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Etikettenschwindel


10.04.2019 12:34 - Gestartet von whalesafer
Alle wollen mit Glasfaser werben, aber die wenigsten bieten tatsächlich Glasfaseranschlüsse an. Auch hier: Glasfaser bis zum Verteiler, danach alter Kupferkram. Der Upstream ist deshalb wahrscheinlich wieder nur mikrig. Von Gigabit keine Spur.
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[1] Etikettenschwindel
Wolfgang Korne antwortet auf whalesafer
10.04.2019 18:14
Benutzer whalesafer schrieb:
Alle wollen mit Glasfaser werben, aber die wenigsten bieten tatsächlich Glasfaseranschlüsse an. Auch hier: Glasfaser bis zum Verteiler, danach alter Kupferkram. Der Upstream ist deshalb wahrscheinlich wieder nur mikrig. Von Gigabit keine Spur.
Hallo Walesafer,
Etikettenschwindel würde ich das nicht nennen. Das Netz von UPC ist ein modernes Kabelnetz das jetzt schon 300 MBit/s im Downlink und 30 MBit/s im Uplink bringt. Rein technisch ist es kein Problem, über die geschirmten Kabel auch GBit-Datenströme bis zu den Modems zu leiten und das wird dann auch in Wien möglich sein.
Wenn man den Anbietern glauben darf, dann liegt die mangelnde Verfügbarkeit von von Fiber to the Home oft bei den Besitzern der (Miets)Häuser, die die Verlegearbeiten für Glasfaser scheuen. In denkmalgeschützten Bauten, wie es sie in Wien sehr viele gibt, ist das Aufstemmen der Wände oft sogar verboten. Hier ist dann die einzige Möglichkeit die bestehen Leitungen zu nutzen (wie etwa die UPC-Kabel) und die Glasfaser möglichst weit zum Haus zu bringen. A1 nutzt dann für die Verteilung g.fast, eine Technik die auch für alte Kupferleitungen auf sehr kurzen Anschlusswegen Gigabit-Geschwindigkeit zulässt. Zwischen Downstream und Upstream kann die Geschwindigkeit flexibel aufgeteilt werden. Das wird für private Nutzer in der Regel auch genügen. Wer auch noch im Upstream Gigabit-Geschwindigkeiten braucht, wie etwa manche Büros, für den werden die Anbieter dann eh eigene Angebote machen (müssen).