Diskussionsforum
  • 01.03.2019 13:47
    Peterdoo schreibt

    Wo leben die von T-Mobile?

    Also, irgendjemand wird kostenlos 5G-Broadcast anbieten. Der Kunde wird mit eigenem Geld ein Smartphone kaufen, der 5G Broadcast empfangen kann.

    Und jetzt kommt T-Mobile, der weder das freie 5G Broadcast sendet, noch die Frequenzen nutzen darf, wo das passiert, noch dem Kunden das Smartphone gab und sagt, dass mit der eingelegten SIM von T-Mobile das Smartphone automatisch so konfiguriert wird, dass keine freien 5G Broadcast-Dienste mehr empfangen werden können?

    Als würde Sky sagen, dass man mit der eingelegten Sky-Smartcard im Fernseher keine frei zugänglichen Programme mehr schauen darf. Laut Vodafone CEO ist der Ruf der Mobilfunkanbieter sehr schlecht, nur noch etwas vor der Tabakindustrie. Anscheinend wollen die zeigen, dass sie nicht einmal diesen Platz verdienen.
  • 01.03.2019 14:07
    hrgajek antwortet auf Peterdoo
    Hallo,

    Benutzer Peterdoo schrieb:
    > Also, irgendjemand wird kostenlos 5G-Broadcast anbieten. Der
    >
    Kunde wird mit eigenem Geld ein Smartphone kaufen, der 5G
    >
    Broadcast empfangen kann.

    Soweit so gut.
    >
    > Und jetzt kommt T-Mobile, der weder das freie 5G Broadcast
    >
    sendet,
    Das ist noch die Frage.

    > noch die Frequenzen nutzen darf, wo das passiert, noch
    >
    dem Kunden das Smartphone gab und sagt, dass mit der
    >
    eingelegten SIM von T-Mobile das Smartphone automatisch so
    >
    konfiguriert wird, dass keine freien 5G Broadcast-Dienste mehr
    >
    empfangen werden können?

    Das ist pardon Polemik.

    T-Mobile befürchtet, dass sie für teuer Geld ein flächendeckendes Netz hinstellen sollen, wofür es dann kostenlose SIM-Karten gibt, womit man Radio hören und TV schauen kann, etwaige Gebühren ("GEZ") gingen ja direkt an die Rundfunker, davon hätte T-Mobile nichts.

    Worüber man reden muss:

    Zahlen die Rundfunker an T-Mobile, Vodafone , Telefónica & Co. dann einen Betrag X, dass die das Netz aufbauen und die zugelieferten Signale einspeisen?

    Dann könnte man sich "kostenlose" SIM-Karten vorstellen, die nur dafür nutzbar sind, es sei denn der Kunde bucht dann doch die Telefon-Option für SMS, Internet, Telefonie etc.

    > Als würde Sky sagen, dass man mit der eingelegten Sky-Smartcard
    >
    im Fernseher keine frei zugänglichen Programme mehr schauen

    Das hätten die gerne, klar :-)

    > darf. Laut Vodafone CEO ist der Ruf der Mobilfunkanbieter sehr
    >
    schlecht, nur noch etwas vor der Tabakindustrie. Anscheinend
    >
    wollen die zeigen, dass sie nicht einmal diesen Platz
    >
    verdienen.

    Nein, die haben einfach Angst vor den brachial hohen Kosten und dass sie drauf sitzen bleiben, weil es einfach nicht gelingt, dem Kudnen draußen zu vermitteln, was der ganze Spaß kostet.

    Es ist ja nicht so, dass ein einmal aufgebautes Netz für die nächsten 100 Jahre hält. Im Gegenteil: Es muss dauernd und andauernd komplett ausgewechselt und erweitert werden. Ein Auto, dass Du (oder Deine Vorfahren) - sagen wir - 1950 gekauft hättest, würde heute noch fahren, wenn Du es pfleglich behandelst, Öl wechselst, Treibstoff tankst, Reifen, Zahnriemen, Keilriemen etc. auswechselst. Bei Mobilfunk hattest du da schon 7 mal Karosserie, Motor, Reifen und so weiter frisch gekauft und neu aufgebaut.
  • 01.03.2019 16:00
    einmal geändert am 01.03.2019 16:01
    Peterdoo antwortet auf hrgajek
    Benutzer hrgajek schrieb:
    > T-Mobile befürchtet, dass sie für teuer Geld ein
    >
    flächendeckendes Netz hinstellen sollen, wofür es dann
    >
    kostenlose SIM-Karten gibt, womit man Radio hören und TV
    >
    schauen kann, etwaige Gebühren ("GEZ") gingen ja direkt an die
    >
    Rundfunker, davon hätte T-Mobile nichts.
    >
    > Worüber man reden muss:
    >
    > Zahlen die Rundfunker an T-Mobile, Vodafone , Telefónica & Co.
    >
    dann einen Betrag X, dass die das Netz aufbauen und die
    >
    zugelieferten Signale einspeisen?
    >
    > Dann könnte man sich "kostenlose" SIM-Karten vorstellen, die
    >
    nur dafür nutzbar sind, es sei denn der Kunde bucht dann doch
    >
    die Telefon-Option für SMS, Internet, Telefonie etc.

