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plus quam perfect


08.06.2002 12:40 - Gestartet von freytag
Ist doch egal, wie lange ihr wartet. Die Karten landen in der Schublade und das Handy wird bei ebay vertickt. Dann geht hier wieder die Diskussion los, wie man am besten den Vertrag bei Quam kündigt... Einschreiben, Einwurfeinschreiben, per Fax... Ist doch immer die gleiche Tour...

Joachim Freitag aus Berlin
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[1] nc2001 antwortet auf freytag
08.06.2002 13:45
Benutzer freytag schrieb:
Ist doch egal, wie lange ihr wartet. Die Karten landen in der Schublade und das Handy wird bei ebay vertickt. Dann geht hier wieder die Diskussion los, wie man am besten den Vertrag bei Quam kündigt... Einschreiben, Einwurfeinschreiben, per Fax...
Ist doch immer die gleiche Tour...

Joachim Freitag aus Berlin

Ist das verboten?

CU
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[1.1] Supergrobi antwortet auf nc2001
08.06.2002 14:20
Benutzer nc2001 schrieb:

Ist das verboten?

CU

Nein, leider nicht.

Doof ist nur, dass wir, die den Vertrag zum Telefonieren abgeschlossen haben, eure Geldgier finanzieren müssen!
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[1.1.1] nc2001 antwortet auf Supergrobi
08.06.2002 14:30
Doof ist nur, dass wir, die den Vertrag zum Telefonieren abgeschlossen haben, eure Geldgier finanzieren müssen!

Es hindert Dich doch niemand daran, mit dem Vertrag zu telefonieren, oder?

CU
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[1.1.1.1] Supergrobi antwortet auf nc2001
08.06.2002 14:57
Benutzer nc2001 schrieb:
Es hindert Dich doch niemand daran, mit dem Vertrag zu telefonieren, oder?

CU

Stimmt. Meine Telefonierfreude wird aber durch die hohen Gesprächspreise minimiert.

Würden die Gerätesubventionen nicht missbraucht oder sogar ganz abgeschafft (träum...), könnten die Gespräche deutlich günstiger werden.

Und als Telefonkunde möchte ich eben telefonieren und nicht mein Taschengeld aufbessern bzw. Handys sammeln.

Gut, ich gebe zu, dass ich durch das Quamangebot auch ein neues Telefon bekommen habe - das alte Gerät kam nach fast 5 Jahren an seine Lebensdauergrenze.
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich aber lieber 500 € für ein neues Telefon bezahlen, wenn die Gespächskosten dann nur noch 1/10 betragen würden.

Wenn man mal überlegt, dass für Festnetzanschlüsse bis in jedes Haus ein Kabel verlegt werden muss, und für's Mobiltelefonieren im schlimmsten Fall alle paar hundert Meter ein Sender notwendig ist, wird ganz schnell klar, dass das Mobiltelefonierten für den Netzbetreiber wesentlich billiger ist. Trotzdem sind die Verbindungspreise um ein Vielfaches höher!
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[1.1.1.1.1] nc2001 antwortet auf Supergrobi
08.06.2002 15:35
Benutzer Supergrobi schrieb:
Benutzer nc2001 schrieb:
Es hindert Dich doch niemand daran, mit dem Vertrag zu telefonieren, oder?

CU

Stimmt. Meine Telefonierfreude wird aber durch die hohen Gesprächspreise minimiert.

Würden die Gerätesubventionen nicht missbraucht oder sogar ganz abgeschafft (träum...), könnten die Gespräche deutlich
günstiger werden.

Und als Telefonkunde möchte ich eben telefonieren und nicht mein Taschengeld aufbessern bzw. Handys sammeln.

Gut, ich gebe zu, dass ich durch das Quamangebot auch ein neues Telefon bekommen habe - das alte Gerät kam nach fast 5 Jahren an seine Lebensdauergrenze.
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich aber lieber 500 € für ein neues Telefon bezahlen, wenn die Gespächskosten dann nur noch 1/10 betragen würden.

Die Netzbetreiber subventionieren die Handys, damit man möglichst lange an ein Netz gebunden ist und dann auch dort bleibt nach dem 24 Monaten. D1 und D2 haben ihre Subventionen ja auch drastisch heruntergefahren, auf die Gesprächspreise hatte das aber keine Auswirkungen, im Gegenteil, die wurden ja teilweise noch erhöht.


Wenn man mal überlegt, dass für Festnetzanschlüsse bis in jedes Haus ein Kabel verlegt werden muss, und für's Mobiltelefonieren im schlimmsten Fall alle paar hundert Meter ein Sender notwendig ist, wird ganz schnell klar, dass das Mobiltelefonierten für den Netzbetreiber wesentlich billiger ist. Trotzdem sind die Verbindungspreise um ein Vielfaches höher!

