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Wer solch ein Gerät benutzt ...


22.02.2020 16:25 - Gestartet von BjWei
einmal geändert am 22.02.2020 16:28
... will vorsätzlich gegen unsere Regeln verstoßen, denn sonst bräuchte er es nicht!

Ich fahre seit 1988 unfallfrei und habe weder jemals einen Punkt bekommen noch bin ich auch nur einmal wegen überhöhter Geschwindigkeit belangt worden, was nicht heißen soll, daß ich noch nie zu schnell war, sicher habe ich auch hier und da einfach nur Glück gehabt.

Wer aber vorsätzlich immer "etwas schneller" fährt, muß geahndet werden, das Gerät zusätzlich eingezogen und bei starken Verstößen auch das Fahrzeug.
Denn diese Leute sind unfähig zum "Führen eines Kraftfahrzeugs" und stellen für alle anderen eine permanente Gefahr dar, denn sie fahren sich ja nicht einfach nur selbst irgendwann tot, (was für die allgemeine Sicherheit ja wieder von Vorteil wäre), sondern meist schädigen sie andere Verkehrsteilnehmer, möglicherweise töten sie diese sogar.

In anderen Ländern geht man damit wesentlich vernünftiger um, in der Schweiz beispielsweise kommt kaum einer auf die Idee, im Ort schneller zu fahren als er darf, es geht also.

Auch haben alle anderen Länder begriffen, daß eine generelles Tempolimit auf Autobahnen zu weniger Staus und Unfällen führt, außerdem kann man billiger nicht mit einem Schlag eine riesige CO2-Reduzierung haben, ebenso werden Schadstoffaustoß (G-Kat ist ab 120 wirkungslos!) und Reifengeräusche drastisch gesenkt.

Also: Kampf den unbelehrbaren Rasern und ihrer Lobby!

Um nicht falsch verstanden zu werden:
Ich fahre sehr gern und viel mit dem Auto (etwa 40000 Km jährlich), gerade deshalb ist mir aber eine einigermaßen umweltverträgliche und sichere Fahrweise aller so wichtig!
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[1] christian-w antwortet auf BjWei
22.02.2020 22:43
Benutzer BjWei schrieb:
Wer solch ein Gerät benutzt will vorsätzlich gegen unsere Regeln verstoßen, denn sonst bräuchte er es nicht!

(Pauschalisieren, f*ck yeah!)

Als Monteur fahre ich ebenfalls beruflich viel Auto. Bisher immer ohne irgendwelche Warn-Apps etc. und auch nur mit ein oder zwei geringfügigen Tickets im Jahr.

Vor kurzem war ich zum ersten mal in Hagen (NRW) unterwegs, einer Stadt mit Feinstaubproblem wie ich später feststellen sollte.

Ein Erfahrungsbericht:
6-Spurige innerstädtische Bundesstraße, Berufverkehr, große Ampelkreuzung, Schilderwald in der ganzen Stadt und Werbetafeln wohin man nur hinsieht, dazu sehr stürmisches Wetter.
Blöd wenn man vor lauter Reizüberflutung das vergleichsweise winzige Tempo-30-Schild mit dem Zusatz "Luftreinhaltung" am anderen Ende der Kreuzung übersehen hat, weil man (Ortsunkundig, ich fahre nach Navi) noch damit beschäftigt ist unfallfrei die Spur zu wechseln... Ergebnis: Mit ~46km/h in einem nur wenige Meter langen Tempo-30 Abschnitt auf einer Bundesstraße (!) innerorts vom Starenkasten wenige Meter nach dem Schild geblitzt.

Sorry, ich halte mich liebend gern an alle möglichen Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber mit so etwas beknacktem bringt man mich (und wohl auch andere) schlussendlich dazu sich früher oder später zu wehren. Mit einer App die Ortsunkundige vor Willkür schützt.

Ich meine, mal ernsthaft: Die Straße war frei, keine Baustelle oder sonstige Gefahr in Sicht. Wer rechnet auf einer solch breiten, voll ausgebauten Straße hinter einer Kreuzung mit einem Tempo-30 Bereich - WEGEN LUFTREINHALTUNG?

(Als E-Auto- / AdBlue-Diesel-Fahrer würde ich mich übrigens doppelt aufregen. Man wird Quasi noch dafür bestraft obwohl man nahezu keinen Feinstaub in die Luft bläst.)

