Diskussionsforum
  • 14.02.2019 17:54
    Kevin W. schreibt

    Schwer, einen versorgenden Anbieter zu finden

    Wir haben uns letztes Jahr ein Haus im Bayerischen Wald gekauft und hatten zuvor einen DSL Telefon+Internet Anschluß bei O2. Wollten diesen Anschluß gerne mitnehmen, "kein Problem", da ist DSL mit bis zu 5 Mbit/s verfügbar hieß es von O2. Super, dachte ich, ist sogar 2k schneller als bisher, also Umzug beauftragt und 6 Wochen nichts von O2 gehört. Dann nachgefragt, wann es denn umgeschaltet werden kann, wurde uns gesagt, man warte noch auf Antwort der Telekom wegen einem freien Port. 2 Tage später wieder ein Anruf von O2, sie können den Anschluß nicht schalten, die Telekom hat keinen freien Port für O2 frei.
    Ich also bei der Telekom angerufen und denen gesagt, ich brauche DSL+Festnetz. Kein Problem, kann in 14 Tagen geschaltet werden. Ok, ich denen gesagt, sie sollen schalten. O2 hat uns den Auftrag storniert und mich aus dem alten Vertrag ohne Kündigungsfrist entlassen (Top Service, muß ich an dieser Stelle mal loben, die Telekom hat mich früher mal 3 Monate für nichts weiter zahlen lassen).
    Wenige Stunden später ruft mich die Telekom wieder an "Wir können leider kein DSL schalten, ich biete ihnen aber einen analogen Telefonanschluß an".
    Ich frage die nette Frau, ob das deren Ernst ist, wir leben doch nicht mehr im Jahr 1995. Mobilfunk ist ja auch nicht verfügbar. "Tut mir leid, mehr kann die Leitung nicht". Auch, daß das Nachbarhaus DSL 16.000 hat und der Verteiler Luftlinie nicht mal 20m von meinem Haus entfernt steht (aber auf der anderen Bachseite), interessiert die Telekom nicht. Ich habe der Dame schon vorgeschlagen, auf eigene Kosten oberirdisch eine neue Leitung verlegen zu lassen, aber da sei der Bauservice zuständig. Dieser sagte mir am nächsten Tag, das sei nicht so leicht möglich, da das Haus ja schon erschlossen ist. "Oh Mann", denke ich mir. Was für ein Kampf. Am nächsten Tag bin ich wieder raus zu dem einem Fleckchen Erde, wo ich Mobilfunkempfang habe und hab mich wieder belabern lassen und schließlich einen Vertrag für einen analogen Anschluß abgeschlossen, damit ich wenigstens von zu Hause aus telefonieren kann. Auf der weiteren Suche nach Lösungen habe ich mal im Rathaus gefragt, was man machen kann, die sagen mir, daß bereits Glasfaser verlegt wurde von einem privaten Anbieter aus der Region. Oh Wunder, die können mir bis zu 80.000er DSL anbieten. Jetzt habe ich DSL 32.000, wo die Telekom nur einen Analoganschluß anbieten will. Was für ein Kampf, bis man mal weiß, wer da schon ausgebaut hat. Gibt es nicht irgendwo ein Verzeichnis, welcher Anbieter wo ausgebaut hat? Telekom und Konsorten wissen ja nichts von der Glasfaserleitung vor Ort... (Oder sie wollen von der Leitung nicht wissen?)
  • 15.02.2019 09:18
    hrgajek antwortet auf Kevin W.
    Hallo,

    Benutzer Kevin W. schrieb:
    > Wir haben uns letztes Jahr ein Haus im Bayerischen Wald gekauft
    >
    und hatten zuvor einen DSL Telefon+Internet Anschluß bei O2.
    >
    Wollten diesen Anschluß gerne mitnehmen, "kein Problem",

    > schalten, die Telekom hat keinen freien Port für O2 frei.

    Ja das gibt es.

    > Ich also bei der Telekom angerufen und denen gesagt, ich
    >
    brauche DSL+Festnetz. Kein Problem, kann in 14 Tagen geschaltet
    >
    werden.

    :-)

    >O2 hat uns
    > den Auftrag storniert und mich aus dem alten Vertrag ohne
    >
    Kündigungsfrist entlassen (Top Service, muß ich an dieser
    >
    Stelle mal loben

    In der Tat.

    > Wenige Stunden später ruft mich die Telekom wieder an "Wir
    >
    können leider kein DSL schalten, ich biete ihnen aber einen
    >
    analogen Telefonanschluß an".

    Diesen kuriosen Fall gibt es öfters. Erst wenn der analoge Anschluss geschaltet ist, kann dann geprüft werden, ob DSL möglich ist. Vermutlich ein Problem im internen Buchungstool von T.

    > verfügbar. "Tut mir leid, mehr kann die Leitung nicht". Auch,
    >
    daß das Nachbarhaus DSL 16.000 hat und der Verteiler Luftlinie
    >
    nicht mal 20m von meinem Haus entfernt steht (aber auf der
    >
    anderen Bachseite)

    Und das ist ein entscheidender Punkt. Da fehlt eine direkte Leitung unter dem Bach hindurch. Auch wenn Du den Verteiler "sehen" kannst, ist die Leitung möglicherweise ziemlich lange.

    > daß bereits Glasfaser verlegt wurde von einem privaten Anbieter
    >
    aus der Region. Oh Wunder, die können mir bis zu 80.000er DSL
    >
    anbieten. Jetzt habe ich DSL 32.000, wo die Telekom nur einen
    >
    Analoganschluß anbieten will.

    Hast Du jetzt einen Vertrag bei diesem privaten Anbieter?

    >Was für ein Kampf, bis man mal
    > weiß, wer da schon ausgebaut hat. Gibt es nicht irgendwo ein
    >
    Verzeichnis, welcher Anbieter wo ausgebaut hat?

    Ausgebaut und ausgebaut sind zwei paar Schuhe. Es kann sein, dass Anbieter X zwar Deinen Ort, aber nicht Deine Straße, Dein Haus erreicht, weil irgendwas (hier ein Bach) im Weg ist.

    >Telekom und
    > Konsorten wissen ja nichts von der Glasfaserleitung vor Ort...
    >
    (Oder sie wollen von der Leitung nicht wissen?)

    Die Telekom tut sich mit "Fremdeinkauf" von Leitungen sehr sehr schwer. Das ist historisch sicherlich verständlich, weil dieser "Einkaufs-Prozess" muss erst mal definiert werden. Und was ist bei Problemen? Dann gibt es schnell "Der-andere-ist-schuld"-Ping-Pong, was der Kunde ausbaden muss. Es gibt schon Regionen, wo die Telekom "Fremdleistungen" einkauft, was man in Foren so liest, ist nicht ermutigend.

    Lange rede kurzer Sinn, ich schreibe Dich mal direkt an, dann könnten wir vielleicht mal konkret schauen, was da bei Dir "klemmt"...

    Henning Gajek
    Redakteur teltarif.de