Auch das ist eine Milchmädchenrechnung. So ein (stinknormales)Kupferkabel kann auch leicht tausende von Gesprächen abwickelt. Wenn man jetzt bedenkt, dass es vor 30 Jahren verlegt worden ist, rechnet sich das längst heute. Auch die Kosten für die Pflege und Wartung sind sehr sehr gering.

Eine Mobilfunkstelle ist ja nicht nur einfach eine Antenne die mal eben sendet, hier ist ein wesentlich höherer Wartungsaufwand notwendig, so muss sie ja auch in das bestehende Netz implementiert werden usw. Also so leicht kann man die BTS nun nicht mit dem Festnetz vergleichen. Sie sind zur Zeit noch erheblich teurer.

Außerdem herrscht bei uns das Prinzip zwischen Angebot und Nachfrage: Wenn der Kunde bereit ist soviel für das mobile Telefonieren zu bezahlen, wird kein Unternehmen auf die Idee kommen und die Preise senken!

Viel günstiger kann das mobile Telefonieren eigentlich nicht werden, was will man denn mehr als für 20 cent in der Hauptzeit ins Festnetz?

CU
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[1.1.1.1.1.1] Supergrobi antwortet auf nc2001
08.06.2002 18:41
Benutzer nc2001 schrieb:
Viel günstiger kann das mobile Telefonieren eigentlich nicht werden, was will man denn mehr als für 20 cent in der Hauptzeit ins Festnetz?

Was kostet ein Gespräch aus der Genion-Homezone?
Und wer glaubt, dass O2 dabei nichts verdient, ist ein Milchmädchen.
Damit ist ja eigentlich klar, dass Mobilfunk den Anbieter nicht viel mehr kosten kann als Festnetz.
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[1.1.1.1.1.1.1] nc2001 antwortet auf Supergrobi
08.06.2002 18:53
Was kostet ein Gespräch aus der Genion-Homezone? Und wer glaubt, dass O2 dabei nichts verdient, ist ein Milchmädchen.

Deshalb ist ja O2 auch Marktführer, hat die meisten Kunden und verdient prächtig.

;-)
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[1.1.1.1.2] X-ian antwortet auf Supergrobi
08.06.2002 16:42
Benutzer Supergrobi schrieb:
Würden die Gerätesubventionen nicht missbraucht oder sogar ganz abgeschafft (träum...), könnten die Gespräche deutlich günstiger werden.

So sehe ich das auch. Wenn man zum Vergleich die skandinavischen Länder Schweden oder Finnland betrachtet, dann ist dort das mobile telefonieren wesentlich billiger. Allerdings ist dort auch das subventionieren von Endgeräten verboten. Warum das in Deutschland aber gängige Praxis ist, verstehen wahrscheinlich nur die Mobilfunkanbieter. Aber eins ist ja wohl klar; ganz großes Interesse haben auch die Hersteller von Mobiltelefonen an den Subventionen, denn im Moment bekommen bestimmt an die 100% der Kunden alle zwei Jahre ein neues Handy zum Vertrag. Wenn die Gepräche billiger, aber dafür die Subventionen gestrichen würden, so würden die nicht mehr so viele Handys absetzen.

X-ian
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[1.1.2] elisa antwortet auf Supergrobi
09.06.2002 08:58
Benutzer Supergrobi schrieb:


Nein, leider nicht.

Doof ist nur, dass wir, die den Vertrag zum Telefonieren abgeschlossen haben, eure Geldgier finanzieren müssen!

Habe ich das richtig verstanden:
Du gehst davon aus, dass Viel-/Telefonierer quasi indirekt durch höhere Gesprächspreise die Handysubventionen finanzieren.

Dann stellt sich aber folgende Frage:
Wieso gibt es dann nicht Mobilfunkunternehmen, die sich einfach auf die
Viel-/Telefonierer spezialisieren, also keine Handysubventionen + günstige Gesprächspreise anbieten?
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[1.1.2.1] Supergrobi antwortet auf elisa
09.06.2002 14:53
Benutzer elisa schrieb:
Habe ich das richtig verstanden: Du gehst davon aus, dass Viel-/Telefonierer quasi indirekt durch höhere Gesprächspreise die Handysubventionen finanzieren.

Na klar. Das Geld für die subventionierten Handys fällt ja nicht vom Himmel sondern wird von den telefonierenden=zahlenden Kunden aufgebracht.

Dann stellt sich aber folgende Frage: Wieso gibt es dann nicht Mobilfunkunternehmen, die sich einfach auf die Viel-/Telefonierer spezialisieren, also keine Handysubventionen + günstige Gesprächspreise anbieten?

