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Glaskugel und Fake News ala Teltarif !


27.02.2020 12:51 - Gestartet von modem2400
Am Aschermittwoch erreichte uns eine Stellungnahme aus Bonn.........
H.G. warum nicht erst nachfragen dann veröffentlichen ???????????
Oder musste Werbung geschalten werden , dann kann Teltarif nicht unabhängig
berichten !
Eure Glaskugel und Fake News eignen sich allen falls zur Belustigung !
Oder ist das hochwertiger Journalismus wie sich Teltarif selbst erklärt ??
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[1] hrgajek antwortet auf modem2400
27.02.2020 13:21
Hallo,

Benutzer modem2400 schrieb:
Am Aschermittwoch erreichte uns eine Stellungnahme aus Bonn.........
H.G. warum nicht erst nachfragen dann veröffentlichen ?

Das ist der Fluch des Timings. Die Meldung tauchte während der Faschings-Kampagne auf, wo Mainz und Bonn bekanntlich komplett offline sind.

Wir haben dennoch schon am Montag nachgefragt und am Mittwoch Morgen war die Antwort da.

Eure Glaskugel und Fake News eignen sich allen falls zur Belustigung !

Was daran "Fake" ist und was nicht, wissen wir erst, wen die Bundesnetzagentur sich offiziell dazu erklärt.

Eins ist kein Fake: Das Thema o2 ist hochemotional, schon seit dem Netzstart als VIAG-Interkom.

Viele Anwender haben zu ihrem Anbieter eine "erotische Beziehung". Sie lieben ihn oder sie hassen ihn.

Ich wage die Behauptung , dass so gut wie jede(r) Leser(in) hier eine Karte bei o2 hat. Und sei es nur eine Prepaid/Discounter-Karte, um mal spielerisch zu testen, wie "gut" das Netz ist. Du sicherlich auch?
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[2] wolfbln antwortet auf modem2400
27.02.2020 14:37

4x geändert, zuletzt am 27.02.2020 17:48
Benutzer modem2400 schrieb:
Am Aschermittwoch erreichte uns eine Stellungnahme aus Bonn.........
H.G. warum nicht erst nachfragen dann veröffentlichen ???????????
Oder musste Werbung geschalten werden , dann kann Teltarif nicht unabhängig
berichten !
Eure Glaskugel und Fake News eignen sich allen falls zur Belustigung !
Oder ist das hochwertiger Journalismus wie sich Teltarif selbst erklärt ??

Das war OK, was Teltarif hier gemacht hat.
Die Meldung kam online von einem Redakteur des Manager Magazin am Montag. Ich persönlich fand sie zu spekulativ und etwas dünn in der Grundlage. Der Autor meint darin, die Strafe in Hintergrundgesprächen mit der BNetzA aufgeschnappt zu haben.
Im Artikel findet sich aber deutliches Insider-Wissen zumindest von o2, das er auch schon in vorherigen Artikeln im MM gezeigt hat. So ist das Durchdrücken der höheren Dividende mit dem Doppelstimmrecht aus Madrid wohl richtig, wird aber niemals jemand dort offiziell bestätigen.

Dann meldeten das alles inside handy/digital und Golem, die beide in Konkurrenz zu Teltarif stehen noch am gleichen Abend quasi nochmal fixer als schon gesetzte Tatsache. Inzwischen ist es auch bei weiterreichenden Medien T-Online und Computer Bild gelandet.

Henning fragte als einziger Redakteur mal bei der BNetzA persönlich nach. Eine Antwort war wegen des Fastnachtstreibens in der Behörde erst heute zu bekommen. Wenn du dir seinen Artikel von Montag anschaust, ist er auch mehr eine Überlegung, ob Strafen hier Sinn machen oder wie denn die BNetzA besser reagieren soll. Das halte ich angesichts der Situation für legitim. Die Zahlen von 83% zu 98% sind ja unbestritten. Das Scheitern an den Ausbauvorschriften wohl auch. Manche warfen Henning hier schon wieder eine zu Telefonica-lastige Sichtweise vor, weil er im Artikel auch die Gründe für das Scheitern zu erklären versuchte.

Nun haben wir das offizielle Dementi. Damit ist das Thema nicht von Tisch. Aber Henning anzugreifen, der als einziger mir bekannte "Abschreiber" des Manager Magazin Artikels dann auch nachfragte und bisher die Antwort publizierte, finde ich unfair.

Natürlich kann man im Nachhinein die Frage stellen, ob es überhaupt hätte erscheinen sollen am Montag. Aber so ist die Presselandschaft und wenn es bei Golem usw. steht und hier nicht, heißt es "TT schläft". Die Dünnheit der Meldung war nur schwer zu erkennen, wenn man den original Artikel gegen Bezahlung im MM kritisch liest.
Ich hätte allerdings in dem heutigen Artikel das Spekulieren zur Abwechslung mal unterlassen, denn spekuliert ist genug worden, jetzt soll die BNetzA prüfen und bald entscheiden, wie auch immer.

"Qualitätsjournalismus" zeichnet sich für mich nicht dadurch aus, dass man alles bis man es publiziert zu Ende recherchiert. Das ist heute oft nicht (mehr) möglich. Aber er zeichnet sich dadurch aus, dass - wenn es eine neue Nachrichtenlage gibt - dann auch darüber berichtet wird, wenn man sich vielleicht auch den ein oder anderer Fehler eingestehen muss und es heute anders schreiben würde.
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[2.1] namevergeben antwortet auf wolfbln
27.02.2020 20:38
Benutzer wolfbln schrieb:
, jetzt soll die BNetzA prüfen und bald entscheiden, wie
auch immer.

"Qualitätsjournalismus" zeichnet sich für mich nicht dadurch aus, dass man alles bis man es publiziert zu Ende recherchiert. Das ist heute oft nicht (mehr) möglich. Aber er zeichnet sich dadurch aus, dass - wenn es eine neue Nachrichtenlage gibt - dann auch darüber berichtet wird, wenn man sich vielleicht auch den ein oder anderer Fehler eingestehen muss und es heute anders schreiben würde.
Danke Dir, danke teltarif