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Größenwahn von MobilCom


14.05.2002 09:50 - Gestartet von DerZynische
Kein Wunder, dass der Schuldenberg immer größer wird. Schmidt ist doch in einen Größenwahn verfallen, als er die Lizenzen für UMTS ersteigerte. Frei nach dem Motto: Ich hab es bisher geschafft, aus Sch...e Geld zu machen, also auch dieses Mal.

Kann allerdings auch pure Berechnung gewesen sein. Schmidt plante eh aus dem MobilComkonsortium auszusteigen und trieb deshalb die Preise für UMTS immer weiter in die Höhe, um den großen der Branche die Suppe zu versalzen bevor er sich zurückzieht. Kohle hat er eh genug; wartet ab, bald macht er eh ne andere Bude auf verkauft Bioprodukte aus Schleswig Holstein - damit kann man eh mehr Kohle machen als mit Telekommunikation

Gruß
Todde
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[1] berndtschuster antwortet auf DerZynische
14.05.2002 10:00

der Beitrag ist jetzt aber schon etwas überheblich.

Wer konnte 2000 vermuten dass die gesamte Branche solche Einbrüche erleben wird ? Wenn es Schmitt nur ums Geld gegangen wäre und es so unglaublich berechnend gewesen wäre - wieso hat er dann seine Anteile nicht verkauft als er noch ein vielfaches hätte erlösen können ??

B.
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[1.1] DerZynische antwortet auf berndtschuster
14.05.2002 10:16
Benutzer berndtschuster schrieb:

der Beitrag ist jetzt aber schon etwas überheblich.

warum? Schmidt hat doch selbst gesagt: Wenn es nicht mehr läuft verabschiede ich mich aus der Telekommunikation.

Wer konnte 2000 vermuten dass die gesamte Branche solche Einbrüche erleben wird ? Wenn es Schmitt nur ums Geld gegangen wäre und es so unglaublich berechnend gewesen wäre - wieso hat er dann seine Anteile nicht verkauft als er noch ein vielfaches hätte erlösen können ??

Vielleicht das Klammern an einen stark schwankenden Strohhalm? Hast Du, in Euphorie schwelgend, noch nie dumme Dinge getan? Ich denke schon, dass Schmidt sich in diesem Wahnzustand mehr erhoffte als schließlich dabei rauskam. Und ohne Eigenanteile hätte er nicht so hoch bieten können, schau Dir Debitel an, die zogen rechtzeitig die Notbremse und mischen "hintenrum" trotzdem bei UMTS mit.

MobilCom als kleines Unternehmen hat eben zu hoch gepokert, jetzt kommt die Quittung. Ich hoffe nur, dass Schmidt´s Nachfolger das Ruder noch rumreissen kann bevor die Firma ganz den Bach runtergeht. Gerade der Infrastruktur rund um Rendsburg wegen.


Gruß
Todde

B.
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[1.1.1] vickycolle antwortet auf DerZynische
14.05.2002 10:28
hi,

jetzt kommt die Quittung. Ich hoffe nur, dass Schmidt´s Nachfolger das Ruder noch rumreissen kann bevor die Firma ganz den Bach runtergeht. Gerade der Infrastruktur rund um Rendsburg wegen.

welchen meinst du denn?
etwa den grössten schuldenmacher europas aus paris??

achtung jetzt kommt ernste polemik:

nein ehrlich: telefongesellschaften gibt es genug.
mit schmidt war mobilcom DER prototyp dieser sparte, kein abschreibungsobjekt für asiaten oder schweizer wie andere...
ohne schmidt sollte man mobilcom dem insolvenzrichter übergeben und die akte schließen.
der mythos ist weg - was bleibt ist die traum-geschichte und der beweis das es möglicht ist, auch ohne am neuen markt zu schwindeln, reich UND erfolgreich zu werden...

gruss
vicky
(nie kundin, aber trotzdem fan)

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[1.2] h.gustyn antwortet auf berndtschuster
15.05.2002 23:53
Genau so ist es !!

Wenn es Gerhard Schmid tatsächlich nur ums Geld gegangen wäre, dann hätte er noch vor einiger Zeit ein zehnfaches und mehr an Geld für seine Aktien bekommen können. Und auch wenn man Milliardär ist, macht es einen erheblichen Unterschied, ob man 770 Mio. Euro für seine Anteile bekommen kann oder 7,7 Milliarden Euro. Es ist also völlig hirnrissig, Herrn Schmid zu unterstellen, es würde ihm nur ums Geld gehen.

Ich kenne Herrn Schmid nun seit 10 Jahren und ich habe in diesen 10 Jahren und auch in den 15 Jahren meines vorherigen Berufslebens nie ein solches Genie kennengelernt. Diesem Mann reicht so schnell Niemand das Wasser und in der Regel sind es lediglich Neider, die ihn kritisieren. Seine Laufbahn soll erst einmal jemand kopieren und dann kann er sich hinstellen und über solch einen Menschen herziehen.

