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Discovery & Picard


14.10.2019 18:53 - Gestartet von Dogmatix
Das Vorteil bei den Streamern Amazon und Netflix ist daß die Serien hier auch mit OT zu geniessen sind - bei ARD, ZDF, RTL & Co wird alles durch Synchronisierung völling ungeniessbar gemacht.
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[1] Sendy antwortet auf Dogmatix
14.10.2019 19:14
Benutzer Dogmatix schrieb:
Das Vorteil bei den Streamern Amazon und Netflix ist daß die Serien hier auch mit OT zu geniessen sind - bei ARD, ZDF, RTL & Co wird alles durch Synchronisierung völling ungeniessbar gemacht.

Die können machen was sie wollen. Es wird immer wieder Leute geben, die sich das Geld aus der Tasche ziehen lassen. Für Fernsehen! Die Welt ist so schön. Ich hab schon mindestens 6 Wochen kein Fernsehen geschaut. Ich brauchs nicht. Ohne ist viel schöner und gemütlicher!
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[1.1] Premiumbernd antwortet auf Sendy
15.10.2019 05:59
Die können machen was sie wollen. Es wird immer wieder Leute geben, die sich das Geld aus der Tasche ziehen lassen. Für Fernsehen! Die Welt ist so schön. Ich hab schon mindestens 6 Wochen kein Fernsehen geschaut. Ich brauchs nicht. Ohne ist viel schöner und gemütlicher!

Ja und? Für das Staatsfernsehen zahlst du trotzdem. Auch wenn du kein Fernseher hat.
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[1.1.1] montaxx antwortet auf Premiumbernd
15.10.2019 15:28
Benutzer Premiumbernd schrieb:
(...)
Ja und? Für das Staatsfernsehen zahlst du trotzdem. Auch wenn du kein Fernseher hat.
Manche kapieren es nie:Auch wenn eine gewisse rechtsradikale Partei es noch so oft in die Luft kräht - Staatsfernsehen,Staatsrundfunk haben wir in Deutschland nach den Erfahrungen mit dem gleichgeschalteten Rundfunk in den Jahren 1933-1945 nicht.Nach dem WK 2 wurde in Deutschland nach dem Vorbild der unabhängigen britischen BBC öffentlich-rechtlicher Rundfunk eingeführt,in dem zwar auch die politischen Parteien mitwirken,aber eben - und das ist das Entscheidende - nicht ausschließlich.
P.S.:Seltsamerweise schimpft diese gewisse rechtsradikale Partei gern über das von ihr sogenannte „Staatsfernsehen“,ihre Vertreter haben aber absolut nichts dagegen,in den dortigen Talkshows ihre Parolen zu verbreiten.Konsequent ist das nicht.Die sollten sich dann doch viel eher bei den Privaten breitmachen...
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[1.1.1.1] Bjoern_Koenig antwortet auf montaxx
15.10.2019 15:52

einmal geändert am 15.10.2019 15:53
Lieber montaxx,

ich will nicht unnötigerweise in die Debatte eingreifen, doch schweift man bei diesem Thema scheinbar oft leicht in politische Polemik ab.

Der Begriff "Staatsrundfunk" enthält unstreitig eine gewisse Polemik. Dennoch kann man nicht ausblenden, dass die Zahlung des Rundfunkbeitrages in Deutschland verpflichtend ist und diese Verpflichtung wurde nun einmal politisch durch den Rundfunkstaatsvertrag festgelegt. Formal ist der ÖR zwar unabhängig, dennoch gibt es inhaltliche Vorgaben, welche Aufgaben der ÖR zu erfüllen hat. Zudem sitzen in den Gremien Vertreter der Politik.

Ob all dies nun mit der oft kolportierten "Staatsferne" zu vereinbaren ist, muss letztendlich jeder für sich selbst bewerten. Dass Medien auch erfolgreich mit journalistischen Inhalten am Markt agieren und bestehen können (und zwar ohne Zwangsbeiträge) bestätigen Angebote wie teltarif.de sicherlich sehr eindrucksvoll.

Das größte Problem beim ÖR ist in meinen Augen die Wettbewerbsverzerrung. Wenn Sky für die Bundesliga-Rechte 900 Millionen Euro privatwirtschaftlich organisieren muss, wieso erlaubt man es dann den ÖR teure Sportrechte durch die Beitragszahler "zwangszufinanzieren"?

Um es klar zu sagen, dies ist kein Plädoyer gegen den ÖR. Ich persönlich würde mir aber wünschen, diesen auf seine wirkliche Grundversorgung zu beschränken und diesen Auftrag klar zu definieren. Dann würden wir bei einem deutlich niedrigeren Monatsbeitrag liegen.

