Diskussionsforum
  • 14.05.2019 22:38
    einmal geändert am 14.05.2019 22:49
    IMHO schreibt

    Recherchefehler?

    Das angebliche Ergebnis von Runde 336 "9 8 8 6 (Telekom, Voda­fone, Telefónica, Dril­lisch)" kann ich so nicht nachvollziehen, zumal das dann schon 9+8+8+6=31 Blöcke wären.
    Laut BNetzA waren es 9/7/7/6 in derselben Reihenfolge. Im Übrigen hat VF schon lange nicht mehr auf einen 9.Block geboten. Das Wunschergebnis um das sich alle Teilnehmer "prügeln" würde 9/8/7/6 (DT/VF/TEF/DRI) lauten, aber dazu fehlt ein 30.Block!
    Die Rolle des "billigen" Doppelblocks 01K3,6 ist die, dass er zwar 20MHz breit ist, aber nicht bundesweit genutzt werden darf. Im 12km-Umkreis von existierenden Funkanlagen muss auf die Benuzung dieses Frequenzblocks verzichtet werden. Berücksichtigt man, dass Vodafone den seit zig Runden hat, entspräche 9/8/7/6 einer Frequenzzuteilung von 90/90*/70/60MHz Bandbreite, wobei VF dann regional manchmal nur 70MHz nutzen dürfte. Aber wie auch immer man es wendet, zur Zeit streiten sich alle um den Mangel eines fehlenden Blocks. Wer immer in der Vorrunde einen "weggenommen" bekommen hat, bietet in der nächsten Runde für den billigsten fremden Block und nimmt ihn somit einem Konkurrenten "weg" .
    In einem Lehrbuch der BWL würde man gemäß der Spieltheorie behaupten, dass jeder vernünftige Auktionsteilnehmer eine Kosten-Amortisations-Rechnung angestellt hat, bevor er zur Auktion ging. Theoretisch müsste ein Unternehmen aufhören, mehr zu bieten, sobald das Erwerben eines zusätzlichen Lizenzblocks mehr Kosten verursacht als im erwarteten Lizenznutzungszeitraum erwirtschaftet werden kann. Unsere Telcos glauben also, dass sie mit diesen Lizenzen derartig viel erwirtschaften können (indem sie uns schröpfen), dass sie bei noch höheren Lizenzpreisen dennoch Gewinn machen können.
    Dass VF nicht auf das Angebot vom Freitag 10.5. eingehen will, konnte man übrigens schon am Montag Morgen um 9:08 Uhr sehen als VF den "verlorenen 2100MHz-Block" sofort wieder zurückgesteigert hat. Niemand - auch nicht Golem.de - hat am Montag darüber berichtet und am Dienstag schreiben Golem, Heise und Teltarif wie wild Artikel über die neueste Entwicklung der Versteigerung, zwei Arbeitstage nachdem das Eisen heiß war. Mir liegt es auf der Zunge dieses Verhalten zu benennen, aber ich spare mir die Worte.
  • 15.05.2019 08:34
    einmal geändert am 15.05.2019 08:38
    hrgajek antwortet auf IMHO
    Guten Morgen IMHO,

    Benutzer IMHO schrieb:
    > Das angebliche Ergebnis von Runde 336 "9 8 8 6 (Telekom,
    >
    Voda­fone, Telefónica, Dril­lisch)" kann ich so nicht
    >
    nachvollziehen,

    Zumal es ein Tippfehler ist/war. Es muss 9-7-7-6 heißen und ist bereits korrigiert.
    Danke fürs aufmerksame Lesen.

    Das wir "so spät" die Geschichte aufgegriffen haben, sehe ich nicht, denn bereits am Sonntag hat Kai Petzke in seinem Editorial "das Angebot" vorgestellt und erklärt.

    Ich gebe zu: Ich hatte an die Vernunft der Beteiligten geglaubt, möglichst schnell aus der Geschichte auszusteigen und dann wäre allerspätestens gestern Abend die Auktion zu Ende gewesen (wenn nicht schon viel früher)

    Aber offenbar gibt es ein wichtiges Detail, was die Bieter bewegt, am Ball zu bleiben. Dieses Detail werden wir zuverlässig wohl erst nach der Auktion erfahren (falls überhaupt). Diese Hängepartie geht also erst mal weiter. Eine Prognose - wie lange - wage ich nicht.