    Ich habe das so verstanden, dass die ORS auf eigene Kosten auf der eigenen Infrastruktur die 5G-Broadcast Hochleistungssender aufbauen will. Ähnlich wie die Testsender in Deutschland, jedoch auf den Frequenzen, die nicht von den Mobilfunkbetreibern ersteigert werden, sondern dem Rundfunk zugewiesen sind.

    Die Rundfunker würden also im ORS-5G-Broadcast senden, ohne dass T-Mobile oder sonst einer von denen nur einen Cent ausgeben musste. In die Netze der Mobilfunkbetreiber wird gar nichts eingespeist. Es wird auch keine Infrastruktur von denen benutzt. Ich verstehe nicht, wieso in solchem Fall die Rundfunker irgendwas an die Mobilfunkbetreiber zahlen sollen nur um denen ihre legitime Tätigkeit nicht zu verbieten oder in den Smartphones die Funktionalität nicht zu deaktivieren.

    Wenn das Netz des Mobilfunkbetreibers als eine Erweiterung für eine bessere Abdeckung dienen würde, wäre das anders. Da würde man erwarten, dass diese Leistung entweder dem Programmbetreiber oder dem Endkunden berechnet wird. Von solcher Mitnutzung der Netze ist jedoch beim ORS-Plan nicht die Rede.

    Wenn die Mobilfunkbetreiber viel Geld ausgeben, ohne zu wissen, ob die Kosten je durch die Einnahmen gedeckt werden, ist das deren Problem. Einfach bestehende Dienste, die bisher kostenlos sind, kostenpflichtig zu machen, ohne einen Mehrwert zu bieten und diese bei der Konkurrenz zu verbieten, kann nicht das Geschäftsmodell sein. Wenn die Kunden die autonomen Fahrzeuge, die noch sehr weit von der praktischen Nutzbarkeit entfernt sind, und ähnliche Neuerungen (noch) nicht haben wollen, dann muss man sich fragen, ob man wirklich so schnell die 5G Netze für so viel Geld braucht.
  • 01.03.2019 16:26
    daGiz antwortet auf Peterdoo
    "In Öster­reich fordern der ORF, dessen Sender­tochter ORS und Privat­sender einen kosten­losen Zugang zu über 5G ausge­strahlte Medi­en­in­halte im Broad­cast-Modus ohne SIM-Karte. Wie berichtet, streben sie eine entspre­chende Auflage für Mobil­funk­un­ter­nehmen bei der Frequenz-Auktion an."

    ...streben eine Auflage an...

    Das bedeutet doch nichts anderes als "Ihr baut die Infrastruktur mit allem Möglichen und wir knallen darüber unsere Produkte". Geht zumindest m. E. eindeutig aus dem zweiten Satz hervor.
    Und das kann´s ja so wirklich nicht sein, denke ich. Das wäre in der Form nichts anderes als ein "ins gemachte Nest (oder Netz) setzen".
  • 01.03.2019 16:48
    Peterdoo antwortet auf daGiz
    Benutzer daGiz schrieb:
    > "In Öster­reich fordern der ORF, dessen Sender­tochter ORS und
    >
    Privat­sender einen kosten­losen Zugang zu über 5G
    >
    ausge­strahlte Medi­en­in­halte im Broad­cast-Modus ohne
    >
    SIM-Karte. Wie berichtet, streben sie eine entspre­chende
    >
    Auflage für Mobil­funk­un­ter­nehmen bei der Frequenz-Auktion
    >
    an."
    >
    > ...streben eine Auflage an...
    >
    > Das bedeutet doch nichts anderes als "Ihr baut die
    >
    Infrastruktur mit allem Möglichen und wir knallen darüber
    >
    unsere Produkte". Geht zumindest m. E. eindeutig aus dem
    >
    zweiten Satz hervor.
    > Und das kann´s ja so wirklich nicht sein, denke ich. Das wäre
    >
    in der Form nichts anderes als ein "ins gemachte Nest (oder
    >
    Netz) setzen".