Die bekloppten Franzosen haben ihm sein Lebenswerk zerstört und das nur, weil sie selbst zu blöd waren, ihre verträge vorher richtig zu prüfen und anständige Anwälte zu beschäftigen. Als sie dann gemerkt haben, dass ihnen gar nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, um in Deutschland eine UMTS Anbieter so zu unterstützen, wie es nötig wäre, um sich am Markt zu behaupten, haben sie den Schwanz eingezogen und MobilCom und Gerhard Schmid in die Enge getrieben. Eine ganz linke Tour und eines Staatskonzerns völlig unwürdig. Da ist der Größenwahn also wohl eher mit France Telecom durchgegangen und für die falsche Geschäftspolitik der FT Geschäftsführung müssen jetzt tausende von Mitarbeitern um ihre Arbeitsplätze fürchten.

Darüber würde ich mir anstelle einiger User hier mal Gedanken machen und nicht darüber, ob Gerhard Schmid zu viel Geld bekommt oder nicht.

Harald Gustyn
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Benutzer berndtschuster schrieb:

der Beitrag ist jetzt aber schon etwas überheblich.

Wer konnte 2000 vermuten dass die gesamte Branche solche Einbrüche erleben wird ? Wenn es Schmitt nur ums Geld gegangen wäre und es so unglaublich berechnend gewesen wäre - wieso hat er dann seine Anteile nicht verkauft als er noch ein vielfaches hätte erlösen können ??

B.
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[1.2.1] mhnews antwortet auf h.gustyn
20.05.2002 15:34
Benutzer h.gustyn schrieb:
[cut]

Wenn es Gerhard Schmid tatsächlich nur ums Geld gegangen wäre, dann hätte er noch vor einiger Zeit ein zehnfaches und mehr an Geld für seine Aktien bekommen können. Und auch wenn man Milliardär ist, macht es einen erheblichen Unterschied, ob man 770 Mio. Euro für seine Anteile bekommen kann oder 7,7 Milliarden Euro. Es ist also völlig hirnrissig, Herrn Schmid zu unterstellen, es würde ihm nur ums Geld gehen.

Ich kenne Herrn Schmid nun seit 10 Jahren und ich habe in diesen 10 Jahren und auch in den 15 Jahren meines vorherigen Berufslebens nie ein solches Genie kennengelernt. Diesem Mann reicht so schnell Niemand das Wasser und in der Regel sind es lediglich Neider, die ihn kritisieren. Seine Laufbahn soll erst einmal jemand kopieren und dann kann er sich hinstellen und über solch einen Menschen herziehen.

Die bekloppten Franzosen haben ihm sein Lebenswerk zerstört und das nur, weil sie selbst zu blöd waren, ihre verträge vorher richtig zu prüfen und anständige Anwälte zu beschäftigen. Als sie dann gemerkt haben, dass ihnen gar nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, um in Deutschland eine UMTS Anbieter so zu unterstützen, wie es nötig wäre, um sich am Markt zu behaupten, haben sie den Schwanz eingezogen und MobilCom und Gerhard Schmid in die Enge getrieben. Eine ganz linke Tour und eines Staatskonzerns völlig unwürdig. Da ist der Größenwahn also wohl eher mit France Telecom durchgegangen und für die falsche Geschäftspolitik der FT Geschäftsführung müssen jetzt tausende von Mitarbeitern um ihre Arbeitsplätze fürchten.

Darüber würde ich mir anstelle einiger User hier mal Gedanken machen und nicht darüber, ob Gerhard Schmid zu viel Geld bekommt oder nicht.

Harald Gustyn
---------------------

Benutzer berndtschuster schrieb:

der Beitrag ist jetzt aber schon etwas überheblich.

[cut]

Wenn es richtig ist, dass Herr Schmid massgeblicher
Eigentümer der Mag-Tel GmbH ist, dann hat dieser
Beitrag, neben der instinktlosen Kritik am Mobilcom-
Mehrheitsaktionär, eine besondere Note (ganz zu
schweigen die Wortwahl)!

Der Stil eines Unternehmens - und möglicherweise auch der
Umgang mit den Kunden - wird eben ganz massgeblich von
seinen Eigentümern und leitenden Mitarbeitern verkörpert.
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[2] beccon antwortet auf DerZynische
14.05.2002 10:13
... warum muß man in diesem Land immer aus kleingeistigem Neid auf Unternehmer einprügeln? Schmidt ist einer der wenigen, dem es gelungen ist, in einem schwierigen Umfeld einen Laden neu hochzuziehen. Davor sollten wir Respekt haben.

Wäre er Beamter oder gar Spitzenpolitiker geworden, müßte er jetzt weniger Prügel von Leuten wie Dir einstecken, obwohl er mehr davon verdient hätte.

