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28.10.2019 11:05 - Gestartet von sangyong
einmal geändert am 28.10.2019 11:07
In 9 Jahren haben die also 80 Stationen gebaut???? Nicht schlecht!

Davon können wir hier in München nur träumen. Hier dauern schon die Renovierungen bestehender Stationen mehrere Jahre. Somit herrscht hier fast Stillstand. Neue Linien sind zwar in Planung- doch die Politik (übrigens Rot-grün regiert) kann sich nicht auf die Finanzierung einigen. Die zweite Stammstrecke kommt mehr als 20 Jahre zu spät und wird irgendwann in 2030 fertiggestellt.

Früher hätte ich behauptet Moskau wäre dem Westen nicht ebenbürtig. Das Bild hat sich grundlegend geändert. Ich denke Städte wie Moskau haben Berlin& Co. schon längst abgehängt.
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[1] Trefferle antwortet auf sangyong
28.10.2019 14:44
Benutzer sangyong schrieb:
In 9 Jahren haben die also 80 Stationen gebaut???? Nicht schlecht!

Jo, ganz München hat nichtmal 100. Und selbst das wurde noch zusammengestrichen in den 70ern.

Davon können wir hier in München nur träumen. Hier dauern schon die Renovierungen bestehender Stationen mehrere Jahre. Somit herrscht hier fast Stillstand. Neue Linien sind zwar in Planung- doch die Politik (übrigens Rot-grün regiert) kann sich nicht auf die Finanzierung einigen.

*hüstel*

Es ist seit 2014 rot-schwarz. Aber richtig, es geht viel zu langsam voran. Aber solang die CSU schon bei jedem Tramprojekt Schnappatmung bekommt (Englischer Garten, Westtangente, St. Emmeram [gut die gibt es Gott sei dank], Tram nach Freimann usw.) wird sich nicht viel ändern...

Die zweite Stammstrecke kommt mehr als 20 Jahre zu spät und wird irgendwann in 2030 fertiggestellt.

Das ist Bundes/Landesaufgabe. Rat mal welche Partei seit langem im Verkehrsministerium ist...

Früher hätte ich behauptet Moskau wäre dem Westen nicht ebenbürtig. Das Bild hat sich grundlegend geändert. Ich denke Städte wie Moskau haben Berlin& Co. schon längst abgehängt.

Ja, kann ich unterstreichen.
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[1.1] sangyong antwortet auf Trefferle
28.10.2019 14:50
Es ist egal, welche Partei an der Macht war oder ist. Denn wir hatten lange Zeit Rot-grün und damals gab es auch nüscht

Immer nur blöd daherredn wie wichtig der ÖPNV ist. Am Ende will niemand die heissen Eisen anfassen. Könnte ja Geld und Stimmen kosten. Ich kenne das Drama schon. Partei A schlägt etwas vor und Partei B ist dagegen. Es geht immer nur darum, den Vorschlag des anderen zu verhindern.

Daher kann man in München den Nahverkehr der 70er Jahre bewundern. Wir leben in und mit einem Flickwerk.
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[1.1.1] industrieclub antwortet auf sangyong
28.10.2019 21:00
Benutzer sangyong schrieb:
Es ist egal, welche Partei an der Macht war oder ist. Denn wir hatten lange Zeit Rot-grün und damals gab es auch nüscht...............
Daher kann man in München den Nahverkehr der 70er Jahre bewundern. Wir leben in und mit einem Flickwerk.

JA, und um das wiederum richtig einzuordnen, muss einem klar sein, dass München
(u.a. beim Nahverkehr) noch quasi die "Edelstadt" in Deutschland ist !
Man gehe z.B. mal nach NRW und man kommt sich wie in der Dritten Welt vor...Doch
Halt ! Selbst der tut man damit (zumindest teilweise) schon Unrecht. Rio de Janeiro,
Curitiba, Quito und Bogota z.B. haben Nahverkehrskonzepte, von denen man in DE
nur träumen kann,,.( z.B. Seilbahnen, Schnellbusse auf Exklusivspuren etc.)
Deutschland wird (dank der sog. "Volksparteien") immer peinlicher !
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[2] mho73 antwortet auf sangyong
28.10.2019 21:33
Benutzer sangyong schrieb:

Früher hätte ich behauptet Moskau wäre dem Westen nicht ebenbürtig. Das Bild hat sich grundlegend geändert. Ich denke Städte wie Moskau haben Berlin& Co. schon längst abgehängt.

Lade Dir mal jemand aus Moskau ein, gehe mit ihm auch nur einen einzigen Tag durch München spazieren und man wird Dir glaubhaft versichern, dass Du im Paradies lebst, bezogen auf die Wohnsituation, das Warenangebot in den Läden, die Kaufkraft, die Sauberkeit, die Sicherheit, die medizinische Versorgung, politische Situation, Qualität von Trinkwasser, Luft usw. usw..

Nicht verwunderlich, wenn Moskau bei der 10fachen Zahl von Einwohnern auch ein paar U-Bahn-Stationen mehr hat.
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[2.1] sangyong antwortet auf mho73
28.10.2019 21:51
Hängt von der sozialen Schicht ab.

Ich habe russische Freunde die ganz klar sagen, dass sie sich von Deutschland mehr erhofft hatten und sie -Ausbildung sei Dank- in Russland nicht schlechter leben würden. Gut ausgebildete Russen mit Kapital zieht es nicht unbedingt hierher. Die die hier das Paradies entdecken, sind die die irgendwo vom Land herkommen. Die finden das alles ganz toll. Jemand aus Moskau wird jetzt München nicht unbedingt vom Hocker hauen...
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[2.1.1] mho73 antwortet auf sangyong
28.10.2019 22:09
Benutzer sangyong schrieb:
[...]
Jemand aus Moskau wird jetzt München nicht unbedingt vom Hocker hauen...

Ich spreche von einer jungen Frau aus Moskau, gute Ausbildung, guter Job, eine sehr einfache Mini-Wohnung. Hier in München konnte sie kaum genug davon bekommen, durch die Stadt und durch die Läden zu spazieren, sich über die saubere Luft und die sauberen Straßen zu freuen, das gute Leitungswasser zu trinken, unsere Radwege auszuprobieren (gibt es zuhause wohl nicht) etc.
Ich beweifle nicht, dass es die neue Moskauer Oberschicht gibt, aber ein großer Teil der Leute lebt in Armut und Unsicherheit. Ich war selbst der Meinung, da hätte sich in den letzten 20 Jahren viel geändert (ich war 2000 in Russland gewesen), aber mir wurde eher das Gegenteil berichtet.