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"Empfindliche" Strafen ...??


21.05.2020 13:16 - Gestartet von yes_mc
@ Henning: wenn die bisherigen Strafen wirklich empfindlich wären (gewesen wären), hätte Vodafone die "Praxis" schon längst beendet und auch das eigenen Auftragsbuchungssystem angepaßt (das ist nicht einfach und kostet richtig Geld, aber wenn man nur wollen würde ...). Aber Vodafone WILL nicht! Zu viele (viel zu viele) betrogene "Kunden" kriegen es gar nicht mit, trauen sich nicht zu widersprechen etc.
250T sind keine Strafe, sondern eine Ermutigung, so weiterzumachen. Leider ist das deutsche Recht (besser: die Handhabung) völlig ungeeignet und die wirtschaftlich Stärkeren (also die Anbieter) nutzen das gnadenlos aus, weil ihnen in den heutigen übersättigten Märkten einfach nichts mehr einfällt (exzellenter
Kundenservice und ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis (merke: KEINE Dumpingpreise a la 1&1 & Co.!!) sind ja hierzulande Teufelszeug).
So lange Strafen Portokasse bleiben (250T sind noch nicht mal das!) und nicht in die zig Millionen gehen, sind sie keine Strafen und werden nichts verändern.
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[1] A-Non antwortet auf yes_mc
26.05.2020 12:53
Benutzer yes_mc schrieb:
250T sind keine Strafe, sondern eine Ermutigung, so weiterzumachen. Leider ist das deutsche Recht (besser: die Handhabung) völlig ungeeignet und die wirtschaftlich Stärkeren (also die Anbieter) nutzen das gnadenlos aus, weil ihnen in den heutigen übersättigten Märkten einfach nichts mehr einfällt

Das wirkliche Problem ist ja nicht nur Vodafone, sondern das gnadenlose Outsourcing in der Branche. Es wird halt jeder nicht absolut essentielle Schritt an Dienstleister und Drittanbieter abzugeben, die dann "Im Auftrag" arbeiten. Die beschäftigen natürlich Mindestlohnarbeiter und die einzige Weise, den Lohn auf ein akzeptables Niveau zu heben, sind Neuabschlüsse.

Keins dieser Unternehmen sagt ihren Dienstleistern explizit, dass sie den Kunden betrogen sehen wollen. Was sie sagen ist: Auch eine Serviceabteilung muss eine monatliche Schlagzahl von X Neuabschlüssen bringen, um für den Dienstleister finanziell tragbar zu sein. Und das in einer Abteilung, wo die Leute eigentlich anrufen um ein Problem gelöst oder eine Rechnung erklärt zu bekommen.

Da kommt dann am Ende natürlich ein Ökosystem raus, welches Betrug fördert.