    Da steht auch:
    "ORS und Privat­sender forderten unge­wohnt einträchtig ein 5G-Broad­cast-Netz auf den Frequenzen zwischen 470 und 700 MHz. Die ORS wolle mit dem Aufbau 2023 beginnen."

    Ich lese daraus ganz klar, dass das Netz und die Infrastruktur von der ORS gebaut werden sollen ohne dass die Mobilfunker was zahlen müssten. Auf diesen Frequenzen dürfen die Mobilfunker ja gar nicht senden. Es geht also um den für den Endkunden kosten­losen Zugang zu über das Netz der ORS als 5G ausge­strahlten Medi­en­inhalten im Broad­cast-Modus ohne SIM-Karte. Es soll nicht notwendig sein, eine SIM des Mobilfunkbetreibers zu haben oder eine Zusatzzahlung an den Mobilfunkbetreiber zu leisten, um die von der ORS auf die eigenen Kosten ausgestrahlten Dienste empfangen zu können. Nur das soll die Auflage sein.
  • 01.03.2019 17:11
    mikiscom antwortet auf Peterdoo
    Benutzer Peterdoo schrieb:
    > Also, irgendjemand wird kostenlos 5G-Broadcast anbieten. Der
    >
    Kunde wird mit eigenem Geld ein Smartphone kaufen, der 5G
    >
    Broadcast empfangen kann.

    Ich kann T-Mobile da nur zustimmen. Wenn deren Handytürme genutzt werden, ist es auch richtig, dass die dafür Bares sehen wollen. Ist beim telefonieren usw. ja genauso. Abgesehen davon ist TV und Radio über 5G doch eh Quatsch weil ja schon DAB+ und DVB-T2 teurer im Betrieb sind als z. B. Sat. Das liegt einfach daran, dass es mehr Funktürme gibt als Satelliten um ein nahezu flächendeckendes Netz zu betreiben.

    Und für 5G sind doch noch viel mehr Handytürme nötig als gewöhnliche "Fernsehtürme" für DAB+ und DVB-T2. Da ist doch klar, dass es noch teurer wird. Schon jetzt müssen Sender für DAB+ und DVB-T2 am meisten zahlen. Billiger wird's beim Kabelfernsehen und am billigsten bei Satellit. Sieht man ja auch anhand der Senderauswahl. Wenn dann 5G als die klar teuerste Methode eingeführt werden soll, müssen entweder die Sender noch viel tiefer in die Tasche greifen als schon bei DAB+ und DVB-T2 oder die Kunden müssen halt zahlen. Müssen sie bei DVB-T2 ja teilweise heute schon. Nur bei Kabelfernsehen zahlen die Kunden immer, trotz dass die Sender auch zahlen. Kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber hat sich wohl so eingebürgert, weil irgendwann mal Kabel verlegt werden mussten und das damit begründet wurde.

    Abgesehen davon werden die Smartphones das nicht können. (Abgesehen von China-Importen.) Die können doch heutzutage schon kein DAB+ oder DVB-T2 und selbst UKW nur in Ausnahmefällen. Einfach weil den Mobilfunkanbietern dadurch Geld durch die Latten gehen würde, wo sie beim Internetstream mit verdienen.

    Erst recht bei den teuren Frequenzersteigerungen in DE wird sowas erst recht bei uns nie kostenlos sein. Das durchleiten der Inhalte kostet ja schließlich echtes Geld.
  • 01.03.2019 18:40
    einmal geändert am 01.03.2019 18:49
    Peterdoo antwortet auf mikiscom
    Benutzer mikiscom schrieb:
    > Ich kann T-Mobile da nur zustimmen. Wenn deren Handytürme
    >
    genutzt werden, ist es auch richtig, dass die dafür Bares sehen
    >
    wollen. Ist beim telefonieren usw. ja genauso. Abgesehen davon
    >
    ist TV und Radio über 5G doch eh Quatsch weil ja schon DAB+ und
    >
    DVB-T2 teurer im Betrieb sind als z. B. Sat. Das liegt einfach
    >
    daran, dass es mehr Funktürme gibt als Satelliten um ein nahezu
    >
    flächendeckendes Netz zu betreiben.

