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Wie alt ist 4G?


01.01.2019 17:37 - Gestartet von mikiscom
Guckt mal wie alt 4G ist und wie lange es als "das schnellste" überlebt hat. Außerdem guckt mal wie schnell das (theoretisch wenn ausgebaut) ist und was wir wirklich brauchen. Es wird immer von vernetzten Autos gesprochen. Die übertragen aber keine 4K-Filme, sondern reden wie "ey alta hinda mir, fahr langsamer, vorne Hindernis". Dafür braucht man keine 200 mbit/s.
Einfach 5G samt Auflagen ausfallen lassen und auf 6G warten. Spart kosten. Zumindest als kostenbewusster O2 würde ich das so machen. Würden das die Kunden anders sehen, wären sie schon lange weg.

Bei Blau surft man bis 21 mbit/s, selbst wenn mehr möglich wäre. Man kann aber alle zur Verfügung stehenden Techniken nutzen. Ortel, die schon nette große Datenpakete haben, hat das meines Wissens nach nicht anders. Wenn deren Kunden das zu wenig wäre, hätten sie schon alle gewechselt. Und wenn man wie oben geschrieben die "Lebenszeit" als aktuell schnellste Generation betrachtet, wird es in vielleicht 7 Jahren 6G geben und man hat sich eine Auktionsrunde samt Kosten für die Auflagen erspart und kann das Geld dann bei der 6G-Versteigerung mit dazu nehmen.
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[1] wolfbln antwortet auf mikiscom
01.01.2019 22:34

einmal geändert am 01.01.2019 22:35
Benutzer mikiscom schrieb:
Guckt mal wie alt 4G ist und wie lange es als "das schnellste" überlebt hat. Außerdem guckt mal wie schnell das (theoretisch wenn ausgebaut) ist und was wir wirklich brauchen. Es wird immer von vernetzten Autos gesprochen. Die übertragen aber keine 4K-Filme, sondern reden wie "ey alta hinda mir, fahr langsamer, vorne Hindernis". Dafür braucht man keine 200 mbit/s.
Einfach 5G samt Auflagen ausfallen lassen und auf 6G warten. Spart kosten. Zumindest als kostenbewusster O2 würde ich das so machen. Würden das die Kunden anders sehen, wären sie schon lange weg.

Bei Blau surft man bis 21 mbit/s, selbst wenn mehr möglich wäre. Man kann aber alle zur Verfügung stehenden Techniken nutzen. Ortel, die schon nette große Datenpakete haben, hat das meines Wissens nach nicht anders. Wenn deren Kunden das zu wenig wäre, hätten sie schon alle gewechselt. Und wenn man wie oben geschrieben die "Lebenszeit" als aktuell schnellste Generation betrachtet, wird es in vielleicht 7 Jahren 6G geben und man hat sich eine Auktionsrunde samt Kosten für die Auflagen erspart und kann das Geld dann bei der 6G-Versteigerung mit dazu nehmen.

Da sind viele Halbwahrheiten drin.
Guckt mal wie alt 4G ist und wie lange es als "das schnellste" überlebt hat.
4G wird auch weiter überleben. 3G wird wahrscheinlich abgeschaltet, irgendwann auch 2G. 4G/LTE wird die Technik sein, auf der der Großteil der mobilen Kommunikation im nächsten Jahrzehnt basiert. 5G ist da nur ein Sahnehäubchen und hat bisher kaum sinnvolle Anwendungen.

Außerdem guckt mal wie schnell das (theoretisch wenn ausgebaut) ist und was wir wirklich brauchen. Es wird immer von vernetzten Autos gesprochen. Die übertragen aber keine 4K-Filme, sondern reden wie "ey alta hinda mir, fahr langsamer, vorne Hindernis". Dafür braucht man keine 200 mbit/s.

Die theoretische und realen Geschwindigkeiten klaffen weit auseinander. Das liegt an vielen Faktoren. Für vernetzte Autos brauchen wir keinen Super-Speed, aber extrem niedrige Latenzen um 5ms. Diese 5ms hat sich die Autoindustrie in die Ausschreibungen hineinschreiben lassen. Sie können bei Bremsmanövern den Unterschied von Leben und Tod ausmachen. 5ms sind momentan mit LTE auch über Glasfaseranbindungen nicht realisierbar.

Einfach 5G samt Auflagen ausfallen lassen und auf 6G warten. Spart kosten. Zumindest als kostenbewusster O2 würde ich das so machen. Würden das die Kunden anders sehen, wären sie schon lange weg.

Das Risiko wäre sehr hoch für jeden Anbieter 5G ausfallen zu lassen. Kommt die Anwendung XY und sie haben dafür kein Netz, sind sie weg vom Fenster. Viele Kunden sind von o2 gegangen, weil ihnen das Netz nicht gefiel. Für Sprachanrufe und SMS reicht allemahl 2G und in den Städten wurde es ja besser. Ich kenne keinen auf dem Land ohne 4G-Abdeckung, der bei o2 geblieben ist, wenn er mobiles Internet brauchte. Mit der gleichen Begründung könntest du ja o2 empfehlen, auf den 4G-Ausbau zu verzichten. Das erinnert an Th.Dirks geniale Analyse vor 15 Jahren, bei Eplus besser kein 4G zu bauen, weil keiner mobiles Internet braucht.

