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Was ist die Ursache?


10.12.2019 15:36 - Gestartet von chl
Technisch gesehen wäre es schon jetzt recht gut möglich, die SMS allen Kunden in allen Netzen weltweit kostenfrei anzubieten. Ohne großartige Mehrinvestition.
Wäre dies vor einigen Jahren so gemacht worden, hätte der Kunde nicht auf die kostenfreien Datenlösungen wie Messenger etc. zurückgreifen müssen. Die Provider wollten natürlich auf die Mehreinnahmen nicht verzichten...
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[1] myselfme antwortet auf chl
10.12.2019 16:42
Ich bin gerade dabei mich neu in die SMS zu verlieben. Keine nervigen Sprachnachrichten, Versand und Empfang nahezu überall möglich und ICH suche aus, wer mich erreichen kann und wem ich antworte.
Aber mir ist im Handy ja auch das Radio mit am Wichtigsten. Surfen und telefonieren geniesse ich dafür @Home auf einer 100er Leitung und mit einer richtigen Tastatur.
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[2] bholmer antwortet auf chl
11.12.2019 01:13
Benutzer chl schrieb:
Technisch gesehen wäre es schon jetzt recht gut möglich, die SMS allen Kunden in allen Netzen weltweit kostenfrei anzubieten. Ohne großartige Mehrinvestition.
Wäre dies vor einigen Jahren so gemacht worden, hätte der Kunde nicht auf die kostenfreien Datenlösungen wie Messenger etc. zurückgreifen müssen. Die Provider wollten natürlich auf die Mehreinnahmen nicht verzichten...

160 Byte kosteten je nach Tarif 9 bis 19 Cent, ins Ausland noch höher. Erst jetzt kommen langsam die SMS Flats.

Wen wundert es, dass man einen Messenger wie WhatsApp verwendet bei einem Datenvolumen von 1 GByte im Monat, wo die paar Byte nicht ins Gewicht fallen.

Noch schlimmer sieht es bei der MMS aus. In den meisten Tarifen kosten die immer noch 39 Cent.
Es wird eine SMS empfangen mit einem Link und das Handy lädt die MMS dann über eine Intranetverbindung herunter.
Damit holt man doch keinen hinter dem Ofen hervor, zu einer Zeit wo man - zumindest HSDPA vorausgesetzt sämtliche Dienste einschließlich Sprache über die Internetverbindung abwickeln kann.

Zusammenfassend ist die Ursache einfach der Preis.

Genauso wundert es mich, dass die Netzbetreiber kein Roaming Internet außerhalb der EU wollen und auf ein Mitverdienen verzichten.

Ich zahle in meinem Tarif bei Drillisch in Weltzone 4 15 Cent für 10 000 Byte.
Dafür könnte man theoretisch locker eine zweistellige Anzalhl von Whatsapp Nachrichten schicken.
Klingt doch beim ersten Hinsehen gut.
Aber 15 Cent / 10 kb sind 15 Euro pro 1 MB und 15000 Euro / 1 GB,
Und das in Netzen (wie z.B. Tunesien) wo man 25 GB LTE für 8 Euro mit einheimischer Karte bekommt.
Der einzige Unterschied ist, dass der APN, über den die Daten ins Internet eingespeist werden, im Gastland liegt und nicht in Deutschland.
Es kann mir niemand erzählen, dass das Anmieten von Mobilfunk Datenleitungen nach Deutschland soviel teurer ist als Internetleitungen. Ich möchte wetten, dass die getunnelt über die gleichen Glasfaserkabel laufen.

Zurück zur SMS: Am Anfang der SMS kostete diese über alle SMSC gleich viel.
Man konnte fast jedes beliebige SMSC der Welt benutzen mit Ziel in jedes beliebige Mobilfunknetz der Welt.
Heute kostet eine SMS ins Ausland erheblich mehr als ins Inland und ist in einer SMS Flat nicht enthalten. Für die paar Byte?
Wie wäre es denn, wenn die Internetnutzung über Smartphone zielabhängig wäre.
Also Inklusivvolumen nur für inländische Webseiten. Ausländische kosten extra. Wäre doch eine gute Idee zum Gelddrucken...

Dienste die Mondpreise kosten, werden nicht benutzt, zumindest wenn man Hirn hat.







Die Mondpreise von