Diskussionsforum
  • 06.11.2019 18:45
    Mister79 schreibt

    Nun

    so ein Papier ist doch nichts wert. Kommt es zum wirklichen Handelskrieg oder einem Krieg, dann ist das Papier nichts wert.

    Andersrum wenn wir auf Huawei verzichten und mit Nokia oder Ericsson alleine Arbeiten, dann fallen wir was Mobilität betrifft noch weiter zurück. Denn die beiden Alternativen sind a nicht so weit und b sagen die ja selbst, dass es ohne Huawei nicht geht.

    Die Gründe dafür mögen noch so vielseitig sein und noch so in der Vergangenheit liegen aber es ist halt wie es ist. Hätte unsere CDU unter Kohl nicht den geplanten Ausbau gestoppt und auf Kupfer gesetzt, dann wären viele von den heutigen Problemen nicht vorhanden. Dann gäbe es zwar andere aber wir würden wenigstens im Breitbandausbau nahe zu neben jedem Mast eine Glasfaser haben, wo heute nur Kupfer liegt und man es erst teuer verlegen muss.

    Aus meiner Sicht hat es Kohl und sein Gefolge verbockt und das aus vielen Gründen, welche ich jetzt nicht weiter erläutern möchte.Tut auch nichts zur Sache aber die CDU stoppte was heute so dringend benötigt wird. Weitsicht sehe ich bei einer CDU nicht im geringsten aber bei einer SPD auch nicht. Eigentlich sehe ich nur 2-3 der mehr oder weniger großen Politiker, welche wenigstens bei den aktuellen Problemen eine gewisse Weitsicht an den Tag legen. Diese werden aber dann durch unsere ganz großen wie Merkel, AKK und Co. in die Schranken gewiesen und es bleibt beim alten. Sei es im Mobilfunk, sei es bei der Energiewende, sei es beim durchsetzten der Stromtrassen aus Ostfriesland nach Bayern und was es sonst noch so gibt.

    Kommen wir also zurück zu diesem Thema:

    Was will man denn ohne Huawei machen in Deutschland? Festnetz kriegen wir nicht hin (Bandbreite) und Mobilfunk auch nicht. Technisch gesehen haben wir in Deutschland keine Firma welche mit Produkten das 5G Problem lösen könnte und Europa hat zwei und die sagen, ohne Huawei geht es nicht.

    Was machen wir also? Entweder gehen es mit und bauen parallel was eigenes auf oder die beiden anderen werden mal technisch stark oder wir gehen den Weg weiter und unterhalten uns in 5 Jahren noch über den Chinesen. Selbst bei Autos kann ein Herr Hyundei technisch schon mehr zeigen als ein Herr Volkswagen oder BMW. Besonders wenn es um Hybride geht. Besonders können die es schon länger zeigen.

    Ich wette ja noch, unsere Konzerne warten auf Wasserstoff und Herr Altmaier gibt ja schon richtig Speed bei diesem Thema. Auch wenn es nur unter dem Deckmantel der alternativen Möglichkeiten läuft, welche nicht vernachlässigt werden sollten.

    Am ende reden wir noch und fechten Klagen aus mit gelangweilten Öko Rebellen und andere machen wieder und haben fertig wenn wir anfangen. Nur das wie im Fall Huawei dann schon vom Chinesen in Deutschland wieder gebaut wurde.

    Ein Trauerspiel in Deutschland und dann die falschen Regulierungen immer und dann steht man am Ende da.

    Am ende brauchen wir Huawei um es zu stemmen, die Kompetenz, die Technik und auch den Vorsprung den Huawei liefert. Ist Huawei/China verlässlich als Partner? Keine Ahnung, die USA ist es aber schon lange nicht mehr und als Partner ist man mit der USA nie auf Augenhöhe. Das merken die aber auch noch
  • 06.11.2019 20:05
    einmal geändert am 06.11.2019 20:08
    legro antwortet auf Mister79
    Benutzer Mister79 schrieb:
    >..
    > Am ende brauchen wir Huawei um es zu stemmen, die Kompetenz,
    >
    die Technik und auch den Vorsprung den Huawei liefert. Ist
    >
    Huawei/China verlässlich als Partner? Keine Ahnung, die USA ist
    >
    es aber schon lange nicht mehr und als Partner ist man mit der
    >
    USA nie auf Augenhöhe. Das merken die aber auch noch

    Auch wenn du vielfach recht hast ..

    Lieber kleinere Brötchen backen als sich einem diktatorischen und entsprechend korrupten System unterwerfen, ist meine tiefste Überzeugung.

    Dass die Chinesen uns so überlegen sind, wie du es annimmst, hat u.a. die Ursachen in der hemmungslosen Geschäftemacherei.

    Da wird technisches Wissen geldgierig verscherbelt - die Robotertechnik von Kuka war wohl billiger zu kaufen als abzukupfern. Und wir wundern uns über die Übermacht?

    Da werden haufenweise Produktionen hochtechnisierte Geräte nach China verlagert. Und wiederum wundern wir uns, dass plötzlich viel billigere Geräte dieser Art von chinesische Herstellern den Weltmarkt überschwemmen?

    Wie verantwortungslos kann man eigentlich noch werden, wenn es um Profit geht?
  • 06.11.2019 21:24
    comfreak antwortet auf Mister79
    Benutzer Mister79 schrieb:
    > Andersrum wenn wir auf Huawei verzichten und mit Nokia oder
    >
    Ericsson alleine Arbeiten, dann fallen wir was Mobilität
    >
    betrifft noch weiter zurück. Denn die beiden Alternativen sind
    >
    a nicht so weit und b sagen die ja selbst, dass es ohne Huawei
    >
    nicht geht.

    Nun, man muss sich ja m.E. noch eine weitere Frage stellen: Wer benutzt heute alles Cisco Router? Das sind die, die quasi jede Woche ihre Router wegen diverser Sicherheitslücken updaten müssen. Sicherheitslücken, über die oftmals Datenverkehr abgegriffen werden könnte. Und aus welchem Land stammen die...? Daher ist es wohl mehr eine Frage, wem man potentiell Zugriff geben will. Denn die Gefahr besteht bei der aktuellen Infrastruktur bereits in hohem Maße.

    Ich denke ja aber, dass der politische Gegenwind Huawei ganz ironisch eher helfen wird. Sie werden für viele ihrer Produkte ihren Code offenlegen müssen und diese Transparenz wird ihnen ggü. besonders Cisco langfristig zum Wettbewerbsvorteil.