Diskussionsforum
Menü

Rechtsbindungswille


05.04.2002 12:24 - Gestartet von kalle
Kann mir jemand erläutern, welche Bedeutung es hat, dass beim Kunden, der eine 0190-0-Nummer wählt, im Fall außergewöhnlich hoher Gebühren (insbesondere dann, wenn der Kunde sie nicht kennt / kennen muss) gar kein (Rechtsbindungs-)Wille besteht, eine "Dienstleistung" zum tarifierten Preis in Anspruch nehmen zu wollen?
Menü
[1] Dotty234 antwortet auf kalle
05.04.2002 15:56
Benutzer kalle schrieb:
Kann mir jemand erläutern, welche Bedeutung es hat, dass beim Kunden, der eine 0190-0-Nummer wählt, im Fall außergewöhnlich hoher Gebühren (insbesondere dann, wenn der Kunde sie nicht kennt / kennen muss) gar kein (Rechtsbindungs-)Wille besteht, eine "Dienstleistung" zum tarifierten Preis in Anspruch nehmen zu wollen?

Wenn jemand bewußt und selbst die Telefonnummer wählt, würde ich nicht davon ausgehen, dass da der Rechtsbindungswille fehlt. Natürlich wäre ein Inhaltsirrtum möglich oder auch mangelnde Information des Anbieters hinsichtlich der Kosten.
Aber wer selbst wählt, kann sich schwerlich mit mangelndem RBW rausreden.
Menü
[1.1] Dietmar.01 antwortet auf Dotty234
06.04.2002 20:57
Benutzer Dotty234 schrieb:
Benutzer kalle schrieb:
Kann mir jemand erläutern, welche Bedeutung es hat, dass beim Kunden, der eine 0190-0-Nummer wählt, im Fall außergewöhnlich hoher Gebühren (insbesondere dann, wenn der Kunde sie nicht kennt / kennen muss) gar kein (Rechtsbindungs-)Wille besteht, eine "Dienstleistung" zum tarifierten Preis in Anspruch nehmen zu wollen?

Wenn jemand bewußt und selbst die Telefonnummer wählt, würde ich nicht davon ausgehen, dass da der Rechtsbindungswille fehlt. Natürlich wäre ein Inhaltsirrtum möglich oder auch mangelnde Information des Anbieters hinsichtlich der Kosten. Aber wer selbst wählt, kann sich schwerlich mit mangelndem RBW rausreden.

Manchmal vertippt man sich ganz einfach. Habe auch schon einmal eine der 01051-Ablegernummern verwechselt und bekam eine nette Ansage, mich wohl verwählt zu haben. Das ist o.k. Ein andermal wurde die falsche Nummer mit ca. 90 Pf abgerechnet. Naja, ärgerlich, wenn das aber erheblich ins Geld geht, das kann und darf nicht ohne weitere Autorisierung sein.
Ich bin der Auffassung, daß vor der Gebührenberechnung mindestens eine Ansage und eine Karenzzeit von mindestens 4 s zum wieder Auflegen von jedem Anbieter einer teuren Nummer (auch der Auskunft) verlangt werden kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß vor einer erheblichen Gebührenabrechnung (ab 1 EUR für einmalige Leistungen) eine Autorisierung durch Drücken einer oder mehrerer weiterer Ziffern erfolgen muß. Dann erst kann man von einem Rechtbindungswillen des Anrufers ausgehen. Voraussetzung ist allerdings, daß dieser voll geschäftsfähig ist. Daher wird man sich wohl für teure Nummern ein System einfallen lassen müssen, wie das bei Internet-Angeboten mit nicht jugendfreiem Inhalt schon weit verbreitet ist. Einfachem Abkassieren über die Telefonrechnung muß unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden. Das Sperren von gewissen Nummern kann kein Ausweg sein.

Dietmar
Menü
[1.1.1] Keks antwortet auf Dietmar.01
06.04.2002 22:05
Benutzer Dietmar.01 schrieb:
Möglichkeit besteht darin, daß vor einer erheblichen Gebührenabrechnung (ab 1 EUR für einmalige Leistungen) eine Autorisierung durch Drücken einer oder mehrerer weiterer Ziffern erfolgen muß. Dann erst kann man von einem Rechtbindungswillen des Anrufers ausgehen.

Dem ist doch meines Wissens so. Aber einem gewissen Betrag bei 0190-0-Nummer (5 Euro? 10 Euro?) muss man mit "1" und "9" bestätigen. Problem. Die PC-Dialer gehen einfach online.....

Liebe Grüße, Keks.
blitztarif.de