Weil (im Moment fast) nur die Anzahl der Kunden zählt.
Und ohne Kosten für's Handy und für die Grundgebühr sagen sich viele potentielle Kunden: 'Eigentlich brauche ich kein Handy, aber wenn ich nicht telefoiere, kostet es mich keinen Cent, also unterschreibe ich!'
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[1.1.2.1.1] elisa antwortet auf Supergrobi
09.06.2002 16:33
Benutzer Supergrobi schrieb:
(...)
Weil (im Moment fast) nur die Anzahl der Kunden zählt. Und ohne Kosten für's Handy und für die Grundgebühr sagen sich viele potentielle Kunden: 'Eigentlich brauche ich kein Handy, aber wenn ich nicht telefoiere, kostet es mich keinen Cent, also unterschreibe ich!'

Und mit billigeren Tarifen kann man die Anzahl der Kunden nicht erhöhen ??
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[1.1.2.1.1.1] Supergrobi antwortet auf elisa
09.06.2002 17:09
Benutzer elisa schrieb:
Und mit billigeren Tarifen kann man die Anzahl der Kunden nicht erhöhen ??

Nur die der tatsächlich telefonierwilligen Kunden.

Ich denke aber, dass ein großer Teil der Kunden nur durch den günstigen Einstieg zum Handy kamen. Wenn die Telefone nicht verschenkt würden, müssten die Mobilfunkanbieter sicherlich auf Kundenkreise wie z.B. 'Kids', 'Ich habe das Handy nur für den Notfall' oder 'Na und, es kostet mich ja nichts' verzichten.
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[1.1.2.1.1.1.1] elisa antwortet auf Supergrobi
09.06.2002 17:54
Ok, dann müsste ja jedes rational denkende Mobilfunkunternehmen so kalkulieren: die Konkurrenz soll die Kundenkreise: 'Kids', 'Ich habe das Handy nur für den Notfall' oder 'Na und, es kostet mich ja nichts' ruhig mit teuren Mobiltelefonen beschenken und ich hol' mir die Telefonierer (eben durch günstige Tarife), da ich ja Geld verdienen möchte. Weshalb dies aber nicht geschieht, ist nur, weil die Unternehmen noch ein paar Millionen Kunden haben wollen, die (fast) nie telefonieren ? Was bringt den eine hohe Kunden-Anzahl, die dann vor allem aus Nichttelefonierer besteht ?
Ok, die Nichtelefonierer wären ja wohl die treuesten Kundengruppe, die würden nicht so schnell zu den günstigeren Anbietern abwandern .... :)

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[1.1.2.1.1.1.1.1] Supergrobi antwortet auf elisa
09.06.2002 18:05
Benutzer elisa schrieb:
Was bringt den eine hohe Kunden-Anzahl, die dann vor allem aus Nichttelefonierer besteht ?

Aktionäre und andere Geldgeber.

Die Größe eines Mobilfunkunternehmens wird, zumindest zur Zeit, in der Anzahl der Kunden gemessen. Da muss man sich nur mal die Meldungen hier bei teltarif ansehen. Da steht nicht, Mobilfunkunternehmen X ist Marktführer, weil es Y € Umsatz/Gewinn gemacht hat, da steht X ist mit Z Kunden die Nr. Eins.
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[1.1.2.1.1.1.1.1.1] Kundenzahlen und Tarife
Keks antwortet auf Supergrobi
10.06.2002 02:44
Benutzer Supergrobi schrieb:
Benutzer elisa schrieb:
Was bringt den eine hohe Kunden-Anzahl, die dann vor allem aus Nichttelefonierer besteht ?

Aktionäre und andere Geldgeber.

Die Größe eines Mobilfunkunternehmens wird, zumindest zur Zeit, in der Anzahl der Kunden gemessen. Da muss man sich nur mal die Meldungen hier bei teltarif ansehen. Da steht nicht, Mobilfunkunternehmen X ist Marktführer, weil es Y € Umsatz/Gewinn gemacht hat, da steht X ist mit Z Kunden die Nr. Eins.

Richtig! Und eine hohe Kundenzahl zieht auch wieder andere Kunden an: "Ich geh' zu D2, meine Freunde sind ja auch alle da!"

Zudem werden aus Kids ja auch mal möglicherweise zahlungskräftige Berufstätige.

Liebe Grüße, Keks.
blitztarif.de
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[1.1.2.1.1.1.1.2] Martin Kissel antwortet auf elisa
09.06.2002 18:12
Benutzer elisa schrieb:Weshalb dies
aber nicht geschieht, ist nur, weil die Unternehmen noch ein paar Millionen Kunden haben wollen, die (fast) nie telefonieren ? Was bringt den eine hohe Kunden-Anzahl, die dann vor allem aus Nichttelefonierer besteht ?

