Diskussionsforum
  • 14.02.2020 20:12
    2x geändert, zuletzt am 15.02.2020 10:53
    boxfrank schreibt

    Wie naiv seid ihr eigentlich?

    Seit dem iPhone 1 wandern alle erfassbaren Daten direkt in die USA!

    GPS-Standort, Telefonbuch, soziale Kontakte, besuchte Seiten, usw.

    Die Daten, die Apple, Google und Microsoft für ihr Geschäftsmodell brauchen, nutzen sie selber, den Rest reichen sie an die US-Geheimdienste weiter.

    Glaubst du nicht?

    Dann mach dir mal Gedanken, wieso es immer die Amerikaner sind, die die Deutschen warnen können, wenn mal wieder jemand hier einen Anschlag plant.
    Da gibt es nämlich Abkommen zur Zusammenarbeit. (Bei Industriespionage eher nicht :-)

    Inzwischen sind wir sogar noch einen Schritt weiter. Die obigen Daten reichen ihnen nicht mehr. Heute wollen sie auch noch wissen, was die Leute so reden.

    Zunächst verschlechterte man die Sprachqualität der Geräte bei direkten Telefonaten über die Mobilfunknetze. Dann bot man großzügig Internettelefonie in HD-Qualität über zugekaufte Dienste und eigene Software an.

    Der Geniestreich war aber dann die Erfindung der "externen" Sprachassistenten wie z.B. Spylexa, (oder so ähnlich :-) Damit die funktionieren, muss man nun ständig alles Gesprochene übertragen, nicht nur bei Telefonaten.

    Einfach genial - oder?

    (Natürlich würden die auch "intern" funktionieren, aber dann hätte man ja keinen Grund mehr, immer alles gleich in die USA zu übermitteln)

    Nun gab es da noch die Chinesen.
    Die sagten gleich von Anfang an, dass Apple bei ihnen nur iPhones verkaufen dürfte, wenn die gesammelten Daten an die chinesischen Geheimdienste gehen, und nicht in die USA. So kam es dann auch.

    Den Chinesen juckte es aber in den Fingern.
    Was taten sie? Sie packten in Huawei-Geräte ihre chinesische Android-Firmware mit anderen Sprachen drauf, und verkauften sie in die ganze Welt. Als das schließlich rauskam, gab es vor ein paar Jahren überall "Warnungen" vor bestimmten Huawei-Modellen.

    Noch unverfrorener war ZTE. Die lieferten solche Geräte direkt in die USA. Die Amis waren so sauer, dass sie für einen weltweiten Boykott sorgten. In der Folge stand ZTE kurz vor der Pleite und musste vom chinesischen Staat gerettet werden.

    Abschließend muss man aber noch sagen, dass es den Chinesen in erster Linie um Wirtschaftsspionage ging, und nicht - wie den Amis - auch um die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen und sonstige Kriminalität, wie Terrorismus.
    (Vor Anschlägen warnen würden uns die Chinesen jedenfalls nicht)

    Zuletzt noch die Frage:
    Kann man sich schützen?

    Antwort: Ja!
    Nur die Smartphone-Hardware kaufen, und ein selbstkompiliertes Linux installieren. Und dann die Finger weg von Android-Software, die selbstständig Internetverbindungen aufbauen kann. Es bringt ja nix, wenn das Betriebssystem sicher ist, und dann die installierten Apps alle persönlichen Daten raushauen...
  • 16.02.2020 13:31
    ttfried antwortet auf boxfrank
    > Und dann die Finger weg von
    >
    Android-Software, die selbstständig Internetverbindungen
    >
    aufbauen kann.

    Du meinst den eMail-Client?

    Im Ernst: auch wenn die App fragt, ob sie eine Verbindung aufbauen darf, weiß ich doch noch lange nicht, wohin und ob sie nicht von der Hauptverbindung zum Pizzaservice nebenbei auch noch eine Verbindung nach Palmero abzweigt, damit Don Vito abgleichen kann, ob Gianni die verkauften Pizzas auch ordenlich bei seinem lokalen Paten versteuert. Das könnte mir nun egal sein, aber immerhin kostet's mich Datenvolumen.

    Ja, das Böse ist immer und überall.