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Die anderen sind schuld.


07.08.2019 14:01 - Gestartet von sangyong
Ich komme aus Pfaffenhofen und wohne aktuell in München. Über DAB konnte ich den Sender hier in München nicht empfangen. Der Empfangsbereich für Radio Ilmwelle war also schon von Anfang relativ klein.
Wieviele Menschen werden wohl im Landkreis ihr DAB-Radio auf diesen Sender einstellen? Das ist eventuell eine dreistellige Zahl- wenn überhaupt.

Somit ist das Geschäftsmodell fragwürdig und nicht die Politik. Soll diese UKW einfach mal abschalten, nur damit kleine Sender eine Chance haben.

Manchmal liegt es einfach am Content. Eine Abspielstation auf DAB einzurichten und auf den großen Reibach zu hoffen, wird den meisten Sendern nicht gelingen.
Es geht wie immer um Content. Ich muss Inhalte anbieten, die meine Zielgruppe einschaltet. Ein wenig Moderation, Verkehrsnachrichten und Musik aus den 80ern reicht da nicht. Da muss man schon ein wenig mehr bieten.

Es gibt kleine Sender die schaffen das. Das ist aber extrem selten und extrem schwierig. Da muss man entsprechend Pulver in die Hand nehmen und redaktionelle Inhalte erstellen.
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[1] Anatal antwortet auf sangyong
07.08.2019 17:46
Stimmt. Siehe meine Beiträge oben.

Benutzer sangyong schrieb:
Ich komme aus Pfaffenhofen und wohne aktuell in München. Über
>
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[1.1] helmut-wk antwortet auf Anatal
08.08.2019 13:04
Benutzer Anatal schrieb:
Stimmt. Siehe meine Beiträge oben.

Zur Zeit sind sie unten. bei teltarif kann sich die Reihenfolge ständig ändern.

Besser exakte Uhrzeit (und Datum ;) angeben oder draus zitieren. Könnte sonst bei vielen Beiträgen schwer werden, die Nadel im Heuhaufen zu finden (hier wars noch überschaubar).
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[1.1.1] Anatal antwortet auf helmut-wk
08.08.2019 13:32
Das stimmt. Das Kommentar.Layout ist hier ähnlich nervig wie bei heise o. ä. Es müsste dringend im Sinne einer Vereinfachung und einem Übersichtlichmachen erneuert werden.

Benutzer helmut-wk schrieb:
Benutzer Anatal schrieb:
Stimmt. Siehe meine Beiträge oben.

Zur Zeit sind sie unten. bei teltarif kann sich die Reihenfolge ständig ändern.

Besser exakte Uhrzeit (und Datum ;) angeben oder draus zitieren. Könnte sonst bei vielen Beiträgen schwer werden, die
Nadel im Heuhaufen zu finden (hier wars noch überschaubar).
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[2] Meterman antwortet auf sangyong
08.08.2019 10:02
Benutzer sangyong schrieb:

Somit ist das Geschäftsmodell fragwürdig und nicht die Politik. Soll diese UKW einfach mal abschalten, nur damit kleine Sender eine Chance haben.

Manchmal liegt es einfach am Content. Eine Abspielstation auf DAB einzurichten und auf den großen Reibach zu hoffen, wird den meisten Sendern nicht gelingen.
Es geht wie immer um Content. Ich muss Inhalte anbieten, die meine Zielgruppe einschaltet. Ein wenig Moderation, Verkehrsnachrichten und Musik aus den 80ern reicht da nicht. Da muss man schon ein wenig mehr bieten.