    Nein. 5G-Broadcast hat sehr wenig mit 5G von den Mobilfunkprovidern zu tun. 5G-Broadcast würde DVB-T2 ablösen und würde die Sender auf denselben Standorten wie bisher DVB-T2 haben. Diese Standorte gehören normalerweise nicht den Mobilfunkprovidern und auch die Sender würden nicht von den Mobilfunkprovidern betreiben werden. Auf der Sendeseite würde sich also nicht viel ändern.

    Der Grund, warum man überhaupt von DVB-T2 zu 5G-Broadcast umstellen würde, ist hauptsächlich, dass dieselbe Empfangstechnik verwendet wird wie für die anderen 5G Anwendungen. Somit wäre diese erstmals wegen der großen Produktionsmengen günstiger und zweitens schon überall vorhanden, ohne die nochmals kaufen zu müssen. Z.B. Im Smartphone, im Auto, im Heim-5G-Router usw. TV und Radio würden ohne Zusatzkosten als Nebenprodukt aus den Geräten raus kommen, außer die Mobilfunkbetreiber unterbinden absichtlich aus Gier diese Möglichkeit, die denen überhaupt keine Kosten verursacht.

    Im Artikel steht auch ganz klar, dass es gar nicht um die Netze der Mobilfunkprovider geht:
    "Es geht in der Forde­rung nach einem freien Zugang zu 5G Broad­cast um andere Frequenzen als diejenigen, die vom Provider der SIM-Karte verwendet werden."
  • 03.03.2019 13:07
    mikiscom antwortet auf Peterdoo
    Benutzer Peterdoo schrieb:

    > Nein. 5G-Broadcast hat sehr wenig mit 5G von den
    >
    Mobilfunkprovidern zu tun.

    Stell Dir vor, Du wärst Manager eines Mobilfunkanbieters. Du wärst schon allein wegen Deinem Aktienkurs daran interessiert Deinen Gewinn von Quartal zu Quartal zu steigern und mit jedem neuen Quartal muss die Steigerung höher sein als die letzte.

    Du hättest jetzt schon dafür gesorgt, dass die Handys die Deine Mitarbeiter subventioniert NICHT als Dual-SIM-Version verkauft werden, trotz dass der Hersteller das gleiche Modell auf dem freien Markt auch in dieser Version anbietet. Einfach weil Du mit bestimmten Dienstleistungen Kunden lockst, z. B. innerdeutsche Gespräche, aber mit bestimmten anderen Dienstleistungen wie z. B. Gespräche nach außerhalb von DE und erst recht der EU verdienst Du dickes Geld. Die Leute, die aber nicht jeden Tag stunden lang ins Ausland telefonieren kommen trotzdem zu Dir weil ihre Haupttätigkeit (Gespräche innerhalb von DE) sehr günstig bei Dir sind. Würdest Du nun Dual-SIM-Handys anbieten, würden die Leute ins von Dir subventionierte Handy zusätzlich eine SIM z. B. von Ortel stecken und Deine netten Zusatzeinnahmen für Gespräche ins Ausland würden dir flöten gehen. Soweit bisher.

    Nun gibt es Leute die gerne Radio und Fernsehen übers Handy empfangen. Da UKW und höher kostenlos ist, sorgst Du auch dafür, dass die von Dir subventionierten Handys das bloß nicht selbstständig empfangen können (da Du daran keinen Cent verdienen würdest) sondern nur als Internet-Stream, weil Du daran echtes Geld verdienst.

    Wenn Du wirtschaftlich denkst, würdest Du als VIP, z. B. von der Telekom also alles daran setzen zu verhindern, dass man mit einem von Dir subventionierten Handy etwas kostenlos bekommt. Im Paketpreis von Dir noch möglich, aber nicht an Deinem Netz vorbei. Wenn die etwas paralleles wollen, müssen die Kunden schon ein separates Gerät, wie früher einen Taschenfernseher in Gameboy-Größe o.ä. mit sich rumschleppen. Viele würde das stören 2 Geräte rumschleppen zu müssen und die Taschenfernseher würden auch nicht Durch Deine Firma subventioniert.

    Folglich tun die Anbieter alles daran, mitzuverdienen wo es irgendwie geht. Erst recht wenn sie für die Frequenzen zahlen müssen und sich die dann mit anderen teilen müssen wo sie keinen Cent dran verdienen.