Viele Grüße

Björn König



Benutzer montaxx schrieb:

P.S.:Seltsamerweise schimpft diese gewisse rechtsradikale Partei gern über das von ihr sogenannte „Staatsfernsehen“,ihre Vertreter haben aber absolut nichts dagegen,in den dortigen Talkshows ihre Parolen zu verbreiten.Konsequent ist das nicht.Die sollten sich dann doch viel eher bei den Privaten
breitmachen...
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[1.1.1.2] Premiumbernd antwortet auf montaxx
15.10.2019 16:00
Benutzer montaxx schrieb:
Benutzer Premiumbernd schrieb:
(...)
Ja und? Für das Staatsfernsehen zahlst du trotzdem. Auch wenn du kein Fernseher hat.
Manche kapieren es nie:Auch wenn eine gewisse rechtsradikale Partei es noch so oft in die Luft kräht -
Staatsfernsehen,Staatsrundfunk haben wir in Deutschland nach den Erfahrungen mit dem gleichgeschalteten Rundfunk in den Jahren 1933-1945 nicht.Nach dem WK 2 wurde in Deutschland nach dem Vorbild der unabhängigen britischen BBC öffentlich-rechtlicher Rundfunk eingeführt,in dem zwar auch die politischen Parteien mitwirken,aber eben - und das ist das Entscheidende - nicht ausschließlich.
P.S.:Seltsamerweise schimpft diese gewisse rechtsradikale Partei gern über das von ihr sogenannte „Staatsfernsehen“,ihre Vertreter haben aber absolut nichts dagegen,in den dortigen Talkshows ihre Parolen zu verbreiten.Konsequent ist das nicht.Die sollten sich dann doch viel eher bei den Privaten breitmachen...

Sieht offensichtlich nicht gut aus mit dem logischen Denken. Warum hat der Staat, warum haben die Parteien dem ÖR ein so fantastisches, wunderbares Geschenk einer Haushaltsabgabe gemacht. Warum wird jeder gezwungen zu zahlen. Warum darf der ÖR von jedem, völlig Leistungsunabhängig, Geld verlangen? Weil der ÖR ein willfähiges Instrument ist. Die Gremien sind politisch besetzt und es gibt einen Rundfunk - STAATS- Vertrag. Aber der Deutsche Michel ist halt ein Naivling, gut regierbar.
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[1.1.1.3] mannesmann antwortet auf montaxx
15.10.2019 21:35

einmal geändert am 15.10.2019 21:37
Benutzer montaxx schrieb:
Benutzer Premiumbernd schrieb:
(...)
Ja und? Für das Staatsfernsehen zahlst du trotzdem. Auch wenn du kein Fernseher hat.
Nach dem WK 2 wurde in Deutschland nach dem Vorbild der unabhängigen britischen BBC öffentlich-rechtlicher Rundfunk eingeführt,in dem zwar auch die politischen Parteien mitwirken,aber eben - und das ist das Entscheidende - nicht ausschließlich.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist hier dank 8 Millarden Euro pro Jahr GEZ (neuer Name: Rundfunkbeitrag, "Raider heißt jetzt Twix") zu groß und zu teuer.

Wenn hier mit der BBC argumentiert wird, die bekommt "nur" 5 Millarden Pfund/5,8 Millarden Euro pro Jahr. Auch pro Person zahlen die Briten für die BBC natürlich weniger. Ab 75 Jahren muss kein Brite mehr für die BBC zahlen. Dass das Programm von der BBC besser ist als ARD/ZDF, steht zumindest für mich außer Frage.

In Europa haben laut ARD nur die Schweiz, Norwegen, Österreich und Dänemark einen höhere Abgabe für Rundfunk pro Person als Deutschland:

http://www.ard.de/download/1254622/Hoehe_des_deutschen_Rundfunkbeitrags_im_europaeischen_Vergleich.pdf

Diese Länder sind zur Hälfte nicht in der EU, haben größtenteils noch ihre eigene Währung, den Menschen geht es dadurch entsprechend gut, denn die Löhne liegen wesentlich höher als in Deutschland! Man kann es sich dort also leisten. Gleichzeitig sind diese Länder bevölkerungsmäßig relativ klein, also muss mehr pro Person berechnet werden, damit überhaupt im Ergebnis etwas zusammenkommt.

P.S.:Seltsamerweise schimpft diese gewisse rechtsradikale Partei gern über das von ihr sogenannte „Staatsfernsehen“,ihre Vertreter haben aber absolut nichts dagegen,in den dortigen Talkshows ihre Parolen zu verbreiten.Konsequent ist das nicht.Die sollten sich dann doch viel eher bei den Privaten breitmachen...

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk macht sich nur eine Partei breit und das ist die Lieblingspartei der Journalisten, besser bekannt als Grüne.
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[1.1.1.3.1] Schnitzler-Welke antwortet auf mannesmann
16.10.2019 20:09
Benutzer mannesmann schrieb:

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk macht sich nur eine Partei breit und das ist die Lieblingspartei der Journalisten, besser bekannt als Grüne.

