Diskussionsforum
  • 22.06.2019 18:33
    hrgajek schreibt

    Eieiei

    Hallo,

    Benutzer Schnitzler-Welke schrieb:

    > Mal eben schnell an der SB-Tankstelle den klitzekleinen
    >
    leichten Akku gewechselt,

    Das Konzept gab es schon von einer israelischen Firma.
    Drauf fahren - Klick leeren Akku raus, klack vollen Akku rein. Dauer vielleicht 5 Minuten.

    Die etablierte Automobilindustrie hatte (wen wundert es) gewaltige Bedenken. Die israelische Firma "verschwand" vom Markt.

    Ich stimme Dir zu, wenn wirklich Jedermann elektrisch fährt (fahren will) muss es eine Lösung geben, den Akku "schnell" zu laden oder einfach gegen einen bereits vollgeladenen Akku zu tauschen. Da sind selbst 1 Stunde Ladezeit viel zu viel.

    Manche Umweltapostel sagen sogar das baldige Ende des Individualverkehrs voraus, weil dafür "kein Platz" mehr wäre und zu viele Ressourcen vernichtet würden.

    Diese Apostel meinen, wir könnten aufs Fahrrad umsteigen, aber beim schlechtem Wetter ist das keine Lösung :-( Und Transporte (Einkäufe) sind damit auch nicht wirklich machbar :-(

    Nicht jeder wohnt in der Stadt, wo es in der Regel "brauchbaren" Nahverkehr gibt (oft aber auch eben nicht)

    Hybrid-Autos, die über den eingebauten Benzinmotor einen Akku aufladen und dann in der Stadt elektrisch fahren (z.B. Toyota Prius, Hyundai Ioniq etc.) sind vielleicht auch schon ein Ansatz.

    Hybrid-Autos, die man aufladen muss, damit der Akku für 30km (!) reicht, sind ein schlechter Witz, aber es gibt sie, weil sie steuerlich bevorzugt werden :-(

    Sei Dir sicher: Die Autoindustrie ist längst auf dem Elektrotrip. Das Thema bleibt uns (und Dir) nicht erspart... :-)











  • 23.06.2019 14:06
    einmal geändert am 23.06.2019 14:08
    ttfried antwortet auf hrgajek
    In den nicht gequoteten Teilen stimme ich Dir zu.

    Aber nicht hier.

    > Hybrid-Autos, die man aufladen muss, damit der Akku für 30km
    >
    (!) reicht, sind ein schlechter Witz,

    Das finde ich nun nicht.
    Mein Arbeitsweg ist hin-und-zurück recht genau 30 km. Mit so einem Auto könnte ich im Berufsverkehr, oft Stop-and-Go und innerstädtisch oder im Tunnel, elektrisch/emissionsfrei fahren und hätte bei Bedarf (nach der Arbeit an den See; am WE zur Mutti) auch eine brauchbare Reichweite incl. Rückreise.

    Indess bin ich am Grübeln, ob's statt dem Kombi(Diesel) als Nächster nicht auch ein e.Go sein könnte. Morgens in die Arbeit und abends mit einem kleinen Umweg zum Supermarkt wieder nach hause: das kann er. Auch den Badesee schafft er noch. Und die Transportkapazität (Urlaub/FeWo; Gartenarbeiten mit viel Abfall) könnte ich mir fallweise zumieten - einen Kombi oder einen Van kann man leicht mieten.

    Der e.Go wäre auch insofern für mich passend, als ich in meiner Einzelgarage einen Stromanschluss habe - 230V/16A. Eine Ladezeit von ein paar Stunden wäre akzeptabel. Ich fahre den Akku ja pro Tag nur zu einem Drittel leer und vom abendlichen Heimkommen bis zum morgenlichen "mal wieder los" sind's dann doch schon ein paar Stündchen.

    Ein Dieselfahrverbot drückt mich mit dem e.Go natürlich auch eher weniger.

    Ich finde den e.Go ziemlich spannend. Für mich den 40er.

    Und meiner Frau könnte ein 20er passen - die fährt überwiegend innerstädtisch oder auf kurzen Verbindungsstrecken von uns zu den Nachbarorten. Mehr als 60 km/h oder allenfalls 80 geht da eh' selten und wenn's 20 km Strecke sind, ist's viel.
  • 23.06.2019 11:17
    einmal geändert am 23.06.2019 11:17
    whalesafer schreibt
    Benutzer Schnitzler-Welke schrieb:
    > Mal eben schnell an der SB-Tankstelle den klitzekleinen
    >
    leichten Akku gewechselt, oder die durch Wind- oder
    >
    Solarenergie gespeisten ???KW Schnellladestationen ohne
    >
    mehrstündige Warteschlangen benutzt.

    Auch beim Thema Mobilität werden die wesentlichen Entwicklungen wohl außerhalb von Deutschland stattfinden. Hier mangelt es einfach an Veränderungswillen. Auch der Höhenflug der Grünen ist ja nicht von Fortschrittsbereitschaft geprägt sondern von extrem gesteigertem konservativem Denken: Verzicht statt Veränderung. Hier werden keine neuen Wege beschritten, nur alte gesperrt.