sehe ich genauso, besser hätte man es nicht beschreiben können. Die Politik oder das System dafür verantwortlich zu machen ist einfach nur ein letztes verzweifeltes Argument. Content bzw. Innovation ist hier das Schlüsselwort. Es gibt auf DAB Sender, die ganz neue Ideen haben, sich etwas trauen und sich dadurch aus dem Einheitsbrei-Dudelfunk mit nervender schlechter Comedy etc. deutlich hervorheben. Dort sind nur ganz wenige ideenreiche Sender entstanden, die aber viele Hörer dazu bewegt haben, sich ein DAB-Radio zu kaufen. Ich z.B. habe meinen Lieblingssender auf DAB. Dann ist es erst einmal zweitrangig, ob mein Favorit regional oder national sendet, wenn ich ihn in meiner gewohnten Umgebung täglich hören kann. Radio ist dadurch für mich wieder hörenswert geworden und UKW inzwischen Geschichte. Diese Situation ist vergleichbar mit der in den 1960-1970-ern, als Radio Luxemburg etwas völlig neues auf die Beine stellte und sehr viele Menschen dazu bewegte, sich Radios mit Kurzwelle oder der sogenannten Radio Luxemburg-Taste zu kaufen.
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[2.1] sangyong antwortet auf Meterman
08.08.2019 12:04
Ich verstehe nicht, warum sich in dieser Republik noch nie jemand an ein Talk-Radio gewagt hat.

Ein Radioprogramm mit verschiedenen Themen zu denen Hörer anrufen dürfen um sich so richtig auszukotzen. Über Verkehr, Politik, Gesellschaft, Arbeit etc. Das hätte Unterhaltungswert. Das kennt man doch von Spiegel-Online oder Welt.de.... Die Kommentare sind immer das Beste.

Oder eine Talkrunde wo es mal zur Sache geht und die Diskutanten auch mal richtig vom Leder ziehen dürfen.

In Amerika gibt es viele dieser meist lokalen Stationen. Und die sind sehr erfolgreich. Das interessiert die Leute dort. Gesprochen wird über das, was die Menschen bewegt. Also wird auch eingeschaltet. Wenn ein Bürgermeister Sch... baut, dann wird darüber gesprochen und alle rufen an oder hören zu.

Das wäre auch in Deutschland möglich. Das wäre mal was wirklich Neues.

Nur glaubt jeder mit einem 80er Jahre Dudel-stream läuft es einfacher.

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[2.2] Anatal antwortet auf Meterman
08.08.2019 13:45

2x geändert, zuletzt am 08.08.2019 13:49
Nur mit dem Unterschied, dass damals die Rahmenbedingungen für echte Innovationen viel besser waren, nicht alles per politischem Einfluss und Machtkonzentrationen durchreguliert wurde und die Konkurrenz lange nicht so groß war. Und wegen der Nutzung von AM als Übertragungsweg war die Reichweite der Stationen viel höher und viele Hörer konnten so viel mehr entdecken als heute. Und das ist genau einer der Punkte, die ich bei DAB+ heftig kritisiere - es soll quasi UKW langfristig ersetzen, würde dies aber nur auf regionaler Ebene tun. Der vieldiskutierte Overspill wird die Ausnahme bleiben und so wird die Hörerlandschaft weiter auf Mini-Gebiete zerstückelt, Das bedeutet, dass ein Sender auf kleinem Gebiet viel mehr um Hörer kämpfen muss. Ob das - siehe Thema - wirklich dauerhaft funktioniert, darf bezweifelt werden. Und wie ich anderenorts schon erwähnte, ist diese Praxis gerade beim Auftrag des ÖR-Rundfunks ein Mega-Rückschritt. Auch hinsichtlich dieser Tatsache ist das Sich-Abwenden-Wollen vom Satellitenradio ein Desaster, das dem selbsterklärten "demokratischen Informationsauftrag" völlig zuwiderläuft!

Benutzer Meterman schrieb:


rgleichbar mit der in den
1960-1970-ern, als Radio Luxemburg etwas völlig neues auf die Beine stellte und sehr viele Menschen dazu bewegte, sich Radios mit Kurzwelle oder der sogenannten Radio Luxemburg-Taste
zu kaufen.