wenn ich mir anschaue, dass man bei manchen Webseiten gleich von bis zu 400 verschiedenen Anbietern getrackt werde, die ich im Zweifel einzeln ablehnen muss, weil es nirgendwo "alle ablehnen" gibt, finde ich es sehr gut, wenn man bewusst zustimmen muss und eben als Standard nichts ausgewählt sein muss.
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[2] spaghettimonster antwortet auf Mayian
29.05.2020 02:35
Benutzer Mayian schrieb:
Im Grunde müsste man nun ALLE externen Dienstleistungen abschalten.

Es ist eine Unsitte und unprofessionell, jeden erstbesten Drittcontent einzubinden, der nicht bei 3 auf dem Baum ist, und dabei die Daten seiner Besucher ungefragt an dubiose Firmen in die Welt zu blasen, nur weil man selbst weder technisch noch rechtlich was kann und auch noch zu geizig ist sich Know-how einzukaufen.

Das fängt theoretisch mit dem beliebten jQuery an. Dieses wird ja gerne aus einem CDN geladen. Doch ein Jurist sieht nur Dateien die aus fremden Quellen geladen werden.

Hoste deine Skripte lokal oder in der EU. Dann geht das.

Dann haben Webseiten auch Chat-Funktionen. Sie sollen den Kontakt vom Kunden zum Betreiber stärken. Doch wenn man beim Besuch gleich erstmal auf Nein klickt, war es das mit dem Umsatz, da sich der Kunde nicht gut beraten fühlt.

Hoste deinen Chat lokal oder in der EU. Wenn er keine Cookies setzt, brauchst du auch keine Einwilligung.

Und es gibt auch das berühmte ReCaptcha, welches wirklich den Spam über Kontaktformulare effizient bekämpft. Doch auch das dürfte eigentlich meiner Meinung nicht mehr benutzt werden.

Das durfte noch nie benutzt werden, weil Google die Daten zu eigenen Tracking-Zwecken verwendet, aber trotz einschlägiger EuGH-Rechtsprechung keine Anstalten macht, mal seine Verträge ausreichend an die DS-GVO anzupassen.

Denk mal scharf nach, warum Google Captcha, Analytics, Tag Manager usw. kostenlos anbietet. Weil Google so gemeinnützig ist, bestimmt nicht.

Schliesslich setzt sicher auch Google hier ein Cookie.

Hoste dein Captcha lokal oder in der EU. Es gibt Angebote.