Diskussionsforum
  • 02.05.2019 17:42
    einmal geändert am 02.05.2019 17:49
    IMHO schreibt

    Viele Denkfehler

    Der Telekomsektor wurde vor Jahrzehnten (noch im 20.Jahrhundert) privatisiert und jetzt fällt einem auf, dass Privatunternehmen sich nur dann an Gesetze halten, wenn die Regelübertretung bestraft wird und nur dann wenn die Strafe weh tut?
    Nun es gibt sehr viele Denkfehler bei den Lizenzregeln. Beispielsweise besagt 50Mbit für 98% der Haushalte nichts weiter aus. Wenn der Haushalt eine zehnköpfige WG ist, kriegt dann jeder nur 5Mbit? (= Denkfehler1)
    2.Denkfehler: Nirgends ist festgelegt, ob die 50Mbit um 4Uhr nachts nachgewiesen werden darf oder ob sie um 16Uhr im Berufsverkehr nachgewiesen werden muss.
    3.Denkfehler: Sanktionen wurden gar nicht vorab festgelegt, nicht angekündigt, wie sie aussehen werden.
    Lösungsvorschlag (einer von vielen denkbaren) Wir geben erst mal die Idee auf, dass alle PLMNs gleich gut sein müssen, dass sie dieselbe Mindestleidtung schaffen müssen. Es gibt Bürger denen das Preisleistungs-Verhältnis wichtig ist und andere wollen Höchstleistung auch wenn sie pro MBit vielleicht doppelt so viel kostet, wie beim Billigheimer. Als Gesellschaft wollen wir, dass die Frequenzen an Unternehmen verliehen werden, die den Funkraum auch wirklich nutzen. Im Moment lässt sich an der Verfahrenen Situation nicht viel ändern, ohne einen Rechtsbruch zu begehen. Aber 2025 werden 800er und 1800er Frequenzen neu vergeben. Warum koppelt man nicht jeden Frequenzenblock einzeln an Lizenzauflagen? Wer 5MHz 800 ersteigert, muss bundesweit in 99% aller Haushalte 37,5 MHz beliefern können (2Blöcke = 75MBps, 3Blöcke = 112,5 Mbps) wer sich für 1800er Blöcke interessiert, muss nicht flächendeckend ausbauen, aber in 100% aller Stadtzentren von Städten >50.000Einwohner 37,5Mbps je 5MHz Lizenvolumen leisten. Die BNetzA muss einmal pro Jahr messen. Wer einmal die Leistung nicht bringt bekommt einen gelben Brief. Wer ein Jahr später die Leistungswerte nochmals unterschreitet, bekommt einen roten Brief. Dann kann er entsprechend der Minderleistung das ungenutzte Lizenzvolumen zurückgeben oder innerhalb von 2Monaten ausbauen und die Kontrollmessung bezahlen. Hat sich nichts verbessert wird die Lizenz sofort entzogen und versteigert,. Hat sich zu wenig verbessert kann er die nächste Messung in weiteren 2Monaten vorausbezahlen und weiter ausbauen. usw. Hat er sich dem Ausbauziel nicht angenähert kann bei jeder Messung der Lizenzentzug erfolgen.
    Das ist nur ein aus dem Hemdsärmel geschüttelter Vorschlag. Und er beinhaltet keine Vorschläge zu dem Thema, warum man das unbevölkerte Netz beobachtet und nicht sich nicht auf die reale Bandbreite je User konzentriert.
    Aber wir könnten jetzt eine Diskussion starten um die Vergabebedingungen des Jahres 2025 zu beeinflussen. Alles andere, z.B. über die Vergabebedingungen der 800MHz-Versteigerung des Jahres 2010 zu diskutieren, ist sachlich nutzlos, aber ein schöner Teaser.
  • 05.05.2019 20:57
    namevergeben antwortet auf IMHO
    Benutzer IMHO schrieb:
    > Das ist nur ein aus dem Hemdsärmel geschüttelter Vorschlag. Und
    >
    er beinhaltet keine Vorschläge zu dem Thema, warum man das
    >
    unbevölkerte Netz beobachtet und nicht sich nicht auf die reale
    >
    Bandbreite je User konzentriert.
    > Aber wir könnten jetzt eine Diskussion starten um die
    >
    Vergabebedingungen des Jahres 2025 zu beeinflussen. Alles
    >
    andere, z.B. über die Vergabebedingungen der
    >
    800MHz-Versteigerung des Jahres 2010 zu diskutieren, ist
    >
    sachlich nutzlos, aber ein schöner Teaser.

    Ob die Mitarbeiter der Netzagentur solche Ideen selber entwickeln können?!?
    Manchmal könnte es so einfach sein.
    Wobei bei Deinem System der "Fehler" eingebaut ist, dass eine Zelle, die in den Wald leuchtet (also nicht wirklich Nutzer bedient) nicht voll ausgebaut werden muss.
    Aber mich nervt es, wenn am Handy steht "LTE+ oder Advanced" und dann keine Daten fließen. Da haben die Anbieter Massen an Geld in Frequenzen investiert und Nutzen die nicht "zum Wohle der Kunden"....
    Kranke Welt :-)

    An einem anderen Vergabeverfahren oder anderen Auflagen bei der nächsten Auktion sollte dringend gearbeitet werden, damit es für die Anbieter Rechtssicherheit gibt und für uns Kunden auch ein nutzbares Produkt raus kommt. Und Dein Vorschlag ist sicher schon mal besser, als der aktuelle Murks. Danke
  • 05.05.2019 23:11
    namevergeben antwortet auf namevergeben
    Benutzer Schnitzler-Welke schrieb:
    > Benutzer namevergeben schrieb:
    >
    > >
    > > Ob die Mitarbeiter der Netzagentur solche Ideen selber
    > >
    entwickeln können?!?
    >
    > *lol*
    >
    > © 1998-2018 Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
    >
    Telekommunikation, Post und Eisenbahnen; Pressestelle
    >
    > Wie hieß diese "Bundesnetzagentur" bis 2005?
    Die Behörde ging aus dem Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT) und dem Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) hervor und wurde am 1. Januar 1998 als Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) gegründet.