Diskussionsforum
  • 16.12.2018 01:30
    dormilon schreibt

    Abstrafung war überfällig...

    In meiner Familie hat es gleich zwei ähnlich gelagerte Fälle mit Vodafone gegeben.

    Einmal wurde seitens eines Vodafone Vertragspartners mit meinem (fast 80 jährigen) Vater statt einer Vertragsverlängerung fürs Festnetz angeblich ein ähnlich klingender Mobilfunkvertrag am Telefon abgeschlossen. => Strafanzeige wegen Betrugsversuch gestellt => Plötzlich war die telefonische Aufzeichnung des Vertragsgesprächs nicht mehr auffindbar und der verantwortliche Mitarbeiter des Unternehmens konnte nicht ermittelt werden => Vertrag wurde annulliert / Abgebuchte Beträge zurückgezahlt

    Im zweiten Fall rief mein Bruder wegen einer Störung bei Vodafone an. Dabei wurde ihm ein Umstieg von DSL- auf Kabelvertrag angeboten, den er klar und deutlich abgelehnt hat. Einige Tage später kam eine Auftragsbestätigung für den neuen Kabelvertrag per Post. => Strafanzeige wegen Betrugsversuch gestellt => Wieder war die Aufzeichnung des telefonischen Vertragsgesprächs plötzlich nicht auffindbar => Wieder konnte der verantwortliche Mitarbeiter angeblich nicht ermittelt werden => Vertragsumstellung wurde annulliert bevor Kosten anfielen

    In beiden Fällen konnten die Unternehmen (einmal Vodafone Vertragspartner / einmal Vodafone selbst) auf Nachfrage durch die Polizei / Staatsanwaltschaft keinerlei Beweise für irgend eine Art von Vertragsabschluss vorlegen.

    In beiden Fällen hat es bis auf die Vertragsannullierungen und die Rückzahlung zu Unrecht abgebuchter Gelder keinerlei Strafen für die verantwortlichen Unternehmen gegeben. Die plumpe Ausrede "Aufzeichnung des Vertragsgesprächs nicht auffindbar / verantwortlicher MItarbeiter unbekannt" hat in beiden Fällen ausgereicht, um einer Strafverfolgung zu entgehen.

    Im Grunde ein Freibrief für die Unternehmen, einfach genauso weiter zu machen.
    Hoffentlich ändert die "250.000,- Euro Ohrfeige" aus München da was...