Hohe Kundenzahlen = hoher Marktanteil =
hoher Bekanntheitsgrad = höhere Wahrscheinlichkeit für Mundpropaganda...
da freuen sich die Aktionäre auch

Ok, die Nichtelefonierer wären ja wohl die treuesten Kundengruppe, die würden nicht so schnell zu den günstigeren Anbietern abwandern .... :)

Das bezweifle ich teilweise sogar. Man denke nur an die vielen Leute, die Verträge nur abschließen, um das Handy zu kassieren und Geld zu machen. Oder immer zehn Sim-Cards dabei, um auch ja den günstigsten Tarif zum telefonieren zu haben.
Solche Leute kosten den Netzbetreiber Geld, auch wenn sie die Kundenzahl hoch halten.
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[1.1.2.1.1.2] Martin Kissel antwortet auf elisa
09.06.2002 17:36
Benutzer elisa schrieb:
Und mit billigeren Tarifen kann man die Anzahl der Kunden nicht erhöhen ??

Die E-Netze sind ja schon günstiger als die Magneten T-Mobile ("Telefonieren? Internet? Das ist doch alles von der Telekom, da frag ich mal nach.") und D2 Pirat ("Ihr aktuelles Guthaben beträgt minus 1 DMark und 5 Pfennig.").

Als Bonus für Verträge ohne subventionierte Handys gibts nun auch schon Sachen wie Freiminuten oder Frei-SMS.

Man will aber die Preise nicht zu radikal senken, denn mit der derzeitigen Marge gehts ja halbwegs gut und wenn man richtig stark runtergehen würde, dann wäre das Verhältnis Gewinn/Aufwand schlechter.
Wenn zu viele Kunden wechseln, dann müßten die BigPlayer nachziehen und das ganze trudelt sich bei niedrigeren Tarifen ein und von den Netzbetreibern hat im Endeffekt niemand was gewonnen, man sitzt bloß auf nem geringeren Gewinn.

Was Deutschland gebraucht hätte wäre ein Netzbetreiber ohne UMTS-Lizenz. Dieser hätte unabhängig der UMTS-Schulden der Konkurrenz dann richtig Druck im GSM ausüben können.
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[1.1.2.1.1.2.1] Zahnstein antwortet auf Martin Kissel
10.06.2002 09:30
Dem Stimme ich ebenfalls zu. Ich denke das Handy-Subvebtionen in keiner Relation zu den Kosten für die UMTS-Lizenzen stehen.
Ausserdem lässt sich der Skandinavische Mobilfunkmarkt nur bedingt mit dem deutschen vergleichen, den in Skandinavien gibt es viele Leute die statt eines Normalen Telefonanschlusses nur ihr Handy haben. Dementsprechend telefonieren diese Leute auch sehr viel aus diesem Grund sind die Tarife oft deutlich günstiger.
Aber jetzt auch mal ein anders Beispiel aus dem Festnetz: Wir zahlen , bis auf einige glückliche, alle unseren Festnetzanschluss bei der Telekom, der gerade mal wieder auf mindestens 13EUR monatlich erhöt wurde. Außerdem zahlen wir bei diesem Anbieter teilweise mehr als bei Call-By-Cal Anbietern in die USA oder sonstwohin. In einigen Ländern müssen die Leute weder Anschluskosten noch gebühren für Ortsgespräche zahlen (z.B. Neuseeland) und die Unternehmen dort überleben auch.

Nun überlegt doch mal, die Preispolitik der Telekom würde sich mit sicherheit nicht gravierend ändern wenn keine Handys subventioniert werden würden. Falls es euch schon mal aufgefallen ist werden die Handysubvention nicht durch die Telefonkosten sondern in der Regel durch die Grundgebühren wieder reingeholt. Die Rechnung lautet eher 24Monate GG + Handypreis bei Abschluss = Handypreis ohne Vetrag + ein Gewinn für Provider.

Also gebvt euch nicht der Illusion hin, dass Telefonieren ohne subventionen billiger wird, das einzige was sinken könnte wäre die Grundgebühr.

CU
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[2] Duke antwortet auf freytag
08.06.2002 14:18
Benutzer freytag schrieb:

Ist doch egal, wie lange ihr wartet. Die Karten landen in der Schublade und das Handy wird bei ebay vertickt. Dann geht hier wieder die Diskussion los, wie man am besten den Vertrag bei Quam kündigt... Einschreiben, Einwurfeinschreiben, per Fax...
Ist doch immer die gleiche Tour...

Stimmt - leider. Und dann auch noch meckern, dass sich die Tarife weiter verschlechtern und das mobile Telefonieren immer teurer wird.

Gruss Duke