Ich war danach noch einige Tage in der Stadt unterwegs und kann sagen: Wer da freiwillig Auto fährt muss bescheuert sein. Es gibt noch einige weiter Stellen an denen die Luft durch abbremsen und anschließendes wiederbeschleunigen sauber gehalten wird.
Immerhin ist der ÖPNV wohl ganz brauchbar, nur für mich als Monteur keine Option.
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[2] Kevin W. antwortet auf BjWei
27.02.2020 12:51
Benutzer BjWei schrieb:
... will vorsätzlich gegen unsere Regeln verstoßen, denn sonst bräuchte er es nicht!

Falsch. Nachdem es meiner Frau bereits passiert ist, daß sie (noch in der Probezeit)in einem fremden Ort aus Versehen über eine rote Blitzerampel gefahren ist, da sie vom Navi verwirrt war, finde ich solche Warn-Apps durchaus sinnvoll. Diese App hätte mit Aufbaukurs etc. über 600€ und einen Punkt sparen können.

Und lieber die kleinere Strafe für die Warn-App in Kauf nehmen, als vielleicht mal länger als 1 Sekunde über rot zu fahren, weil man die Ampel nicht erkannt hat oder sich orientieren musste, wie die Verkehrsführung ist. In größeren Städten ist man als nicht-einheimischer ohne Ortskenntnis manchmal ziemlich aufgeschmissen. Da ist man über jedes Hilfsmittel das auf Gefahren hinweist dankbar. Ich bin schon froh, endlich ein Navi zu haben, welches mir die richtige Fahrspur zeigt, da es meistens nicht frühzeitig ausgeschildert ist, wo sich die Fahrspuren trennen und in eine andere Richtung gehen. Als Dorfmensch steht man dann doof da und kann gucken, daß ein anderer einen noch die Spur wechseln läßt.
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[3] hurius antwortet auf BjWei
27.02.2020 15:14
Benutzer BjWei schrieb:
... will vorsätzlich gegen unsere Regeln verstoßen, denn sonst bräuchte er es nicht!

[...]
Wer aber vorsätzlich immer "etwas schneller" fährt, muß geahndet werden, das Gerät zusätzlich eingezogen und bei starken Verstößen auch das Fahrzeug.
[...]
Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich fahre sehr gern und viel mit dem Auto (etwa 40000 Km jährlich), gerade deshalb ist mir aber eine einigermaßen umweltverträgliche und sichere Fahrweise aller so wichtig!

Die, die hier rasen und wilde Sa* spielen, das sind zum Löwenanteil auch die, die dererlei Gutmenschen ins Land ließen. Beispiel Berlin, Hochzeitsgesellschaften etc. pp. WERDEN DIE BELANGT?
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[4] NetKess antwortet auf BjWei
28.02.2020 09:55
Benutzer BjWei schrieb:
Ich fahre seit 1988 unfallfrei und habe weder jemals einen Punkt bekommen noch bin ich auch nur einmal wegen überhöhter Geschwindigkeit belangt worden, was nicht heißen soll, daß ich noch nie zu schnell war, sicher habe ich auch hier und da einfach nur Glück gehabt.

Das denke ich auch mal, schön daß du das selbst so siehst.

Deine Meinung ist ehrlich aber möglichweise wiederum zu pauschal. Auch das ist nur eine (meine) Meinung. Niemand, der Blitzer-Apps verwendet ist automatisch ein vorsätzlicher Raser und Gesetzesbrecher. Solche Apps sind auch nicht absolut zuverlässig und liefern oft genug Fehlalarm. Das Risiko, bei einer Geschwindigkeitsübertretung ertappt zu werden ist also nicht Null. Die eigene angemahnte Verantwortung bleibt beim Fahrer, ob mit oder ohne Blitze-App, ob mit oder ohne Fahrspurassistent, ob mit oder ohne Müdigkeitsüberwachung, ob mit oder ohne Abstandswarnungsassistent ect.pp ...

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich fahre sehr gern und viel mit dem Auto (etwa 40000 Km jährlich), gerade deshalb ist mir aber eine einigermaßen umweltverträgliche und sichere Fahrweise aller so wichtig!