Conrad
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[2.1] DerZynische antwortet auf beccon
14.05.2002 10:22
Benutzer beccon schrieb:
... warum muß man in diesem Land immer aus kleingeistigem Neid auf Unternehmer einprügeln? Schmidt ist einer der wenigen, dem es gelungen ist, in einem schwierigen Umfeld einen Laden neu hochzuziehen. Davor sollten wir Respekt haben.

Hey, nicht falsch verstehen! Ich habe großen Respekt vor Herrn Schmidt, sonst hätte er es nie soweit gebracht. Aber eben nur mit der "Augen-zu-und-durch-koste-es-was-es-wolle"-Politik ist er lange Zeit gut gefahren, wir verdanken ihm viel wie z.B. sinke Gesprächsgebühren im Festnetzbereich oder Preisrutsche im Internetbereich. Eine aggressive Preispolitik eben, um Marktanteile zu erhaschen. Hätte gutgehen können, ist es aber nicht.

Wäre er Beamter oder gar Spitzenpolitiker geworden, müßte er jetzt weniger Prügel von Leuten wie Dir einstecken, obwohl er mehr davon verdient hätte.

Quatsch. Als Spitzenpolitiker hätte er mehr Prügel bekommen. Siehst Du doch in der Politik ganz klar. Ein kleiner Fehltritt und Du bist der Buhmann, egal wie gut Du vorher warst. Ist eben so, wenn man ganz oben ist.

Conrad

Gruß
Todde
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[2.1.1] Crooks antwortet auf DerZynische
14.05.2002 10:50
Also ich zolle ihm auch eine Menge Respekt. Auch wenn ihr euch beschwert wegen der Hau-drauf-Preispolitik. DAS ist doch gut gegangen. Nur die UMTS-Milliarden werden noch das eine oder andere Unternehmen auffressen. Gerade für Schleswig-Holstein wäre dies ein herber Schlag. Ich kenne ansonsten kein Unternehmen aus SH - achja, diese Windkraftdinger, aber sonst nicht viel. Wahrscheinlich wäre ein Verhalten wie von Debitel schon sinnvoll gewesen. Aber man sieht ja auch, dass selbst die DTAG hart an ihrem Stück vom Kuchen zu beißen habt. Wie heißt es doch so schön: Alle Menschen sind klug, die einen vorher, die anderen hinterher.
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[2.1.1.1] DerZynische antwortet auf Crooks
14.05.2002 11:09
Benutzer Crooks schrieb:
Nur die UMTS-Milliarden werden noch das eine oder andere Unternehmen auffressen. Gerade für Schleswig-Holstein wäre dies ein herber Schlag. Ich kenne ansonsten kein Unternehmen aus SH - achja, diese Windkraftdinger, aber sonst nicht viel.

Nanu, da guckt aber einer keine Werbung (Kino, Fernsehen) oder hört Radio. "Das flenst!". Nie gehört? Auch so eine kleine Firma, die nur auf dem schleswig-holsteinischen Markt vertreten war und dort das Bier an die Einheimischen verramschte. Trotz Bierflaute sind die Flensburger fast in jedem Getränkemarkt zu finden (selbst im schwäbischen Heimdingen bei Ditzingen im "Saftladen"), da kann doch auch was nicht stimmen :)

Aber man sieht ja auch, dass selbst die DTAG hart an ihrem Stück vom Kuchen zu beißen habt. Wie heißt es doch so schön: Alle Menschen sind klug, die einen vorher, die anderen hinterher.

full ACK! Nur die können es wie auch Vodafone eher verkraften, weil große Kapitalgeber dahinterstecken.


Gruß
Todde
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[2.1.1.1.1] Crooks antwortet auf DerZynische
14.05.2002 11:23
Benutzer DerZynische schrieb:
Benutzer Crooks schrieb: Firma, die nur auf dem schleswig-holsteinischen Markt vertreten war und dort das Bier an die Einheimischen verramschte. Trotz Bierflaute sind die Flensburger fast in jedem Getränkemarkt zu finden (selbst im schwäbischen Heimdingen bei Ditzingen im "Saftladen"), da kann doch auch was nicht stimmen :)

Jau, stimmt wohl doch ;-) Plopp!

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[2.1.1.1.1.1] franky antwortet auf Crooks
14.05.2002 16:26
Benutzer Crooks schrieb:
Benutzer DerZynische schrieb:
Benutzer Crooks schrieb: Firma, die nur auf dem schleswig-holsteinischen Markt vertreten war und dort das Bier an die Einheimischen verramschte. Trotz Bierflaute sind die Flensburger fast in jedem Getränkemarkt zu finden (selbst im schwäbischen Heimdingen bei Ditzingen im "Saftladen"), da kann doch auch was nicht stimmen :)

Jau, stimmt wohl doch ;-) Plopp!


Das flenst!