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Wenn die 81,4% in die 4G Netze stürmen...


12.11.2019 15:26 - Gestartet von Tzupa
...dann gute Nacht. Dann wird vermutlich 3G bald zum „Geschwindigkeits-Geheimtipp“ werden.

Ehrlich, wenn man sich die Auslastung der 4G Netze vor allem in den Abendstunden ansieht, dann kann man nur hoffen, dass die vielen Nutzer, die derzeit noch in den 3G Netzen hängen, auch noch möglichst lange freiwillig dort bleiben. Wenn derzeit wirklich nur 20% der LTE Smartphones auch auf LTE zugreifen, würde eine umfassende Freischaltung aller Pre-paid- und Reseller-Tarife eine Mehrauslastung von 500% in den LTE Netzen bedeuten. Ich denke, dann wünschen wir uns bald wieder das einfache schwarz-weiß WAP-Internet zurück, weil alle anderen Seiten nicht mehr laden.
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[1] 388 antwortet auf Tzupa
12.11.2019 15:40
Die übliche Bedenkenträgerei... und sachlich falsch: 4G nutzt nun mal die Bandbreite effizienter.
Die Öffnung der 4G-Netze macht vor allem den Weg dafür frei, UMTS zurückzufahren und einen Teil des Frequenzbandes statt für 3G nun für 4G zu benutzen, mit denselben Antennenstandorten und Frequenzen können dann mehr Daten übertragen werden. 2,1 GHz sind als Frequenz wunderbar geeignet, um im kleinen Radius viel Bandbreite zu liefern. Mit Single-RAN geht die Anpassung sogar sehr flexibel. Außerdem kann der Netzbetreiber immer noch die Last verteilen, indem er in einer Funkzelle Kunden vom verstopften 4G auf 3G umbucht.
Durch das Festhalten an diesem diskriminierenden System verschwenden die Netzbetreiber bloß Übertragungskapazitäten - am Ende wird's dadurch für alle langsamer. Aber die 4G-Nutzer bei Telekom und Vodafone halten sich für privilegiert und greifen gerne tiefer in die Tasche... kommerziell vielleicht sinnvoll, technisch überhaupt nicht!!!

Benutzer Tzupa schrieb:
...dann gute Nacht. Dann wird vermutlich 3G bald zum „Geschwindigkeits-Geheimtipp“ werden.

Ehrlich, wenn man sich die Auslastung der 4G Netze vor allem in den Abendstunden ansieht, dann kann man nur hoffen, dass die vielen Nutzer, die derzeit noch in den 3G Netzen hängen, auch noch möglichst lange freiwillig dort bleiben. Wenn derzeit wirklich nur 20% der LTE Smartphones auch auf LTE zugreifen, würde eine umfassende Freischaltung aller Pre-paid- und Reseller-Tarife eine Mehrauslastung von 500% in den LTE Netzen bedeuten. Ich denke, dann wünschen wir uns bald wieder das einfache schwarz-weiß WAP-Internet zurück, weil alle anderen
Seiten nicht mehr laden.
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[1.1] Tzupa antwortet auf 388
12.11.2019 15:52
Benutzer 388 schrieb:
Die übliche Bedenkenträgerei... und sachlich falsch: 4G nutzt nun mal die Bandbreite effizienter.
Die Öffnung der 4G-Netze macht vor allem den Weg dafür frei, UMTS zurückzufahren und einen Teil des Frequenzbandes statt für 3G nun für 4G zu benutzen, mit denselben Antennenstandorten und Frequenzen können dann mehr Daten übertragen werden. 2,1 GHz sind als Frequenz wunderbar geeignet, um im kleinen Radius viel Bandbreite zu liefern. Mit Single-RAN geht die Anpassung sogar sehr flexibel. Außerdem kann der Netzbetreiber immer noch die Last verteilen, indem er in einer Funkzelle Kunden vom verstopften 4G auf 3G umbucht.
Durch das Festhalten an diesem diskriminierenden System verschwenden die Netzbetreiber bloß Übertragungskapazitäten - am Ende wird's dadurch für alle langsamer. Aber die 4G-Nutzer bei Telekom und Vodafone halten sich für privilegiert und greifen gerne tiefer in die Tasche... kommerziell vielleicht sinnvoll, technisch überhaupt nicht!!!


