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28.12.2018 23:13 - Gestartet von free_as_in_freedom
einmal geändert am 28.12.2018 23:17
„Das Problem sind die Verschlüs­se­lungs­mög­lich­keiten durch 5G“, sagte Voß der Deut­schen Presse-Agentur. Diese würden „natür­lich auch Extre­misten und Terro­ risten für ihre Kommu­ni­ka­tion ausnutzen“.

Verschlüsselung ist eben ein Problem für den Überwachungs- und Polizeistaat. Schließlich sollten die Behörden (BND, Verfassungsbruch etc.) jede Kommunikation abhören können und dürfen. Nur zu unserer Sicherheit. Versteht sich...

„da wir mit 5G ansonsten kaum mehr an die Kommu­ni­ka­tion von Extre­misten und Terror­ver­däch­tigen heran­kommen“

Wohl eher: Wie soll der Staat dann seine Schäfchen kontrollieren und mögliche Dissidenten ausschalten.

„Fach­lich sind wir uns auf Verfas­sungs­schutz­e­bene einig, dass wir mit der tech­ni­ schen Entwick­lung und mit den Gegnern unserer Demo­kratie, die diese Technik nutzen, mithalten müssen.“

Die Gegner unserer Demokratie sitzen in Berlin und in Brüssel, sowie in den Vorständen der Banken und Großkonzerne. Extremismus und Terror dienen hier nur als Vorwand und als Ausrede. Den islamistischen Terror haben die USA und die EU durch ihre Außenpolitik erschaffen. Ohne die ewige Kriegstreiberei (bei der es meistens um Ressourcen geht), sowie Waffenlieferungen an Staaten wie Saudi-Arabien würden uns Terror und der Massen-Exodus aus Syrien erspart bleiben.

Ohne eine entspre­chende Ermäch­ti­gung würde dem Verfas­sungs­schutz „eine seiner Infor­ma­ti­ons­er­he­bungs­quellen genommen“

"Ermächtigung". Interessante Wortwahl. Erinnert mich an den Geschichtsunterricht.

Wie kann man den unbe­schol­tenen Bürger, der in Ruhe leben möchte und nichts "Böses" im Schilde führt, von den "bösen Buben und Mädchen" trennen, ohne tief im Privat­leben und der privaten Kommu­ni­ka­tion aller Mitbürger herum­schnüf­feln zu müssen?

Kann man nicht und will man auch nicht. Denn es geht nicht darum, die "Bösen" ausfindig zu machen, sondern um die Kontrolle der Massen und das Aufhalten von möglichen Dissidenten.
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[1] Nemo-ONE antwortet auf free_as_in_freedom
29.12.2018 15:01
Besser hätte ich auch nicht antworten können..

Word
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[2] bernds antwortet auf free_as_in_freedom
29.12.2018 17:43
Den islamistischen Terror haben die USA und die EU durch ihre Außenpolitik erschaffen. Ohne die ewige Kriegstreiberei (bei der es meistens um Ressourcen geht), sowie Waffenlieferungen an Staaten wie Saudi-Arabien würden uns Terror und der Massen-Exodus aus Syrien erspart bleiben.

Da muß ich entschieden widersprechen. Nach dieser Denkweise müßten die Deutschen auch mit Terrorismus geantwortet haben. Haben sie aber nicht.

Und wenn die Amis und Europäer nicht liefern, Russen und Chinesen haben da überhaupt keine Skrupel.

Der islamische Fundamentalismus ist älter als die westlichen Außenpolitik und hat seinen Sitz in Riad, Teheran, Kairo und neuerdings auch Ankara. Er war verantwortlich z.B. für 60 Millionen ermordete Menschen in Nordindien zwischen ca. 1100 und 1500 n.Chr. sowie 550 Schlachten im Mittelmeerraum bis nach Wien und Zentralfrankreich (Schlacht bei Poitiers) hinein.

Würden Sie sich näher mit der Geschichte des Islam beschäftigen, könnten Sie sich ein paar weit verbreitete neurotische Einstellungen ersparen, die herzlich wenig mit der Realität außerhalb Europas zu tun haben.

Viele Grüße
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[2.1] Anatal antwortet auf bernds
29.12.2018 18:49
Die Tatsache, dass die Deutschen nicht mit Terrorismus widersprechen, ist kein Beleg für Ihre Hypothese. Und dass der islamische Fundamentalismus wesentlich älter ist (was durchaus richtig ist), rechtfertigt noch lange nicht das, was zurecht eben kritisiert wurde.

Da muß ich entschieden widersprechen. Nach dieser Denkweise müßten die Deutschen auch mit Terrorismus geantwortet haben.
Haben sie aber nicht.

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[2.2] IchBins69 antwortet auf bernds
03.01.2019 17:47
@ bernds, ich muß auch free_as_in_freedom volle Zustimmung geben.
Es ist unbestritten, daß der islamische Fundamentalismus keine Erfindung der Neuzeit ist. Das wurde im Kommentar von free_as_in_ freedom auch nicht bestritten, sondern es wurde sich nur auf die aktuelle Zeit bezogen. Somit hat der Artikel das Problem auf den Punkt gebracht.
Widersprechen möchte ich aber im Bezug auf „Der islamische Fundamentalismus ist älter als die westlichen Außenpolitik und hat seinen Sitz in Riad, Teheran, Kairo und neuerdings auch Ankara.“ Islamische Fundamentalismus muß nicht zwingend im Angriff anderer Staaten münden. Teheran bzw. Persien hat noch nie ein anderes Land angegriffen und hat derzeit auch keine Planung in diese Richtung. Vielmehr gibt es mehre Interessengruppen, welche eine militärische Auseinandersetzung mit dem Iran begrüßen würden (siehe genannte Zielstellung von free_as_in_ freedom).
Ankara hat aktuell auch eine ganz andere Rolle als hier dargestellt. Jeder weiß, daß Ankara niemals ein starkes Kurdistan zulassen würden und ausgerechnet jetzt will Maron die Kurden unterstützen. In Wirklichkeit soll nur irgendwie der Konflikt in Syrien "warm" gehalten werden um doch noch die Ziele der USA/EU durchzusetzen.
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[3] Anatal antwortet auf free_as_in_freedom
29.12.2018 18:50
Top-Beitrag!

Benutzer free_as_in_freedom schrieb:
„Das Problem sind die Verschlüs­se­lungs­mög­lich­keiten durch