Das unterschreibe ich gern.
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[5] nurmalso antwortet auf BjWei
28.02.2020 10:46

einmal geändert am 28.02.2020 10:49
Benutzer BjWei schrieb:
... will vorsätzlich gegen unsere Regeln verstoßen, denn sonst bräuchte er es nicht!

Eigentlich ist es im Gegenteil eher so, dass wer so etwas benutzt sich technische Unterstützung bei der EINHALTUNG der Regeln verschafft. Ich finde das positiv. Man tut aktiv etwas dafür die Regeln einzuhalten - und das ist paradoxerweise verboten.

Kampf den verbiesterten Besserwissern und Blockwarten - könnte mir vorstellen, dass Du in Deiner Umgebung sehr unbeliebt bist, im (Straßen)verkehr ein permanentes Hindernis darstellst und einen zu kurzen ... ach lassen wir das.
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[5.1] daGiz antwortet auf nurmalso
28.02.2020 11:56
Benutzer nurmalso schrieb:

Eigentlich ist es im Gegenteil eher so, dass wer so etwas benutzt sich technische Unterstützung bei der EINHALTUNG der Regeln verschafft. Ich finde das positiv. Man tut aktiv etwas dafür die Regeln einzuhalten - und das ist paradoxerweise verboten.

What?? Wer sich ohne technische Unterstützung nicht in der Lage sieht die Einhaltung einfachster(!) Verkehrsregeln zu gewährleisten, der sollte tunlichst sein Fahrzeug abgeben und ÖPNV nutzen, ernsthaft.

Aktiv tut man dafür was, wenn man seine Augen benutzt und damit Tempobeschilderung und Tacho aufeinander abstimmt :D
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[5.1.1] x-user antwortet auf daGiz
28.02.2020 13:08
Benutzer daGiz schrieb:
Benutzer nurmalso schrieb:

Eigentlich ist es im Gegenteil eher so, dass wer so etwas benutzt sich technische Unterstützung bei der EINHALTUNG der Regeln verschafft. Ich finde das positiv. Man tut aktiv etwas dafür die Regeln einzuhalten - und das ist paradoxerweise verboten.

What?? Wer sich ohne technische Unterstützung nicht in der Lage sieht die Einhaltung einfachster(!) Verkehrsregeln zu gewährleisten, der sollte tunlichst sein Fahrzeug abgeben und ÖPNV nutzen, ernsthaft.

Aktiv tut man dafür was, wenn man seine Augen benutzt und damit Tempobeschilderung und Tacho aufeinander abstimmt :D

Die akustische Tempowarnung ist durchaus hilfreich, und die ist auch nicht verboten. In ortsfremder Umgebung ist der deutsche Schilderwald oft garnicht zu erkennen, etwa bei Gegenlicht/Sonne, da sind auch die meisten älteren Tachos nicht mehr ablesbar, das kommt noch hinzu.
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[5.1.2] BjWei antwortet auf daGiz
28.02.2020 13:09
Benutzer nurmalso schrieb:
Eigentlich ist es im Gegenteil eher so, dass wer so etwas benutzt sich technische Unterstützung bei der EINHALTUNG der Regeln verschafft. Ich finde das positiv. Man tut aktiv etwas dafür die Regeln einzuhalten - und das ist paradoxerweise verboten.

Kampf den verbiesterten Besserwissern und Blockwarten - könnte mir vorstellen, dass Du in Deiner Umgebung sehr unbeliebt bist, im (Straßen)verkehr ein permanentes Hindernis darstellst und einen zu kurzen ... ach lassen wir das.

Zuerst:
All das, was Sie schreiben, trifft schon mal nicht zu, aber vor allem:

Die Regel heißt, maximal so schnell oder langsamer zu fahren, als das runde Schild mit rotem Rand vorgibt.
Und zwar bis zum Aufhebungszeichen, was ggf. auch ein Ortsausgangsschild sein kann.

Nach Ihrer Auslegung müssen Sie dagegen diese Geschwindigkeit nur vor Kontrollstellen einhalten, ansonsten können Sie es, müssen aber nicht.
Da das falsch ist, sind Sie nicht in der Lage, ein KFZ zu führen und man müßte Ihnen den Führerschein und das Fahrzeug wegnehmen, damit Sie mit Ihrer gefährlichen Einstellung die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.
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[5.2] BjWei antwortet auf nurmalso
28.02.2020 13:08
Benutzer nurmalso schrieb:
Eigentlich ist es im Gegenteil eher so, dass wer so etwas benutzt sich technische Unterstützung bei der EINHALTUNG der Regeln verschafft. Ich finde das positiv. Man tut aktiv etwas dafür die Regeln einzuhalten - und das ist paradoxerweise verboten.