Du hättest recht, wenn man annimmt, dass der Umbau von 3G auf 4G schnell und auf absehbare Zeit passiert. Aber das ist ja nicht der Fall. Fakt ist, heute sind die 4G Netze schon am Limit, aber gleichzeitig werden sie für Billigtarife geöffnet. Das kann und wird nicht gut gehen und die Provider gewaltig in die Misere treiben. Bis die ganzen 3G Zellen in 4G oder 5G Zellen umgerüstet wurden, werden noch viele Jahre vergehen.
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[1.1.1] 388 antwortet auf Tzupa
12.11.2019 17:37
Benutzer Tzupa schrieb:
Du hättest recht, wenn man annimmt, dass der Umbau von 3G auf 4G schnell und auf absehbare Zeit passiert. Aber das ist ja nicht der Fall. Fakt ist, heute sind die 4G Netze schon am Limit, aber gleichzeitig werden sie für Billigtarife geöffnet. Das kann und wird nicht gut gehen und die Provider gewaltig in die Misere treiben. Bis die ganzen 3G Zellen in 4G oder 5G Zellen umgerüstet wurden, werden noch viele Jahre vergehen.

Nein, da kann ich dir zum Glück widersprechen: viele Anlagen laufen ja schon auf Single-RAN. Das heißt, den Sendeanlagen ist egal, mit welchem Standard sie funken. Wie viel Bandbreite um 2,1 GHz für 3G oder 4G verwendet werden soll, kann per Software umgeschaltet werden, theoretisch sogar fast in Echtzeit, je nach Bedarf - ohne Umrüstung. Und wo die Anlagen noch nicht umgerüstet sind, wird auch nichts schlechter: auch wenn alle Kunden einen 4G-Tarif haben, kann die Funkzelle immer noch einige Kunden ins 3G-Netz umbuchen, wenn 4G zu voll wird - alles bleibt dann wie jetzt!
Je mehr Datenverkehr über die effizienteren und moderneren Technologien läuft, umso besser!
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[1.1.1.1] marius1977 antwortet auf 388
13.11.2019 15:13
Benutzer Tzupa schrieb:

Nein, da kann ich dir zum Glück widersprechen: viele Anlagen laufen ja schon auf Single-RAN. Das heißt, den Sendeanlagen ist egal, mit welchem Standard sie funken. Wie viel Bandbreite um 2,1 GHz für 3G oder 4G verwendet werden soll, kann per Software umgeschaltet werden, theoretisch sogar fast in Echtzeit, je nach Bedarf - ohne Umrüstung. Und wo die Anlagen noch nicht umgerüstet sind, wird auch nichts schlechter: auch wenn alle Kunden einen 4G-Tarif haben, kann die Funkzelle immer noch einige Kunden ins 3G-Netz umbuchen, wenn 4G zu voll wird - alles bleibt dann wie jetzt!

Dann teste das mal im O2-Netz. Da sind die 4G-Zellen tagsüber so voll, dass man bei Speedtests auf mickrige 0,-Raten kommt. Und das Netz wirft einen nicht automatisch ins 3G, wie von dir beschrieben. Da muss ich mühselig manuell am iPhone 4G abschalten, dann hab ich wieder halbwegs Performance im 3G.

Also sieht man schon, dass hier keine Automatismen bei Überlast greifen.
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[1.1.1.1.1] berndmobile antwortet auf marius1977
13.11.2019 17:08
Benutzer marius1977 schrieb:
Benutzer Tzupa schrieb:

Nein, da kann ich dir zum Glück widersprechen: viele Anlagen laufen ja schon auf Single-RAN. Das heißt, den Sendeanlagen ist egal, mit welchem Standard sie funken. Wie viel Bandbreite um 2,1 GHz für 3G oder 4G verwendet werden soll, kann per Software umgeschaltet werden, theoretisch sogar fast in Echtzeit, je nach Bedarf - ohne Umrüstung.

Dann teste das mal im O2-Netz. Da sind die 4G-Zellen tagsüber so voll, dass man bei Speedtests auf mickrige 0,-Raten kommt. Also sieht man schon, dass hier keine Automatismen bei Überlast greifen.


Eines hat unser guter Freund auch nicht bedacht:

Es stimmt zwar man hat durch wechsel auf 4G eine höhere Performance weil das 4G Protokoll effizienterer ist. Aber das Hauptproblem wird sein das selbst wenn die Basisstation bsp. 10 GBit schaffen würde für alle Nutzer wenn man alles umstellt auf 4G und der ganze Technik dazu aber die Anbindung der Station selbst nur 5 Gbit zulässt bringt das einen selbst nicht viel. Es kommt einfach nicht mehr an.

Eine Lösung währe es ich weis es wird da einige net gefallen bzw Widerspruch erheben und ist auch net wirklich ernst gemeint:

Man geht hin und wirft PowerUser einfach ins 2G zurück, also die ganze Videokucker und Videotelefonie User die die ganze Zeit nix zu tun haben als Videos zu streamen und zu telefonieren.

Wäre eine Idee es zu überlegen. Denn der vom gesamten Datenverkehr ist das der größter Datenfresser.