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War noch nie anders


14.04.2020 17:06 - Gestartet von blumenwiese
Wo ist hier die Neuigkeit? Die Telekom hat seit Anbeginn ein unfassbar schlechtes Pering. Schon Ende der 90er Jahre mit Modem wusste nicht nur ich das.

Ich würde deshalb nie freiwillig mich in das Telekomnetz begeben.

Für einen selbsterklärten Marktführer ein wahres Armutszeugnis.
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[1] Oss antwortet auf blumenwiese
14.04.2020 18:20
Benutzer blumenwiese schrieb:
Wo ist hier die Neuigkeit? Die Telekom hat seit Anbeginn ein unfassbar schlechtes Pering. Schon Ende der 90er Jahre mit Modem wusste nicht nur ich das.

Ich würde deshalb nie freiwillig mich in das Telekomnetz begeben.

Für einen selbsterklärten Marktführer ein wahres Armutszeugnis.

Na ja, gewisse Arroganz, wenn´s um Peering geht - ja.
Die Konnektivität von AS3320 finde ich aber persönlich als gut zusammen gebacken.
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[1.1] mannesmann antwortet auf Oss
15.04.2020 00:03
Benutzer Oss schrieb:
Benutzer blumenwiese schrieb:
Wo ist hier die Neuigkeit? Die Telekom hat seit Anbeginn ein unfassbar schlechtes Pering. Schon Ende der 90er Jahre mit Modem wusste nicht nur ich das.

Die Telekom (AS 3320) ist weltweit Nummer 20 und einer der ganz wenigen Tier 1 Anbieter auf der Welt, also nur Peers und niemals nur Kunde inkl. Plätze 1-3 (dort mit über 37.000 Verbindungen).

Das AS von Google ist u.a. ein Peeringpartner von der Telekom. Die AS von Amazon, Apple und Facebook nutzen u.a. die Telekom als Provider, ebenso BASF, Linde, Fresenius, Infineon, Daimler, die Deutsche Post, die Volksbanken, die Sparkassen und die Deutsche Bank, weiterhin ausschließlicher Provider vom AS von dem Bundesamt für Steuern.

Wer kann Peering denn (in Deutschland) besser?

1&1 (AS 8881) ist auf Platz 184, kauft sich bei den Plätzen 1-3 (dort nicht einmal 10.000 Verbindungen) als Kunde ein und ist somit nur Tier 2.

Vodafone Deutschland (AS 3209) ist auf Platz 276 und kauft sich u.a. bei der Mutter (Vodafone International) auf Platz 11 ein und ist nur Tier 2.

Telefonica o2 Deutschland (AS 6805) steht auf Platz 1715 und kauft sich u.a. bei der Mutter (Telefonica International) auf Platz 16 ein und ist nur Tier 2.

Na ja, gewisse Arroganz, wenn´s um Peering geht - ja.

Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.

Die Konnektivität von AS3320 finde ich aber persönlich als gut zusammen gebacken.

Genau, kenne in Deutschland für private Endkunden keine bessere. Na gut, eine direkte Verbindung über die Plätze 1-3 ist besser, allerdings reden wir da nicht über 50 Euro/Monat.
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[1.1.1] Oss antwortet auf mannesmann
15.04.2020 01:24
Benutzer mannesmann schrieb:
Benutzer Oss schrieb:
Benutzer blumenwiese schrieb:
Wo ist hier die Neuigkeit? Die Telekom hat seit Anbeginn ein unfassbar schlechtes Pering. Schon Ende der 90er Jahre mit Modem wusste nicht nur ich das.

Die Telekom (AS 3320) ist weltweit Nummer 20 und einer der ganz wenigen Tier 1 Anbieter auf der Welt, also nur Peers und niemals nur Kunde inkl. Plätze 1-3 (dort mit über 37.000 Verbindungen).

Das AS von Google ist u.a. ein Peeringpartner von der Telekom. Die AS von Amazon, Apple und Facebook nutzen u.a. die Telekom als Provider, ebenso BASF, Linde, Fresenius, Infineon, Daimler, die Deutsche Post, die Volksbanken, die Sparkassen und die Deutsche Bank, weiterhin ausschließlicher Provider vom AS von dem Bundesamt für Steuern.