Kampf den verbiesterten Besserwissern und Blockwarten - könnte mir vorstellen, dass Du in Deiner Umgebung sehr unbeliebt bist, im (Straßen)verkehr ein permanentes Hindernis darstellst und einen zu kurzen ... ach lassen wir das.

Zuerst:
All das, was Sie schreiben, trifft schon mal nicht zu, aber vor allem:

Die Regel heißt, maximal so schnell oder langsamer zu fahren, als das runde Schild mit rotem Rand vorgibt.
Und zwar bis zum Aufhebungszeichen, was ggf. auch ein Ortsausgangsschild sein kann.

Nach Ihrer Auslegung müssen Sie dagegen diese Geschwindigkeit nur vor Kontrollstellen einhalten, ansonsten können Sie es, müssen aber nicht.
Da das falsch ist, sind Sie nicht in der Lage, ein KFZ zu führen und man müßte Ihnen den Führerschein und das Fahrzeug wegnehmen, damit Sie mit Ihrer gefährlichen Einstellung die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.
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[5.2.1] nurmalso antwortet auf BjWei
28.02.2020 13:33
Benutzer BjWei schrieb:
Benutzer nurmalso schrieb: Eigentlich ist es im Gegenteil eher so, dass wer so etwas benutzt sich technische Unterstützung bei der EINHALTUNG der Regeln verschafft. Ich finde das positiv. Man tut aktiv etwas dafür die Regeln einzuhalten - und das ist paradoxerweise verboten.

Kampf den verbiesterten Besserwissern und Blockwarten - könnte mir vorstellen, dass Du in Deiner Umgebung sehr unbeliebt bist, im (Straßen)verkehr ein permanentes Hindernis darstellst und einen zu kurzen ... ach lassen wir das.

Zuerst:
All das, was Sie schreiben, trifft schon mal nicht zu, aber vor allem:

Die Regel heißt, maximal so schnell oder langsamer zu fahren, als das runde Schild mit rotem Rand vorgibt.
Und zwar bis zum Aufhebungszeichen, was ggf. auch ein Ortsausgangsschild sein kann.

Nach Ihrer Auslegung müssen Sie dagegen diese Geschwindigkeit nur vor Kontrollstellen einhalten, ansonsten können Sie es, müssen aber nicht.
Da das falsch ist, sind Sie nicht in der Lage, ein KFZ zu führen und man müßte Ihnen den Führerschein und das Fahrzeug wegnehmen, damit Sie mit Ihrer gefährlichen Einstellung die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.

Das ist natürlich Unsinn. Sich technisch dabei unterstützen zu lassen an bestimmten Kontrollpunkten die Geschwindigkeit sicher einzuhalten zwingt nicht dazu ansonsten die Geschwindigkeit NICHT einzuhalten. Die Blitzer App informiert nicht nur über Geschwindigkeitsmessstellen (festinstalliert, deren Standorte sind kein Geheimnis), mobil, das ist äußerst unzuverlässig und basiert allein auf der Community der Nutzer) sondern auch Gefahrenstellen durch Unfälle und Baustellen.
Das ist ein Zusatzfeature zum Fahrzeug, das zunehmend auch duch Navigationssysteme oder die Fahrzeughersteller selbst oder durch Dienste wie Google unterstützt wird. Diese werden somit illegal. Ist so ähnlich, wie wenn ich unterwegs einen Blitzer sehe und zu Hause anrufe: Du Schatz, an der xy-Straße vor der Schule steht ein Blitzer. Achte darauf nicht zu schnell zu fahren. Ich habe zum Beispiel kürzlich ein Strafe von 15 Euro zahlen müssen wegen einer Überschreitung von 3 km/h (nach Abzug der 3 km/h wegen der Messungenauigkeit). Sowas verbuchge ich unter Schildbürgerstreich. Zum Autofahren gehört viel Dsziplin, aber kein Gehorsam. Diesen Unterschied kennen sie vermutlich nicht.