Diskussionsforum
  • 25.03.2002 09:23
    st.pp. schreibt

    und noch was...

    Absolut richtig, was in diesem Artikel steht. Folgende Aspekte sollte man auch nicht vergessen:
    - Im stationären Betrieb geht man auf Monitore mit 19 Zoll und mehr mit xMillionen Farben. Es wir physikalisch keine Möglichkeit geben, dies jemals auf einem Mobiltelefon- oder auch PDA-Display abzubilden. Also auch dabei werden die Endnutzer niemals wirklich zufrieden sein.
    - Ähnliches gilt für die Eingabegeräte. Schonmal eine kompliziertere URL bei wap eingegeben?
    - Leistungen der Festnetzverbindungen werden immer über der des mobilen Netzes liegen. Und wenn eines Tages wirklich UMTS kommen/sich durchsetzen sollte, wird man bis dahin Festnetzleitungen mit einem Vielfachen an Übertragungsgeschwindigkeiten realisiert haben. (siehe Entwicklung analog (36->56 k), ISDN, DSL ...
    Und letztlich bleibt die Frage: Welche SINN macht es eigentlich, allerorts alle möglichen Informationen mobil abzufragen, die es eben fast genauso im Radio, in der Zeitung (später OK, aber dafür ausführlicher) oder in Zeitschriften gibt?
    Und: ist der Mensch Soft- und Hardwarespezialist genug um demnächst auch noch all die Dinge überblicken, konfigurieren und bedienen zu können?
  • 25.03.2002 13:25
    daid antwortet auf st.pp.
    Ich schließe mich dem allgemeinen Lob des Artikels an.

    > Und letztlich bleibt die Frage: Welche SINN macht es
    >
    eigentlich, allerorts alle möglichen Informationen mobil
    >
    abzufragen, die es eben fast genauso im Radio, in der Zeitung
    >
    (später OK, aber dafür ausführlicher) oder in Zeitschriften
    >
    gibt?

    WENN es überhaupt gelingen sollte, diese Dienste profitabel zu machen, dann mE so, dass man NICHT ALLERorts ALLE möglichen Informationen abruft, sondern nur solche, die man gerade dort braucht, wo man sich befindet, also die Antwort auf die Frage: Wo ist von meinem Standpunkt aus das nächste Kino, in dem der Film XY läuft. Ganz klever fand ich auch die Idee eines interaktiven Reiseführers, der Infos gerade über die Sehenswürdigkeit liefert, vor der ich stehe. Bis das zu einem bezahlbaren Preis verfügbar ist, wird schätzungsweise noch Zeit ins Land gehen. Noch wahrscheinlicher ist die CashCow-Anwendung noch gar nicht ertüftelt und betrifft einen Bereich, dem amn das nicht zugetraut hätte - siehe SMS bei Handys.

    Gruß daid
  • 26.03.2002 09:09
    putzblitz antwortet auf st.pp.
    Das finde ich etwas zu kurzsichtig argumentier: warum ist denn nicht die ganze Welt bei einfachen PCs und Festnetz Telefonen stehen geblieben? Denn bei jeder Weiterentwicklung musste man sich doch die Frage stellen, ob das mehr an Inhalten (jenseits der traditionellen Medien) und Mobilitaet ueberhaupt umgesetzt werden will? Aus dem selben Grund, warum man heutzutage gerne sein Telefon in der Tasche hat, wird man bei bezahlbarer und funtionierender Technik auch das Internet mitnehmen wollen. Was ist SMS, wenn man email ueberall haben kann - und das in jedem Handy? Warum lese ich die Kino-News zu Hause am PC, so weit weg von den Kinos und den Freunden, mit denen man am Abend vielleicht darueber reden will? Alles ausdrucken und mitnehmen? Es gibt einfach Internet Inhalte, die mich vielleicht mehr unterwegs als zu Hause oder im Buero interessieren. Die benoetigte Groesse des Bildschirms haengt einfach von den Inhalten an, von dem Platz den ich bei meinem Aufenthaltsort habe und der Menge Gepaeck, das ich zum schleppen bereit bin. Ein Multimedia Handy hat durchaus seine Berechtigung in dieser Welt, wenn der Preis stimmt.

    Ich glaube der Markt wird schon regeln, dass auch einfach bedienbare Technologie zur Verfuegung steht. So hat das bisher auch immer geklappt. Deshalb ist Imode auch interessanter als WAP. Daran muessen sich die zukuenftigen WAP 2.0 Dienste messen. Die Konurrenz ist gut fuer den Verbraucher!