Diskussionsforum
  • 04.12.2018 06:32
    mikeandy schreibt

    connect-Netztest

    Wenn die Telekom und vor allen Dingen Vodafone ihr LTE Netz auch für die Discountermarken öffnen würden wären die Ergebnisse deutlich besser. Solange das nicht passiert sehen sie immer schlechter aus als sie sind.
  • 04.12.2018 07:06
    Tom2122 antwortet auf mikeandy
    Benutzer mikeandy schrieb:
    > Wenn die Telekom und vor allen Dingen Vodafone ihr LTE Netz
    >
    auch für die Discountermarken öffnen würden wären die
    >
    Ergebnisse deutlich besser.
    Verstehe ich jetzt leider nicht. Wenn LTE für die Discounter freigegeben ist, steigt doch auch die Netzlast m LTE Netz, und dadurch sinken die Datenraten --> weniger Punkte und schlechteres Ergebnis im Netztest..
  • 04.12.2018 09:41
    Mister79 antwortet auf mikeandy
    Benutzer mikeandy schrieb:
    > Wenn die Telekom und vor allen Dingen Vodafone ihr LTE Netz
    >
    auch für die Discountermarken öffnen würden wären die
    >
    Ergebnisse deutlich besser. Solange das nicht passiert sehen
    >
    sie immer schlechter aus als sie sind.

    Nicht ganz...

    Am Ende zählt es nicht ob man 40 Millionen oder 46 Millionen Kunden hat. Wenn man mehr Kunden hat, hat man auch dafür zu sorgen, dass die Kapazität stimmt.

    Vor Eplus, als O2 noch 18 Millionen Kunden unter sich verwaltete, waren sie auch dritter, mit den gleichen Kritiken. Außerdem sieht es in Großstädten doch ganz gut aus. Jetzt ab in die Fläche und man wird Vodafone an einige Punkten schmerzen. Zusätzlich sollen ja Feintuning und Fläche 2019 anstehen. Es wird sich zeigen wie weit sich die Fläche in Prozent ausdrückt. Sagen wir mal die kommen 2019/2020 auf 89-93 Prozent, dann wäre es ein top Netz zum top Preis.

    Der Test zeigt aber auch genau wie Chip.de, dass O2 sich massiv verbessert hat. Bis Dato nur in Großstädten und Vororten.

    Schauen wir also mal was 2019 bringt und interessant wird es wohl erst Ende 2020 bei der Bewertung der Fläche.

    Auch wichtig ist wie O2 die Kapazität und sein Spektrum halten wird. Technisch wird man wohl auf jeden Trick zurückgreifen müssen, den LTE bis Dato liefert. Also jeden technischen Trick, der noch wenige Mbit mehr aus den Frequenzen quetscht. Denn ich gehe von Verlusten beim Spektrum aus, bei der nächsten Versteigerung.

    Andersrum glänzt das Netz technisch dann mal wieder mit Innovationen und spielt bei den feinen technischen Spielereien vorne mit. Wobei man im Moment mit EVS und HD und MIMO wohl schon gut dabei ist
  • 04.12.2018 13:32
    hans91 antwortet auf Mister79
    Benutzer Mister79 schrieb:

    > Nicht ganz...
    >
    > Am Ende zählt es nicht ob man 40 Millionen oder 46 Millionen
    >
    Kunden hat. Wenn man mehr Kunden hat, hat man auch dafür zu
    >
    sorgen, dass die Kapazität stimmt.