Wenn man montaxx in einer roten Flora Blase lebt, geht die Realität dienstaxx eventuell in horizonterweiternden Substanzen auf.
Erwarte also keine auf Fakten bezogene Antwort...
aber...in einem täuschst du dich:
Es gibt bei den ÖR diesen Somuncu. Der ist nicht bei den Grünen, sondern bei einer pseudo-hochintellektuellen, kontraproduktiven linken Gruppierung, die sich "Die Partei" nennt.
Aber seine (ehemalige?) Gespielin, Genossin Kebekus, ist, wie so viele andere neutrale, dem Bildungsauftrag entsprechende Figuren, bei den Grünen.
Sogar aktiv.
Und jetzt entschuldige...
Ich muss gleich kotzen.
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[2] mirdochegal antwortet auf Dogmatix
16.10.2019 09:46
Benutzer Dogmatix schrieb:
Das Vorteil bei den Streamern Amazon und Netflix ist daß die Serien hier auch mit OT zu geniessen sind - bei ARD, ZDF, RTL & Co wird alles durch Synchronisierung völling ungeniessbar gemacht.

Das ist aber ein Problem das nur einige wenige haben. Dem Großteil der Zuschauer geht der Originalton komplett am Arsch vorbei, auch wenn Forderungen danach gerne gestellt werden. Ein Sender (war es one oder zdf neo?) hat mal eine dafür prädestinierte Serie in OT gezeigt und die Zuschauerresonanz war minimal.
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[2.1] Bjoern_Koenig antwortet auf mirdochegal
16.10.2019 10:05
Lieber mirdochegal,

ich würde das Thema Mehrkanalton nicht unterschätzen. Gerade Netflix ist wegen des Mehrkanaltons sehr beliebt, sie strahlen z.B. ihre Originals auch in Italienisch, Französich etc. aus. Viele Zuschauer nutzen dies sogar, um eine Fremdsprache zu lernen oder die eigenen Kenntnisse zu verbessern.

Viele Grüße

Björn König


Benutzer mirdochegal schrieb:

Das ist aber ein Problem das nur einige wenige haben. Dem Großteil der Zuschauer geht der Originalton komplett am Arsch vorbei, auch wenn Forderungen danach gerne gestellt werden. Ein Sender (war es one oder zdf neo?) hat mal eine dafür prädestinierte Serie in OT gezeigt und die Zuschauerresonanz
war minimal.
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[2.1.1] mirdochegal antwortet auf Bjoern_Koenig
16.10.2019 10:16
Benutzer Bjoern_Koenig schrieb:
ich würde das Thema Mehrkanalton nicht unterschätzen. Gerade Netflix ist wegen des Mehrkanaltons sehr beliebt, sie strahlen z.B. ihre Originals auch in Italienisch, Französich etc. aus. Viele Zuschauer nutzen dies sogar, um eine Fremdsprache zu lernen oder die eigenen Kenntnisse zu verbessern.

Lieber Björn König, ich möchte den Freunden des Originaltons ja nicht ihren Spaß daran verderben oder diese Möglichkeit abgeschafft wissen. Wenn auch nur vereinzelt gucke ich auch schon mal Filme auf Blu-ray in englisch. Gerade bei den jungen Erwachsenen wird mehr original geguckt. Dennoch, letztlich interessieren sich 90% der Zuschauer nicht dafür, muss man zur Einordnung ja auch sehen.
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[3] CBS antwortet auf Dogmatix
16.10.2019 21:18
Das Vorteil bei den Streamern Amazon und Netflix ist daß die Serien hier auch mit OT zu geniessen sind - bei ARD, ZDF, RTL & Co wird alles durch Synchronisierung völling ungeniessbar gemacht.

Es war einmal vor langer Zeit, da wurden auch in der ARD und im ZDF viele Spielfilme und Serien im Zweikanalton ausgestrahlt. Das wurde dann der Audiodeskription geopfert. Die großen Privatsender machten aber dem Zweikanalton im Grunde den Garaus. Über Satellit gab es laufend Rechteprobleme, bei den ÖR gab es daher immer die Einblendung "Originalton nicht über Satellit". Die Schweizer haben bis heute grundsätzlich den Originalton bei ihrem Programm dabei, schätze ich sehr. Auch meist beim ORF und sogar die franz. Privatsender haben immer mehr Shows, Serien und Spielfilme zusätzlich im Originalton dabei. Ohne eine Wertung über den Film zu geben, aber z.B. lief Fack ju Göthe 3 eigentlich schon im deutschen Free TV, war im franz. TV schon vor Monaten zu sehen - auch auf deutsch. Genau sowas vermisse ich im deutschen TV, die Synchronisationen sind oftmals viel schlechter als das Original, katastrophal z.B. war es bei Friends, fast alle Gags weg. Selten sind sie besser, wie z.B. bei Bud Spender Filmen.

ich würde das Thema Mehrkanalton nicht unterschätzen. Gerade Netflix ist wegen des Mehrkanaltons sehr beliebt, sie strahlen z.B. ihre Originals auch in Italienisch, Französich etc. aus.

Nun, sie stellen die Filme im Mehrkanalton zur Verfügung. "Ausstrahlen" ist bei VoD (wie auch bei Kabel) die falsche Vokabel.

Viele Zuschauer nutzen dies sogar, um eine Fremdsprache zu lernen oder die eigenen Kenntnisse zu verbessern.

Zustimmung, war und ist auch bei mir so.