Na ja, gewisse Arroganz, wenn´s um Peering geht - ja.

Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.

Die Konnektivität von AS3320 finde ich aber persönlich als gut zusammen gebacken.

Genau, kenne in Deutschland für private Endkunden keine bessere. Na gut, eine direkte Verbindung über die Plätze 1-3 ist besser, allerdings reden wir da nicht über 50 Euro/Monat.

Danke, dass Du den Unterschied zwischen Peering und Transit hier erklärst, da leider zu oft verwechselt wird.

Für mich (wieder persönlich) zählte immer als Erfolg nur etwas, was man außerhalb vom Heimatmarkt bzw. Heimatland erreicht wurde. Deswegen Daimler, BASF und Co. - klares ja, volle Anerkennung. BZSt., DZ, SPk. - nein.

Was das Thema Niveau betrifft.
Eine Entscheidung muss bald getroffen werden:

- ein Mustergymnasiast, NC liegt bei 1,2 evtl. sogar 1,1

- ein s. g. Fremder, aber mit Top-Bewertungen von Imbellus

Wem würdest Du ein Platz mit Zukunftsperspektiven anbieten?
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[1.1.2] blumenwiese antwortet auf mannesmann
15.04.2020 05:20
Um deine Frage zu beantworten: Nahezu jeder Anbieter hat ein besseres Peering als die Telekom. Und nein, ich meine nicht die theoretischen Anbindungen auf dem Papier.

In der Praxis, was den Datendurchsatz (nicht so sehr das Routing selbst) betrifft, ist die Telekom grottenschlecht.

Ich bin seit 1996 im Internet. Ich war einer der ersten mit einem DSL-Anschluss und kenne etliche Backbones aus dem alltäglichen Gebrauch sehr gut. Die Telekom war bereits im letzten Jahrhundert bekannt für ihr schlechtes Peering. Selbst mit einem Modem war das schnell zu erkennen.

Und daran hat sich nicht viel geändert. Der Teltarif Artikel gibt einen kleinen Einblick. Und eben aus persönlicher Erfahrung kann ich es nur bestätigen. Wer schnelle Anbindungen an andere Netze insbesondere auf der anderen Seite des Atlantiks will, wird niemals Telekom wählen, wenn er die Auswahl hat.

Ich habe das täglich vor Augen, da wir beruflich auf den Telekombackbone setzen und privat ich das Versatel Netz verwende. Und spätestens was T-Systems im DOI Netz macht, lässt einem Admin die Haare zu Berge stehen. Aber das ist ein anderes Thema.
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[1.1.3] wayne_757 antwortet auf mannesmann
15.04.2020 08:28

einmal geändert am 15.04.2020 08:29
Zur Stoßzeit bekomme ich über Telia wenn ich Pech habe 1MBit von 250 möglichen.
Das empfinde ich ehrlich gesagt als Witz.
Und ob mein Anbieter jetzt peered oder Transit einkauft ist ja wohl egal. Wichtig ist, was bei mir ankommt und schlechter als die Telekom können die anderen kaum sein.
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[1.2] m.pfiffer antwortet auf Oss
15.04.2020 15:45
Benutzer Oss schrieb:
Benutzer blumenwiese schrieb:
Wo ist hier die Neuigkeit? Die Telekom hat seit Anbeginn ein unfassbar schlechtes Pering. Schon Ende der 90er Jahre mit Modem wusste nicht nur ich das.

Ich würde deshalb nie freiwillig mich in das Telekomnetz begeben.

Für einen selbsterklärten Marktführer ein wahres Armutszeugnis.

Na ja, gewisse Arroganz, wenn´s um Peering geht - ja. Die Konnektivität von AS3320 finde ich aber persönlich als gut zusammen gebacken.

Ich kann mich hier dem Eindruck und der Meinung von Oss nur anschließen.
Die Konnektivität von und nach AS3320 war bei mir bisher ebenfalls gut
und ohne nennenswerte Probleme.

Ich bin beruflich meist im Home Office und habe das Glück in einer der
ersten Pilot-Städte der Telekom zu wohnen und bin hier mit einem 500 MBit/s
FTTH Anschluss ausgestattet zu sein. Ansonsten habe ich seit den frühen
2000ern die unterschiedlichsten Anschluss-Technologien der Telekom durchlebt.

