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Diesen Kommentar wird keinem passen....


19.02.2020 16:19 - Gestartet von wolfbln
2x geändert, zuletzt am 19.02.2020 16:31
Ich kriege gleich die Schläge ab, weil ich jetzt was gegen die o2-Fans schreibe, dann was gegen Telekom und dann gegen die gesamte Berichterstattung auf Teltarif:

1.) Zunächst stellt Markus Weidner einen ziemlich pessimistischen Artikel zur Telefonica Bilanz.
https://www.teltarif.de/telefonica-gesch...
Im Fokus sind die Verluste. Kein Wort zu den Postpaid Gewinn von 1,5 Mio. Kunden, was sehr respektabel ist und die Telefonica-Werbung bejubelt.

2.) Dann berichtet Henning Gajek von der Telekom Bilanzkonferenz mit einer Jubelarie über die USA und die glorreiche Zukunft.
https://www.teltarif.de/bilanz-zahlen-hoettges-...
Darin kein Wort über die Verluste an Postpaid-Kunden auch 2019 in Deutschland, weshalb vielleicht auch der Marketing-Chef gehen musste. Es ist nicht alles rosa-rot-magenta bei Telekom.

3.) Und dann schiebt Markus Weidner noch einen Artikel nach zu den Ausbauplänen von Telefonica.
https://www.teltarif.de/telefonica-netzausbau-... Sie haben vor in 2020/21 jeweils 17-18% des Umsatzes in das Netz zu stecken.

Allerdings hat M.W. nicht den Geschäftsbericht durchgelesen. 2019 war die Investitionsquote nur 14,1% und fiel im Q4 sogar auf 13,3%. Von 14,1 (gemittelt für 2019) auf 17,5% (gemittelt für 2020/21).wäre fast ¼ mehr und müsste man deutlich merken.

Wenn man das alles zusammen nimmt, müsste Teltarif seine Berichterstattung besser koordinieren und muss sich Fragen nach der Darstellung stellen. Nur dpa-Meldungen abzuschreiben, reicht vielleicht nicht wenn die beiden Geschäftsberichte 2019 seit heute 10.00h im Internet vorliegen.

Über Darstellungen kann man immer streiten, aber hier fällt schon sehr auf, dass man bei einem eher die guten, beim anderen eher die schlechten Seiten sehen will. Telefonica kann nicht über Nacht aus den Miesen und Telekom glänzt nur jenseits des Atlantik.
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[1] figueretas antwortet auf wolfbln
19.02.2020 18:14
Ein sehr schöner Kommentar.

Im Übrigen bitte ich, dass ein deutscher Muttersprachler die Nachrichten vor Veröffentlichung korrekturliest.

Es gab schon wilde sprachliche Erfindungen, die kein Mensch so verwendet, wie z.B. dass ein Tarif zu Buche schlagen kann. Einen Tarif wird man normalerweise nicht verwenden, um damit gegen einen Baum zu schlagen. Das klingt sehr nach einem Deutsch von Studenten, die in ihrem Leben noch nicht tatsächlich gearbeitet haben. Menschen mit einem gewissen Bildungsgrad und einem Mindestmaß an Allgemeinbildung drücken sich anders aus.

Da sollte man gedenkt haben "Seid wann schreibt man sowas?" und durchaus doch mal das Instrumentarium eines Dudens oder Sprachkurs zu Buche schlagen lassen. Sind die Kaktusse alle gegießt? Ist der Tarif billiger wie der andere oder schlägt er toirer zu Buche?
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[1.1] wiweg antwortet auf figueretas
19.02.2020 18:57
Benutzer figueretas schrieb:

...

Da sollte man gedenkt haben "Seid wann schreibt man sowas?" und durchaus doch mal das Instrumentarium eines Dudens oder Sprachkurs zu Buche schlagen lassen. Sind die Kaktusse alle gegießt? Ist der Tarif billiger wie der andere oder schlägt er toirer zu Buche?

