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Große Leitungslängen und verschlafener Breitbandausbau


29.06.2019 13:03 - Gestartet von Siemensfreak
einmal geändert am 29.06.2019 13:05
ISDN funktioniert auch noch mit Leitungslängen über 10 km, bei DSL ist nach etwa 7 km Schluss. Bei Primärmultiplexern wurden dazu früher aufwendig und somit teuer Zwischenregeneratoren (ZWR) eingebaut.

Da der Breitbandausbau weiterhin nicht in der Fläche angekommen ist, bleibt die geringe DSL-Reichweite und der fehlende Glasfaserausbau für IP das Problem.

Und ohne Breitbandanschluss bleibt bei ISDN-Abschaltung nur ein Analoganschluss und das ist für Firmen keine Alternative.

Somit wirkt sich der miserable Zustand beim Breitbandausbau unmittelbar auf die ISDN-Abschaltung aus.

Zu GTT:
Wer schon solch blumige und reißerische Presse-Falschmeldung zum Marketing nötig hat, mit dem sollte man wohl besser keine Verträge machen.
Das ist mindestens unseriös.
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[1] krassDigger antwortet auf Siemensfreak
30.06.2019 01:24
Benutzer Siemensfreak schrieb:
Und ohne Breitbandanschluss bleibt bei ISDN-Abschaltung nur ein Analoganschluss und das ist für Firmen keine Alternative. Somit wirkt sich der miserable Zustand beim Breitbandausbau unmittelbar auf die ISDN-Abschaltung aus.

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf ISDN oder DSL sondern nur auf Analoganschlüsse. Die Telekom könnte diese also fristgerecht kündigen, selbst dann wenn es keinen Ersatz über DSL und Voip gibt.

Wäre die Telekom flink und wendig, würde sie nach Voip-Gateways für den Einsatz im HVt ausschau halten, die ISDN-Uk0-Schnittstellen bereitstellen. Aufgrund der langen und bürokratischen Prozesse und der Entscheidung von ganz oben, dass man ISDN nicht mehr haben will, wird das aber wohl nicht mehr passieren.
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[2] Stefan1200 antwortet auf Siemensfreak
30.06.2019 08:25
Benutzer Siemensfreak schrieb:
Somit wirkt sich der miserable Zustand beim Breitbandausbau unmittelbar auf die ISDN-Abschaltung aus.

Die Anzahl der Haushalte, die nicht mindestens 2 Mbit per DSL bekommen können (was für einen einfachen All-IP Anschluss mit max 2 Gesprächskanälen locker ausreicht, zumal die Bandbreite ja leicht ansteigt nach All-IP Umstellung), möchte ich gerne wissen. Vermutlich reden wir hier von unter 1% der deutschen Haushalte. Welcher miserable Zustand also?
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[2.1] hrgajek antwortet auf Stefan1200
30.06.2019 12:49
Hallo,

Benutzer Stefan1200 schrieb:
Benutzer Siemensfreak schrieb:
Somit wirkt sich der miserable Zustand beim Breitbandausbau unmittelbar auf die ISDN-Abschaltung aus.

Bei abgelegenen Anschlüssen, hat sich ISDN als sehr stabil und robust erwiesen, besonders bei Kabellängen um die 10km (was schnell passieren kann und nicht mit der Luftlinienentfernung zur nächsten "aktiven" Einheit (z.B. Kvz oder Hvt) zu tun hat.

Mit der Abschaltung bleibt nur noch "analog" übrig, wo bei in der aktiven Einheit ein MSAN (eine Art VoIP-Modem) montiert wird.

Sind vor Ort genügend Kupferadern verfügbar gibt's noch eine wenig bekannte Alternative, die S-DSL (symmetrisches DSL) heißt, aber offiziell auch sehr teuer ist.

Die kann wohl (mindestens) 5 MB/s symmetrisch, andere Quellen berichten sogar von 20 MB/s symmetrisch.

Telekom vermarktet die unter dem Kürzel DCIP (Deutschland LAN IP-Connect)

Ich kannte auf dem Land eine Sparkassenfiliale, die in einem Ort ohne DSL darüber ihr komplettes internes Intranet abgewickelt hat. Sie hatten einen Telefonanschluss mit der Kopfnummer der Hauptverwaltung (30km entfernt, andere Vorwahl) und haben alle Vorgänge über Intranet Webseiten abgewickelt.
Was alleine die Leitung gekostet hat (Filiale wurde geschlossen) will ich lieber nicht wissen :-)



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[2.2] Doesi antwortet auf Stefan1200
01.07.2019 10:36
Benutzer Otis schrieb:
1% Nein.10% der Haushalte bekommen vermutlich kein DSL, dann noch "einige" mit weniger als 2MBits. Ich habe jetzt 6Mbits. Bei der Suche nach einem Grundstück, waren 8 von 10 unter 1Mbit DSL. Der Zustand unserer Region!

Laut Breitbandatlas lag die leitungsgebundene Breitbandverfügbarkeit >2MBit/s Ende 2018 bei 98,3%: https://anga.de/breitbandatlas-2018
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[2.3] hrgajek antwortet auf Stefan1200
01.07.2019 19:27
Hallo,

Benutzer Otis schrieb:

Ich habe jetzt 6Mbits. Bei der Suche nach einem Grundstück, waren 8 von 10 unter 1Mbit DSL. Der Zustand unserer Region!

Wo (in etwa) wohnst Du?

Was spricht die Gemeinde zu dem Thema?
Was die örtliche Politik?

Gibt es Kabel-TV-Anbieter oder regionale Telefongesellschaften?

Wie gut ist die Mobilfunkversorgung?

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[2.3.1] hrgajek antwortet auf hrgajek
05.07.2019 14:14
Hallo,

Benutzer Otis schrieb:
PLZ 06***

Großraum Halle/Saale.

- Die Gemeinde ist noch in Verhandlung mit der Telekom soll bis Sept. dauern (bestimmt wegen Fördergelder
- örtliche Politik? Kein Kontakt
- Kabel-TV nur in der Nachbarstadt (PyUR) nicht bei uns.
- regionale Telefongesellschaften? Noch nie von sowas gehört
- Mobilfunkversorgung Telekom (mit Handy) LTE MAX bis zu 12MB/s, O2 LTE MAX bis zu 8MB/s und Vodafone nur E

Ok. Ich melde mich mal direkt bei Dir :-)