So muss man fest halten, dass blumenwiese einfach nur bissel jammern und
Test los werden wollte :-) Aber er darf das natürlich gern auch mal mit ein
paar Graphen belegen. Ich würde ihm dann natürlich auch gern ein paar von
mir zur Verfügung stellen :-)
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[1.2.1] blumenwiese antwortet auf m.pfiffer
15.04.2020 18:53
Wenn du mit dem Telekomnetz zufrieden bist, freut mich das für dich. Nimm aber zur Kenntnis, das ich seit fast 25 Jahren Erfahrungen mit einer Vielzahl von Backbones habe. Das Peering des Telekombackbones ist von allen, die ich nutzen durfte das schlechteste - mit Abstand.

Das ist weder überraschend noch eine neue Erkenntnis. Und auch technisch ist dies durchaus plausibel. Es ist in nicht wenigen Fällen nicht einmal Schuld der Telekom. Das ändert aber nichts an den Tatsachen.

Und was das DOI-Netz betrifft, so ist dies für Endkunden nicht zugänglich. Hierbei bezog ich mich nicht auf das Peering (was im DOI vollkommen irrelevant ist), sondern auf die netztechnische Konfiguration. Meine Netzwerkkollegen bekommen bei dem Begriff einen Tobsuchtsanfall und selbst uns Administratoren kostet es bis heute unendlich viel Nerven. Auch wenn dafür "nur" eine Tochter der Telekom zuständig ist, sagt dies mehr als genug über die "Mutter".

Ansonsten kenne ich keinen Frust bezüglich des Telekombackbones, da ich es schlicht nicht nutze und auch nicht nutzen werde.
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[1.2.1.1] m.pfiffer antwortet auf blumenwiese
15.04.2020 21:25
Benutzer blumenwiese schrieb:
Wenn du mit dem Telekomnetz zufrieden bist, freut mich das für dich. Nimm aber zur Kenntnis, das ich seit fast 25 Jahren Erfahrungen mit einer Vielzahl von Backbones habe. Das Peering des Telekombackbones ist von allen, die ich nutzen durfte das schlechteste - mit Abstand.

Das ist weder überraschend noch eine neue Erkenntnis. Und auch technisch ist dies durchaus plausibel. Es ist in nicht wenigen Fällen nicht einmal Schuld der Telekom. Das ändert aber nichts an den Tatsachen.

Und was das DOI-Netz betrifft, so ist dies für Endkunden nicht zugänglich. Hierbei bezog ich mich nicht auf das Peering (was im DOI vollkommen irrelevant ist), sondern auf die netztechnische Konfiguration. Meine Netzwerkkollegen bekommen bei dem Begriff einen Tobsuchtsanfall und selbst uns Administratoren kostet es bis heute unendlich viel Nerven. Auch wenn dafür "nur" eine Tochter der Telekom zuständig ist, sagt dies mehr als genug über die "Mutter".

Ansonsten kenne ich keinen Frust bezüglich des Telekombackbones, da ich es schlicht nicht nutze und auch nicht nutzen werde.

Hallo liebe blumenwiese,

vorweg, vielen lieben Dank für deine Unterhaltung hier.

Aber dann darf ich gern mal an deine fast 25 jährige Erfahrung mit
"Backbones" anknüpfen und wir sollen dann mal das Thema etwas
sortieren:

1) Das DOI-Netz

Wir sollten beide festhalten, dass es das gute alte DOI-Netz in seiner
ursprünglichen Form ja nicht mehr gibt, sondern im neuen Netzkonzept
des NdB-Verbindungsnetz aufgegangen ist. Hier sollten wir beide erklären,
dass es sich hierbei um ein auf MPLS der DTAG basierendes Netz für Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden handelt.

Somit reden wir hier von zwei unabhängigen Netzen und getrennten Infrastrukturen,
die keine gemeinsamen "Backbone" im Sinne einer Lasterteilung haben.
Die Trennung hier erfolgt spätestens ab dem Layer 2.

Wir sollten hier für die werte Leserschaft auf festhalten, dass das Netz-Design
und das Routing-Konzept im NdB nicht von der DTAG oder besser gesagt der von
dir erwähnten Tochter T-Systems stammt.