Wenn man schon derart spitzfindig korrigiert, sollten einem selber besser keine so eklatanten Fehler unterlaufen: "... oder SprachkursES ..." - Der Genitiv hätte hier gutgetan! ;-)
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[1.1.1] figueretas antwortet auf wiweg
19.02.2020 21:34
Sarkasmus versteht nicht jeder :-)
Der Absatz enthält noch mehr Fehler und klingt sehr nach teltarifischem Deutsch.
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[1.1.1.1] wiweg antwortet auf figueretas
20.02.2020 12:16
Benutzer figueretas schrieb:
Sarkasmus versteht nicht jeder :-) Der Absatz enthält noch mehr Fehler und klingt sehr nach teltarifischem Deutsch.

Oh, durchaus schon! Nur sollte man Inkompetenz nicht mit Sarkasmus kaschieren ..:-)))
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[2] Schnitzler-Welke antwortet auf wolfbln
19.02.2020 19:14

3x geändert, zuletzt am 19.02.2020 20:33
Benutzer wolfbln schrieb:

Wenn man das alles zusammen nimmt, müsste Teltarif seine Berichterstattung besser koordinieren und muss sich Fragen nach der Darstellung stellen. Nur dpa-Meldungen abzuschreiben, reicht vielleicht nicht

Weidner und Gajek.....viel mehr sind es nicht mehr....
versuchen, eher schlecht als recht, zu retten, was zu retten ist.
Peinlich, aber eben kostenfrei.
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[3] spaghettimonster antwortet auf wolfbln
19.02.2020 22:48
Benutzer wolfbln schrieb:
Im Fokus sind die Verluste. Kein Wort zu den Postpaid Gewinn von 1,5 Mio. Kunden

Welches Interesse soll ein Unternehmen an Kunden haben, die keine Gewinne bringen?

Suchst du deinen Job auch nach der Arbeitsmenge aus und nicht nach dem Gehalt?
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[3.1] wolfbln antwortet auf spaghettimonster
19.02.2020 23:53

5x geändert, zuletzt am 20.02.2020 00:10
Benutzer spaghettimonster schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
Im Fokus sind die Verluste. Kein Wort zu den Postpaid Gewinn von 1,5 Mio. Kunden

Welches Interesse soll ein Unternehmen an Kunden haben, die keine Gewinne bringen?

Suchst du deinen Job auch nach der Arbeitsmenge aus und nicht nach dem Gehalt?

Genau: Schulden ist ein gutes Stichwort. Telefonica schreibt Miese. Das wird auch im Bericht von M.W. sehr betont. Die kommen aber aus der Geschichte, der Fusion mit E-Plus und Abschreibungen, hohen Zahlungen nach Madrid usw. An und für sich ist das Unternehmen rentabel, wenn da nicht die Altlasten wären. Und sie werden auch weniger.

Die von H.G. umjubelte Telekom macht auch Schulden. Im Gegensatz zu Telefonica sind sie sogar gewachsen auf jetzt 76 Mrd. € u.a. wegen der USA Fusion mit Sprint. Dort sind u.a. Investitionen von 40 Mrd. ins Netz verprochen worden. Die Schulden werden also zunächst weiter steigen.

Wir haben hier zwei ganz verschiedene Verschuldungsszenarios. Die kann man auch beschreiben. Warum sind einmal die Schulden schlimm und ein andermal nicht?

Bei Telefonica ist es Aufhänger schon in der Überschrift und der Artikel hat einen negativen Grundtenor, auch wenn die Zahlen besser werden.
Bei Telekom überstrahlt die USA alles, obwohl gerade dies eine Ursache der Schulden ist und von noch mehr Schulden, Chancen und Risiken. Der ganze Artikel ist wesentlich positiver geschrieben, obwohl gegenwärtig die Schulden steigen.

Was Schulden angeht haben alle 3 "deutschen" Telkos Probleme. Vodafone steht gerade in Indien vor dem Zusammenbruch, was den Konzern erschüttern wird. Das kann und muss man beschreiben, aber nicht einmal halb voll und einmal halb leer.
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[3.1.1] spaghettimonster antwortet auf wolfbln
20.02.2020 08:43
Benutzer wolfbln schrieb:
Genau: Schulden ist ein gutes Stichwort.

Ich modifiziere meine Frage: Suchst du deinen Job danach aus, wie verschuldet dein Arbeitgeber ist und wie rentabel er in einer hypothetischen Welt ohne diese Schulden sein könnte, und nicht nach deinem Gehalt?