    FTTH gibt es hier erst, wenn die perfekte dreckfreie Verlegemethode entwickelt ist. Solange benutzen wir Klingeldraht. Die Niederländer zeigen uns, wie Glasfaserausbau geht. Elektrische Autos haben hier erst eine Chance, wenn sie in jeder Hinsicht besser als richtige Autos sind. Bis dahin fahren wir weiter Diesel. Wahrscheinlich müssen uns die Norweger zeigen, wie Elektromobilität geht. Vorsprung durch Te...Hinterherlaufen.
  • 23.06.2019 17:12
    marcometer schreibt
    Benutzer Schnitzler-Welke schrieb:
    > der Gajek schon wieder:
    >
    " Ideal wären Schnell-Lade­stationen oder ein Schnell­austausch
    >
    des kompletten Akkus gegen einen vorge­ladenen Akku".
    >
    Mal eben schnell an der SB-Tankstelle den klitzekleinen
    >
    leichten Akku gewechselt, oder die durch Wind- oder
    >
    Solarenergie gespeisten ???KW Schnellladestationen ohne
    >
    mehrstündige Warteschlangen benutzt.
    > Glaubst Du wirklich an den Mist, den Du von Dir gibst, und/oder
    >
    wirst Du dafür bezahlt?
    > Früher warst Du mal glaubwürdig....Ist es das wert?
    Das Wechselakkuthema braucht man in der Tat nicht ernst nehmen, das wird hier nicht kommen und sich auch sonst nie wirklich durchsetzen.
    Die Entwicklung der Akkus geht so schnell voran, dass in wenigen Jahren für so etwas schlicht kein Bedarf mehr sein wird.
    Ich beschäftige mich schon länger mit E-Autos, deren Akkus und Ladezeiten.
    Man kann ganz leicht eine Steigerung der Kapazität von 5-10% pro Jahr zum gleichen Preis der Fahrzeuge sehen, während die Ladegeschwindigkeit eher sogar schneller als um diesen Wert steigt.
    Das führt dazu, dass man schon in 5 Jahren bei Akkugrößen sein wird, wo es maximal noch für absolute Langstrecke überhaupt notwendig sein wird zwischen zu laden - und das dann natürlich mit immer größerer Ladegeschwindigkeit.
    Ja, die Fahrzeuge sind eher hochpreisig (dieses Model ~60k €), aber man beachte hier das Tesla Model 3 mit Ladeleistungen bis 195 kW und einem Akku von ~75 kWh.
    Das wäre vor 2-3 Jahren noch absolut unvorstellbar gewesen.
    Mit dem Fahrzeug fährst du Hamburg <-> München mit einem einzigen Ladestopp von etwa 30 Minuten.
    Wie viele Menschen hätten diesen Stopp nicht auch mit einem Verbrenner gemacht? Bei der Strecke von 800km?
    Und das ist schon ein Beispiel absoluter Langstrecke.
    Alles unter 500km chillt der sowieso ohne Ladung weg.

    Aber selbst Kleinwagen wie ein Peugeot 208 oder Opel Corsa laden jetzt schon mit 100 kW und haben einen 50er Akku drin.
    Das ist ein Quantensprung gegenüber was bisher im Preisbereich von 30.000€ zu bekommen war (Renault Zoe mit 22 kW Ladeleistung und 41 kWh Akku) und wird 99% der Leute schon auch für ihre "Langstreckenfahrten" 2-3x im Jahr reichen.

    Was ich aufzeigen will:
    Der e.Go ist zwar ein süßes Spielzeug und irgendwie sicher auch für eine Randgruppe an Nutzern brauchbar, hängt aber der wahren Entwicklung jetzt schon mehrere Jahre hinterher.
    Die Akkugrößen und Ladegeschwindigkeiten von ihm sind ein absoluter Witz, gegenüber anderen gerade auf den Markt kommenden Fahrzeugen.
    Damit bestärkt natürlich nur offensichtliche Gegner, wie den TE hier, in ihren Vorurteilen.
    Während die wirklich guten Fahrzeuge nicht wahrgenommen werden, denn der e.Go ist das in keinem Fall.
    Übrigens kann er natürlich nicht bei Ionity und Schnellladern laden, denn der e.Go hat keinen CCS Anschluss, nur einen Typ 2 Wechselstromanschluss - in seinem Fall - mit maximal 11 kW Ladeleistung.
    Vergleiche das mal mit den Zahlen von Tesla und co. weiter oben.
    Lachhaft und natürlich nicht für mehr als die tägliche kleine Pendelstrecke zu gebrauchen.
  • 05.07.2019 14:40
    hrgajek antwortet auf marcometer
    Hallo,

    Schnitzler-Welke schrieb:

    >Im Winter mit Schnee an der Karosserie auf die Bühne gefahren...

    Im Winter mit zugefrorenem Tankdeckel an die Tankstelle gekommen :-)

    > Vorsicht: EU-Richtlinie für Feuchtigkeit und elektrische Leitung.
    >Außerdem muss das Personal geschult sein. Auf Deutsch wird das schon
    >schwierig. Glaubst Du nicht?

    Ok, der Einwand leuchtet ein. Die Konstruktion müsste schon eine gewisse Wetterbeständigkeit aufweisen.

    Die Frage, was passiert, wenn man einen "miesen" Akku erwischt? - man könnte gleich wieder tauschen :-) (Oder der "Tankwart" erkennt den "miesen" Akku und nimmt ihn gleich aus dem System heraus.

    Wie wir aber anderswo schon "gelernt" haben, werden die Akkus immer besser, so dass ein Wechsel vielen nicht mehr opportun erscheint. Ladezeiten von - sagen wir - 30 Minuten mögen bei Fernreisen gerade noch akzeptabel sein.

    Sicher, so "einfach" wie beim Benzin/Diesel-Auto ist der Tankvorgang nicht. Da stimme ich zu.

    Ok. Kollege Schnitzler-Welke wartet wahrscheinlich noch auf das Wasserstoff-Auto.

    Oder das selbstfahrende Auto, wo niemand mehr selbst ans Steuer darf oder gleich ein Flugtaxi mit Frau Bär als Flugbegleiterin? .-)