Fazit: Das hat mit dem Telekomnetz das du im ursprünglichen Beitrag bemängelt hast
nicht all zu viel zu tun. Muss ich leider als Troll-Aussage werten. Oder wenn es
dir lieber ist: Gefährliches Halbwissen :-)

2) DTAG Internet Access

Hier sind wir an dem Bereich in dem wir beide über Peering schreiben dürfen.
Grundsätzlich hast du recht, dass die Haltung zur DTAG zu öffentlichem und gerechten Peering und die Konzentration auf direktes Peering (mit den entsprechenden Geldforderungen) mit ganz unseren Vorstellungen entspricht.

Hier möchte ich einmal weg von deiner pauschalen Aussage: "Das Peering des Telekombackbones ist von allen, die ich nutzen durfte das Schlechteste - mit Abstand."

Was ist denn hier nun schlecht? Die Anzahl der Peeringpartner? Eher unrealistisch.
Die Kapazität einzelner Peerings? Wird es wie bei jedem anderen Provider auch geben und wie jeder andere Provider werden sie früher oder später erweitertn oder ändern. Die entscheidente Frage ist, ob es dich als Endkunde ausbremst. Ansonsten die Kapazität oder die Auslastung eines Peering für dich eher zweitrangig.

Frei nach dem Motto es wird nur mit einer Bandbreite von 10 G gepeert, aber Provider xy peert mit 40 G und das ist so sehr viel besser ist richtig, spielt aber für die Funktion
aus der Sicht des Endkunden keine Rolle.

Fazit: Du willst einfach bissel trollen :-) und schreibst gern.

Zum Abschluss darfst du auch gern noch die Hosen runter lassen und verraten für welchen Provider zu denn arbeitest und bei dem du einen Endkundenanschluss hast, der es schafft ein Peering so auszulasten, dass es ihm zu Hause auffällt. Ich vermute mal einen 1 G Kabel - Anschluss in einem Wohnblock im Zentrum einer Großstadt :-)
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[1.2.1.1.1] blumenwiese antwortet auf m.pfiffer
16.04.2020 08:37
Ums Peering ging es mir beim DOI-Netz nicht. Die Probleme des DOI-Netzes wären einen eigenen Thread wert, führen hier aber sicher zu weit. Ich hatte diesbezüglich schon oft genug mit Vertretern der Telekom-Töchter zu tun, dass ich mir meine eigene Meinung dazu gebildet habe, die, sagen wir mal, wenig vorteilhaft für diese Unternehmen ist. 


Die Kapazität einzelner Peerings? Wird es wie bei jedem anderen Provider auch geben und wie jeder andere Provider werden sie früher oder später erweitertn oder ändern.


Nein, Probleme in dem Umfang wie bei der Telekom habe ich noch bei keinem anderen Backbonebetreiber erlebt. Ich kenne natürlich nicht alle, aber eine ganze Reihe. Natürlich schaufelt die Telekom über das Peering sehr viel mehr Daten als kleinere Betreiber. Gleichwertiges Peering, inbesondere außerhalb Deutschlands ist da eben oft nicht möglich. Entsprechend erwartet die andere Seite Geld. Und dann haben wir ein Problem. 


Und ja, natürlich merke ich das als Endkunde, sonst würde es mir ja nie auffallen. Die Probleme reichen dann von einem verminderten Datendurchsatz bis hin zu Packetloss oder stark schwankender Latenz. Die Peeringpartner bremsen dann die Daten ins Telekomnetz dann halt aus - klar, wenn man nicht genug bezahlt. 


Ich habe im Kollegenkreis eine hohe Zahl an ehemaligen Telekommitarbeitern, meistens ehemalige Anlagentechniker und Leute, die direkt an und mit den Netzen gearbeitet haben. Auch unter ihnen ist die Peeringproblematik bekannt. Als Grund wird ausnahmslos immer das Geld angegeben. Sprich die Telekom zahlt nicht (genug). Aber jeder, den ich bisher darüber befragte, wusste sofort, was ich meinte. OK, mittlerweile sind die meistens schon etliche Jahre von der Telekom weg und kaum einer hat noch privat einen Telekomanschluss, fast alle bei anderen Anbietern (trotz Mitarbeiterrabatten, die irgendwie nie gestrichen werden).