Diskussionsforum
  • 17.03.2019 13:02
    Mister79 schreibt

    Puhhh

    Einen Punkt vergessen die Herren:

    DAB+ ist dann ein Erfolg, wenn fünf Faktoren zusam­men­spielen: eine gute Netz­ab­de­ckung und große Programm­viel­falt, eine breite Auswahl an Geräten und die Möglich­keit, in fast allen Neuwagen ein DAB+ Auto­radio bestellen zu können.

    Langlebigkeit ist aber auch ein Faktor, wenn nicht auch der wichtigste Faktor.

    Wie lange soll den DAB+ laufen? Vergleichen wir mal DVBT mit DVBT+. Die Lebensdauer von DVBT und DVBT+ war zu gering. Selbst wenn es in jedem Auto die Option gibt ein DAB+ Radio zu ordern, wer sagt mir das nach 10 Jahren es nicht schon DAB++ gibt. Selbst wenn man mit Softwareupdates aus DAB+ DAB++ machen könnte, welcher Autobauer wird da mitspielen?

    Selbst wenn ich 2025 mir ein Auto kaufe, wie lange wird mir DAB+ erhalten bleiben? Darüber verliert keiner ein Wort. Bei UKW hatte man eine verdammt lange Haltbarkeit und man konnte sich drauf verlassen. Bei DVBT oder DAB hab ich immer das Gefühl, nach 10 Jahren ist Ende. 2025 werde ich noch immer fragen, wann drücken die den Nachfolger?

    Mit der kurzen Lebensdauer von DVBT und dem DAB zu DVBT+ und DAB+ hat man sich nichts gutes getan.

    Dazu diverse öffentliche Anmerkungen, dass selbst öffentlich rechtliche schon 5G als Nachfolger für Broadcast sehen. Das ewige Gejammer über überlastete Netze im Stau... Einige sollten sich mal mit Broadcast etwas beschäftigen.

    Am Ende reden ja alle schon davon 5G als Nachfolger zu sehen. Tests dazu laufen ja schon bei diversen Anbietern. Selbst Telefónica arbeitet da schon mit dem MDR(?) zusammen.

    Die Autobauer bringen schon massiv IP Lösungen ins Auto. Vom Radio zur Gefahrenwarnung, bis bewegte Bilder usw. Die Vernetzung bei 5G zieht auch nur einen logischen Schritt zu Broadcast über Mobilfunk oder VDSL/Glasfaser.

    Hier wird es einen Hybriden geben am Anfang. Genau wie jetzt mit UKW und DAB+. Spricht ja nix gegen aber eine eigenständige Zukunft wie UKW sehe ich weder bei DAB+, noch bei DAB++, noch bei DVBT.

    Selbst zocken wird dieses Jahr als Streaming anlaufen. MS wird dieses Jahr starten. Klar, eine Randerscheinung in den nächsten Jahren aber auch das wird sich mit besseren Netzen (Festnetzen) massiv durchsetzen. Nicht weil ich das will, weil das der feuchte Traum der Industrie ist.

    Radio wird sich auch verändern müssen. Einfach ein lineares System wo einer spricht, etwas Musik abspielt und News aus der Zeitung vorliest, wird so auf Dauer keinen Bestand als ernstes Medium haben. Auch Radio wird eine Veränderung erfahren.
  • 17.03.2019 20:38
    einmal geändert am 17.03.2019 21:35
    industrieclub antwortet auf Mister79
    Benutzer Mister79 schrieb:
    > Mit der kurzen Lebensdauer von DVBT und dem DAB zu DVBT+ und
    >
    DAB+ hat man sich nichts gutes getan.

    Genau so ist es !!! Und deshalb ist nur zu hoffen, dass die Politik endlich wieder zur Besinnung kommt und nicht mehr nur eine von Wirtschaftslobbys (das ist z.B. auch die heute so starke und vor allem US-amerikanisch dominierte Internet-Lobby...) getriebene Politik ist, sondern wieder SELBST FÜHRUNG ausübt -- und zwar im besten Interesse der Bürger. Das hieße endlich wieder verantwortungsvolle Politik zu machen.
    DVB-T / DVB-T(2) war in der Tat ein einziger Skandal (mit dem Zweck des Abzockens der Zuschauer !!). So etwas darf sich nie wiederholen. DAB+ ist in der Tat nur sinnvoll, wenn es die (politische !) (Dauer-) Stabilität bekommt, die UKW hat(te)...
    So völlig blöd sind unsere Politiker aber auch nicht, nach meiner Beobachtung haben
    die sehr wohl mitbekommen, wie viel Vertrauen sie mit den DVB-T / DVB-T2- und
    DAB- / DAB+ - Skandalen in der Bevölkerung zerschlagen haben, so dass jetzt tat-
    sächlich der Zeitpunkt gekommen sein könnte, wieder für (Langzeit-) Stabilität zu
    sorgen. Mit DAB+ halt. Das Ganze ist wie ein Auf und Ab von Moden, nur stattdessen eben der Vernunft bzw. Unvernunft. Und irgendein System bekommt dabei (mehr oder weniger zufällig !) den "goldenen Ritterschlag". Vor 60 Jahren war es halt UKW, jetzt könnte es DAB+ sein.
  • 18.03.2019 12:17
    berndmobile antwortet auf Mister79
    Benutzer Mister79 schrieb:
    > Langlebigkeit ist aber auch ein Faktor, wenn nicht auch der
    >
    wichtigste Faktor.
    >
    > Wie lange soll den DAB+ laufen? Vergleichen wir mal DVBT mit
    >
    DVBT+. Die Lebensdauer von DVBT und DVBT+ war zu gering. Selbst
    >
    wenn es in jedem Auto die Option gibt ein DAB+ Radio zu ordern,
    >
    wer sagt mir das nach 10 Jahren es nicht schon DAB++ gibt.
    >
    Selbst wenn man mit Softwareupdates aus DAB+ DAB++ machen
    >
    könnte, welcher Autobauer wird da mitspielen?
    >
    > Mit der kurzen Lebensdauer von DVBT und dem DAB zu DVBT+ und
    >
    DAB+ hat man sich nichts gutes getan.


    Bitte nicht vergessen, DAB+ ist schon die 2. Generation, die erste also DAB hats nicht wirklich überlebt. Also ist das ganze ehh für die Katz.

    Sehen wir uns nur mal DVB-S an. Erst war es analog, das lief sehr lange, das DVB-S an sich also das digitale SD Fernseh wird jetzt schon langsam abgeschafft obwohl dies erst seit dem Jahre 2001 (ca, genaues Datum kenne ich jetzt nicht) anfing zu laufen. Und da sollte es nach 20 Jahren schluss sein? DVB-S2 also HD ist jetzt erst langsam am laufen. und DVB-S3 (UHD) startet langsam auch an. Ich frag mich was das ganze dann soll etc. für was immer alle 10 bis 15 Jahre eine Umstellung?