    Wie genau sollen einem mehr Kunden, die fast nichts zahlen, dabei helfen, die Kapazität des Netzes auszubauen? Diese Behauptung ist kompletter Quatsch, wie man auch unschwer am Netz von O2 erkennen kann. O2 hat die meisten Kunden und die mit Abstand geringste Performance, selbst bei örtlich geringer Nutzerzahl, das liegt daran, dass die Masse ihrer Kunden fast nix zahlt und somit kein Geld für einen Ausbau da ist. Die Telekom dagegen fährt ein hochpreisiges, höherwertiges Modell. Sie braucht nicht viele Kunden, denn jeder einzelne Kunde zahlt ziemlich viel. Sie kann diesen wenigen Kunden deshalb ein gutes Netz bieten. Würde sie nun alle Discounterkunden ins LTE-Netz lassen, würde sie nichts bis fast nichts zusätzlich einnehmen, gleichzeitig würde sich aber die Netzqualität für die Kunden in den hochpreisigen Tarifen verschlechtern. Man müsste dann das Netz also noch weiter ausbauen, nur wovon? Nennenswerte Mehreinnahmen gäbe es ja nicht. Wenn man es nicht täte, würde man diese gut zahlenden Kunden dann verlieren, die einem eigentlich den Netzausbau für 5G finanzieren sollen. Fazit: Die Telekom hat aus unternehmerischer Sicht das beste Geschäftsmodell und tut gut daran, die preisbewusste Masse aus dem LTE-Netz rauszuhalten. Dass das aus der Sicht qualitätsbewusster Schnäppchenjäger ärgerlich ist, liegt auf der Hand, ändert aber nichts daran. Außerdem ist man mit den LTE-Zubuchoptionen bei Congstar & Co. diesen Leuten ja schon entgegengekommen. Auch gilt: Man muss den Vertragskunden, die 40+ Euro im Monat hinlegen irgendeinen USP geben, gerade wo StreamOn jetzt auf wackeligen Füßen steht, wäre es nicht sinnvoll, noch einen weiteren USP wegzunehmen.
  • 05.12.2018 09:38
    arndt1972 antwortet auf hans91
    > Wie genau sollen einem mehr Kunden, die fast nichts zahlen,
    >
    dabei helfen, die Kapazität des Netzes auszubauen? Diese
    >
    Behauptung ist kompletter Quatsch, wie man auch unschwer am
    >
    Netz von O2 erkennen kann. O2 hat die meisten Kunden und die
    >
    mit Abstand geringste Performance, selbst bei örtlich geringer
    >
    Nutzerzahl, das liegt daran, dass die Masse ihrer Kunden fast
    >
    nix zahlt und somit kein Geld für einen Ausbau da ist.

    Du hast den Netztest schon verstanden, oder?! Beim Telefonieren gibt es quasi keinen echten Unterschied mehr, jedenfalls keinen, der einen vielfachen Preis rechtfertigt (Note Sehr Gut und Gut). Bei den Daten sieht man auch, daß O2 zumindest in den Städten, auch keine wirklichen Probleme hat. Genau das ist für die allermeisten Kunden relevant. Keine Frage, auf dem Dorf mag das anders aussehen...
    Und wenn jemand 20 MBits hat, reicht das 99,9% aller User dicke aus.
    Sorry, aber was Du machst ist ein Schönreden und der unfähige Versuch, sich selbst seine Mondpreise schön zu reden...
  • 05.12.2018 10:15
    Zuschauer 1 antwortet auf arndt1972
    Benutzer arndt1972 schrieb:
    > Du hast den Netztest schon verstanden, oder?! Beim Telefonieren
    >
    gibt es quasi keinen echten Unterschied mehr,

    Das stimmt allenfalls für die Großstädte im Test. Dort sind die Unterschiede beim Telefonieren im "Walktest" in der Tat gering. Aber schon beim Drive-Test in Großstädten war Telefónica bereits erkennbar hintendran. Und sobald es ums Telefonieren außerhalb der großen Städte geht, gibt es erhebliche Unterschiede:

    "In Kleinstädten liegen die Werte bei 98, 93 und 76 Prozent, auf Verbindungsstraßen bei 93, 78 und 60 Prozent."

    Zwischen 93 Prozent erfolgreichen Telefonaten bei der Telekom auf kleineren Straßen und 60 Prozent bei Telefónica sehe ich durchaus einen relevanten Unterschied.

    Es bestätigt eigentlich genau das, was Telefonica bereits über sich selbst gesagt hat: Man baut ein Netz für die Städte, aber nicht fürs Land: https://www.teltarif.de/telefonica-o2-in...
    Wem ein "Stadtnetz" genügt, der ist also bei Telefónica richtig aufgehoben. Wem das nicht genügt, der wird weiterhin etwas mehr Geld für eines der besseren Netze auf den Tisch legen müssen. Und von der Überlastung des Telefónica-Netzes auch in Großstädten bei unregelmäßigen Veranstaltungen wie Stadtfesten, wenn relativ spontan sehr viele Leute an einem Ort zusammenkommen, fange ich besser gar nicht erst an.
  • 05.12.2018 10:50
    arndt1972 antwortet auf Zuschauer 1
    > Zwischen 93 Prozent erfolgreichen Telefonaten bei der Telekom
    >
    auf kleineren Straßen und 60 Prozent bei Telefónica sehe ich
    >
    durchaus einen relevanten Unterschied.
    >
    Ja, aber ist das so relevant? Im schlimmsten Fall wähle ich halt ein zweites Mal...

    > Wem ein "Stadtnetz" genügt, der ist also bei Telefónica richtig
    >
    aufgehoben. Wem das nicht genügt, der wird weiterhin etwas mehr
    >
    Geld für eines der besseren Netze auf den Tisch legen müssen.

    Da sind wir uns ja einig, habe ich auch so geschrieben.