Bei Blau surft man bis 21 mbit/s, selbst wenn mehr möglich wäre. Man kann aber alle zur Verfügung stehenden Techniken nutzen. Ortel, die schon nette große Datenpakete haben, hat das meines Wissens nach nicht anders. Wenn deren Kunden das zu wenig wäre, hätten sie schon alle gewechselt. Und wenn man wie oben geschrieben die "Lebenszeit" als aktuell schnellste Generation betrachtet, wird es in vielleicht 7 Jahren 6G geben und man hat sich eine Auktionsrunde samt Kosten für die Auflagen erspart und kann das Geld dann bei der 6G-Versteigerung mit dazu nehmen.

Bis 21 Mbit/s bieten die meisten Eplus/o2-Reseller und reichen auch für die meisten Privat-Anwendungen bisher aus. Weißt du, dass dies in 6 Jahren auch so ist? Kannst du BASF in Ludwigshafen empfehlen, die ganzen Prozesse über 4G oder noch weniger steuern zu lassen, wenn wesentlich mehr und besseres drin ist? Wenn die Mobilfunkanbieter 5G nicht bauen, macht es die Industrie zumindest als Intranet und da kommen dann auch Anwendungen heraus, die Privatnutzer wollen.
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[1.1] mikiscom antwortet auf wolfbln
02.01.2019 19:40
Benutzer wolfbln schrieb:

Die theoretische und realen Geschwindigkeiten klaffen weit auseinander. Das liegt an vielen Faktoren. Für vernetzte Autos brauchen wir keinen Super-Speed, aber extrem niedrige Latenzen um 5ms. Diese 5ms hat sich die Autoindustrie in die Ausschreibungen hineinschreiben lassen. Sie können bei Bremsmanövern den Unterschied von Leben und Tod ausmachen. 5ms sind momentan mit LTE auch über Glasfaseranbindungen nicht realisierbar.

So ernsthafte Dinge über das DEUTSCHE Mobilfunknetz wird NIE zuverlässig klappen:
1) Innenstädtische Netze sind überlastet - 10 Leute tot pro Tag und Stadt.
2) In den Kaffgegenden, wo man bisher an bestimmten Kreuzungen nur aus reiner Vorsicht anhielt wegen "es könnte ja sein dass doch mal einer aus dieser Straße kommt auch wenn da 1000x niemand raus kam" wird mit dem vernetzten Auto dann einfach weiter gefahren weil die Autos ja miteinander reden, auch um die Ecke. Dumm nur, wenn genau an solchen nicht übersehbaren Kreuzungen selbst beim Telekom-Netz mal ein Funkloch auftaucht - 2-4 Leute tot weil volle Geschwindigkeit weil gradeaus frei, nur von der Seite eben nicht.

Das mit den Autos unterhalten würde nur klappen, wenn die direkt miteinander reden, wie bei den guten alten Walkie-Talkies. (Funkgeräte mit Direktverbindung unter den Geräten.) Klappen auch mitten auf dem Meer oder in der Wüste weil die anbieterunabhängig funktionieren. Und weit weg sind die betreffenden Autos ja nicht von einander, sonst wäre es irrelevant wo der andere gerade her fährt.

Das Risiko wäre sehr hoch für jeden Anbieter 5G ausfallen zu lassen. Kommt die Anwendung XY und sie haben dafür kein Netz, sind sie weg vom Fenster.

Was verstehst Du genau unter "Anwendung"? telefonieren, SMSen, und seit einigen Jahren surfen.

Ich kenne keinen auf dem Land ohne 4G-Abdeckung, der bei o2 geblieben ist, wenn er mobiles Internet brauchte.

Lukrativ und damit relevant sind doch eh die Ballungsräume. Wäre es anders, hätten wir keine Funklöcher.

Das erinnert an Th.Dirks geniale Analyse vor 15 Jahren, bei Eplus besser kein 4G zu bauen, weil keiner mobiles Internet braucht.

Sein Fehler war, dass die 3G-Frequenzen ersteigert hatten, also Geld ausgegeben hatten, aber diese kaum genutzt hatten und die datenhungrigen Kunden damit durch eigenes Verschulden zur Konkurrenz geschickt hatten. Trotz der Frequenzersteigerungen.

Bis 21 Mbit/s bieten die meisten Eplus/o2-Reseller und reichen auch für die meisten Privat-Anwendungen bisher aus. Weißt du, dass dies in 6 Jahren auch so ist?

Geht 4G nicht bis 42 mbit/s? Meine mich da zu erinnern. Die müssten in den kommenden Jahren einfach die firmeninterne Drossel höher setzen, ohne in neue Technik investieren zu müssen, wobei mir die Frequenzauktion der teuerste oder zumindest sehr teure Teil scheint. Erst dazu kommt dann der Ausbau.

Kannst du BASF in Ludwigshafen empfehlen, die ganzen Prozesse über 4G oder noch weniger steuern zu lassen, wenn wesentlich mehr und besseres drin ist? Wenn die Mobilfunkanbieter 5G nicht bauen, macht es die Industrie zumindest als Intranet und da kommen dann auch Anwendungen heraus, die Privatnutzer wollen.

Dann muss die Industrie aber keine Frequenzen kostenpflichtig ersteigern und die haben es finanziell leichter. Würden sie dafür doch zahlen müssen, würde das Zauberwort "Arbeitsplätze" fallen und sie kämen ohne eine Ersteigerung da dran.