Diskussionsforum
  • 13.03.2019 16:18
    einmal geändert am 14.03.2019 10:19
    FredC2 schreibt

    aufgrund des erneuten Absturzes sehr aktuell

    Sehr guter Artikel, der aufgrund des erneuten Absturzes sehr aktuell ist!
    Wie man auf sehr traurige Weise sieht, kann nicht alles unter allen denkbaren Umständen automatisiert entschieden werden.
    Ich frage mich, wie oft hat ein "Nose Down System" in der Vergangenheit überhaupt Abstürze verhindert? Denn nur wenn es bisher oft einen falsche Fluglage korrigiert hat, hat es überhaupt eine Berechtigung.

    Klar, Boeing hat nicht alleine Schuld, aber hier bewegt man sich im Kombinationsbereich zwischen menschlichem UND maschinellem Irrtum.

    Dazu ein Beispiel:
    wenn die Maschine bzw. die Software zu 99% richtig reagiert (bzw. zu 1% falsch reagiert z.B. wegen Sensorfehler), und der Mensch dieses zu 99% richtig korrigiert (bzw. zu 1% nicht korrigiert, also die Software im Fehlerfall nicht abschaltet), kommt es leider trotzdem in 1 von 10.000 Fällen zu einer ungünstigen Kombination, also einem Unglück, wobei der Unglücksfall natürlich irgendwann in den 10.000 Fällen eintreten kann.
    Wenn es wirklich an dem Zusammenspiel bzw. Gegenspiel von Software und Menschen liegen sollte, ist anzunehmen, dass einer der beiden % Faktoren sogar schlechter als 99% seine Arbeit richtig erledigt. Bei 98% Prozent für Pilot und 98% Software ist man übrigens schon bei 4 Unglücken auf 10.000 Vorgänge.

    Auch wenn nun Verbesserungen durchgeführt werden, also spezielle Piloten-Schulungen und Software-Anpassungen , werden die Passagiere trotzdem "mit den Füßen" abstimmen. Das kann deshalb noch richtig übel für Boeing werden da alle Flugportale den voraussichtlichen Flugzeugtyp angeben.

    Ich denke übrigens, an dieser prinzipiellen Sicherheits-Problematik wird auch das autonome Fahren scheitern, auch wenn Informatiker oder sonst wer das Gegenteil behaupten.