    > Und von der Überlastung des Telefónica-Netzes auch in
    >
    Großstädten bei unregelmäßigen Veranstaltungen wie Stadtfesten,
    >
    wenn relativ spontan sehr viele Leute an einem Ort
    >
    zusammenkommen, fange ich besser gar nicht erst an.

    Dem Punkt hätte ich bis letztes Jahr zugestimmt, das ist aber in der Regel nicht mehr so....
    Hatte Teltarif aber auch schon selbst geschrieben.
  • 05.12.2018 18:15
    Zuschauer 1 antwortet auf arndt1972
    Benutzer arndt1972 schrieb:
    > > Zwischen 93 Prozent erfolgreichen Telefonaten bei der Telekom
    > >
    auf kleineren Straßen und 60 Prozent bei Telefónica sehe ich
    > >
    durchaus einen relevanten Unterschied.
    > Ja, aber ist das so relevant? Im schlimmsten Fall wähle ich
    >
    halt ein zweites Mal...

    Klar, man kann auch ganz auf ein Mobiltelefon verzichten und erst dann wieder telefonieren, wenn man am Ziel angekommen ist. Hat jahrzehntelang auch funktioniert.

    Heutzutage ist telefonische Erreichbarkeit für viele Leute einfach wichtig. In Zeiten, in denen ein großer Teil der Alltagskommunikation über Messenger oder andere elektronische Dienste asynchron abgewickelt wird, ist ein Telefonanruf häufig ein Signal dafür, dass es um eine wichtige oder dringende Sache geht. Wenn man dann nicht angerufen werden kann, ist das für viele Leute ärgerlich.

    > > Und von der Überlastung des Telefónica-Netzes auch in
    > >
    Großstädten bei unregelmäßigen Veranstaltungen wie Stadtfesten,
    > >
    wenn relativ spontan sehr viele Leute an einem Ort
    > >
    zusammenkommen, fange ich besser gar nicht erst an.

    > Dem Punkt hätte ich bis letztes Jahr zugestimmt, das ist aber
    >
    in der Regel nicht mehr so....

    Das kann ich nicht beurteilen, ob sich da bei Telefónica in letzter Zeit wirklich etwas getan hat. Das letzte Mal, das ich auf einer Veranstaltung neben einem Freund mit o2-Tarif stand und er keinerlei Datenverbindung hinbekam, war im Frühsommer. Und in der aktuellen Jahreszeit kann man das mangels geeigneter Veranstaltungen schwer nachprüfen. Die meisten Weihnachtsmärkte, die ich kenne, sind entweder klein genug, dass es nicht zu Überlastungsproblemen kommt, oder sie sind (im Fall der größeren Menschenansammlungen) auf bereits im Alltag so belebten Plätzen in der Stadt, dass dort auch das Telefónica-Netz nicht gleich zusammenbricht.
  • 06.12.2018 08:31
    abrazzoo antwortet auf hans91
    Benutzer hans91 schrieb:

    > Wie genau sollen einem mehr Kunden, die fast nichts zahlen,

    Mir ist völlig unverständlich, woher diese Haltung kommt. Die Mobilfunkpreise sind derartig hoch in Deutschland, dass die Einschätzung, die Kunden würden fast nichts zahlen weltfremd ist. JEDE klitzekleine Möglichkeit, den Kunden für schlechte Leistung Geld aus der Tasche zu ziehen, wird ausgenutzt. Siehe neuerdings die Festsetzung der Preise für "4 Wochen" (=28 Tage) statt pro Monat. Eine Frechheit sondergleichen.

    Meine Tochter hat gerade einen Mobilfunktarif abgeschlossen, der da lautet "10 für 10", meint: 10 GB für 10 Euro, (zzgl. 300 Freiminuten) im Netz der Dt. Telekom. Allerdings in Österreich.

    Ich selber brauche kein LTE, der Hype mit schneller Datenübertragung ist albern, ich möchte "nur" einen möglichst flächendeckenden Empfang. Den bekomme ich aber nicht mit HSPA.


    > Fazit: Die
    >
    Telekom hat aus unternehmerischer Sicht das beste
    >
    Geschäftsmodell und tut gut daran, die preisbewusste Masse aus
    >
    dem LTE-Netz rauszuhalten.

    Da hast du natürlich recht und erkennst die Philosophie deutscher Unternehmen: Nur soviel für den Kunden tun, dass sie durch ihre dummen Kunden maximalen Gewinn einfahren können. Nichts anderes haben die Firmen im Sinn. Widerlich. Alles, was zum Vorteil für den Kunden ist, muss durch die Politik erzwungen werden. Was unsere konzern und industriefreundliche Politik aber nur sehr widerwillig macht.