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unlogisch?


26.04.2002 21:51 - Gestartet von koelli
"Die Verbraucherorganisation hatte in dem Verfahren argumentiert, dass die Auflösung von Verträgen im Wirtschaftleben "absolut normal" sei. Deshalb dürften die anfallenden Verwaltungskosten auf keinen Fall dem Kunden angelastet werden."

Mindestens genauso normal wie das Auflösen von Verträgen ist doch auch das Abschließen von Verträgen. Insofern dürfte es auch keine Anschlußgebühren mehr geben. Ganz abgesehen davon, dass es nicht sehr kundenfreundlich ist, wenn ein williger Neukunde nur gegen Cash angenommen wird. Das ist aber wohl noch das Überbleibsel der Beamtenmentalität, als die Telekom noch Bundespost hieß. Damals war man ja auch offiziell "Antragssteller" und nicht "Auftraggeber" wie heute.
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[1] cyberhase antwortet auf koelli
11.06.2002 14:09
Benutzer koelli schrieb:
"Die Verbraucherorganisation hatte in dem Verfahren argumentiert, dass die Auflösung von Verträgen im Wirtschaftleben "absolut normal" sei. Deshalb dürften die anfallenden Verwaltungskosten auf keinen Fall dem Kunden angelastet werden."

Mindestens genauso normal wie das Auflösen von Verträgen ist doch auch das Abschließen von Verträgen. Insofern dürfte es auch keine Anschlußgebühren mehr geben. Ganz abgesehen davon, dass es nicht sehr kundenfreundlich ist, wenn ein williger Neukunde nur gegen Cash angenommen wird. Das ist aber wohl noch das Überbleibsel der Beamtenmentalität, als die Telekom noch Bundespost hieß. Damals war man ja auch offiziell "Antragssteller" und nicht "Auftraggeber" wie heute.

ja aber im urteil des bgh steht ja auch was vom abwälzen von leistungen die nur zum vorteil des mobilfunkanbieters sind und dem kunden nichts nutzen, bei der freischaltung einer karte sieht das denke ich ein bischen anders aus, da hast du ja was davon das sie freigeschaltet wird, du kannst telefonieren :o)
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[2] sqbc02 antwortet auf koelli
11.06.2002 16:01
Benutzer koelli schrieb:
'Die Verbraucherorganisation hatte in dem Verfahren argumentiert, dass die Auflösung von Verträgen im Wirtschaftleben 'absolut normal' sei. Deshalb dürften die anfallenden Verwaltungskosten auf keinen Fall dem Kunden angelastet werden.'

Mindestens genauso normal wie das Auflösen von Verträgen ist doch auch das Abschließen von Verträgen. Insofern dürfte es auch keine Anschlußgebühren mehr geben. Ganz abgesehen davon, dass es nicht sehr kundenfreundlich ist, wenn ein williger Neukunde nur gegen Cash angenommen wird. Das ist aber wohl noch das Überbleibsel der Beamtenmentalität, als die Telekom noch Bundespost hieß. Damals war man ja auch offiziell 'Antragssteller' und nicht 'Auftraggeber' wie heute.

Ganz davon abgesehen, das damit ja zu deinem Vorteil etwas geschieht, hat der Mobilfunkanbieter hier auch mehr Aufwand. Er muss ein TK-Konto für dich einrichten und deine Bonität prüfen. In diesem Sinne bist du eigentlich nach wie vor ein 'Antragsteller' Schließlich ist nicht gesagt, das du auch einen Anschluss bekommst, wie man ja derzeit bei Quam & Co sieht...:)
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[2.1] koelli antwortet auf sqbc02
11.06.2002 21:34
Benutzer sqbc02 schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
'Die Verbraucherorganisation hatte in dem Verfahren argumentiert, dass die Auflösung von Verträgen im Wirtschaftleben 'absolut normal' sei. Deshalb dürften die anfallenden Verwaltungskosten auf keinen Fall dem Kunden angelastet werden.'

Mindestens genauso normal wie das Auflösen von Verträgen ist doch auch das Abschließen von Verträgen. Insofern dürfte es auch keine Anschlußgebühren mehr geben. Ganz abgesehen davon, dass es nicht sehr kundenfreundlich ist, wenn ein williger Neukunde nur gegen Cash angenommen wird. Das ist aber wohl noch das Überbleibsel der Beamtenmentalität, als die Telekom noch Bundespost hieß. Damals war man ja auch offiziell 'Antragssteller' und nicht 'Auftraggeber' wie heute.

Ganz davon abgesehen, das damit ja zu deinem Vorteil etwas geschieht, hat der Mobilfunkanbieter hier auch mehr Aufwand. Er muss ein TK-Konto für dich einrichten und deine Bonität prüfen.

Wenn man das so sehen würde, müsste man ja überall eine Gebühr zahlen: Bei der Einrichtung eines Girokontos, bei der Beantragung einer Kreditkarte, bei der Autovermietung...
Komischerweise ist man bei einer Bank oder bei einer Autovermietung aber willkommener als bei einem Handynetzbetreiber und wird ohne Aktivierungsgebühr bedient!
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[] Micky34 antwortet auf
11.06.2002 18:44
Benutzer ron's enemy schrieb:
Benutzer sqbc02 schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
'Die Verbraucherorganisation hatte in dem Verfahren argumentiert, dass die Auflösung von Verträgen im Wirtschaftleben 'absolut normal' sei. Deshalb dürften die anfallenden Verwaltungskosten auf keinen Fall dem Kunden angelastet werden.'

Mindestens genauso normal wie das Auflösen von Verträgen ist doch auch das Abschließen von Verträgen. Insofern dürfte es auch keine Anschlußgebühren mehr geben. Ganz abgesehen davon,
dass es nicht sehr kundenfreundlich ist, wenn ein williger Neukunde nur gegen Cash angenommen wird. Das ist aber wohl
noch das Überbleibsel der Beamtenmentalität, als die Telekom noch Bundespost hieß. Damals war man ja auch offiziell 'Antragssteller' und nicht 'Auftraggeber' wie heute.

Ganz davon abgesehen, das damit ja zu deinem Vorteil etwas geschieht, hat der Mobilfunkanbieter hier auch mehr Aufwand.
Er muss ein TK-Konto für dich einrichten und deine Bonität prüfen.
In diesem Sinne bist du eigentlich nach wie vor ein 'Antragsteller' Schließlich ist nicht gesagt, das du auch einen Anschluss bekommst, wie man ja derzeit bei Quam & Co sieht...:)

Es kommt lt. BGH darauf an, wie der Verwender die Gebühren begründet. Wenn damit z.B. ein Handy subventioniert wird, dann geschieht das ja im Interesse des Kunden und er bekommt eine Gegenleistung dafür.

Die Aktivierungsgebühr wird dir ja auch berechnet wenn Du nur einen Vertrag nimmst ohne Handy, also ist das Argument nicht zu halten.

Begründet der Anbieter die Anmeldegebühren dagegen mit dem Arbeitsaufwand oder mit der Bonitätsprüfung des Kunden, dann verfolgt er damit nur eigene Interessen und die Gebühr wäre m.E. tatsächlich ungerechtfertigt. Auf den "Aufwand", den der Anbieter tatsächlich hat, kommt es dem BGH nach nicht an.

Die Formulierung, dass eine Vertragskündigung "absolut normal" sei, stammt auch von irgendeinem Presse-Fritzen, nicht vom BGH.

Ron's enemy