Diskussionsforum
  • 16.11.2018 12:26
    wolfbln schreibt

    Wortlaut des Entwurfs

    siehe:
    https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/Entscheidungsentwurf.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    Versorgt werden sollen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s:

    mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland,
    alle Bundesautobahnen,
    die wichtigsten Bundesstraßen sowie
    die wichtigsten Schienenwege.

    Versorgt werden sollen bis Ende 2024

    alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s,
    alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
    die Seehäfen und wichtigste Wasserstraßen mit mindestens
    50 Mbit/s sowie
    alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s.

    Für alle Bundesautobahnen und Bundesstraßen wird zudem eine Latenz von 10 Millisekunden vorgeschrieben.
    Zusätzlich sind je Betreiber 1.000 „5G-Basisstationen“ und 500 Basisstationen in „weißen Flecken“ bis Ende 2022 zu errichten.
  • 16.11.2018 12:34
    einmal geändert am 16.11.2018 12:47
    wolfbln antwortet auf wolfbln
    Benutzer wolfbln schrieb:
    > siehe:
    > https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/Entscheidungsentwurf.pdf?__blob=publicationFile&v=2
    >
    > Versorgt werden sollen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s:
    >
    > mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland,
    >
    alle Bundesautobahnen,
    > die wichtigsten Bundesstraßen sowie
    > die wichtigsten Schienenwege.
    >
    > Versorgt werden sollen bis Ende 2024
    >
    > alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s,
    >
    alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
    >
    die Seehäfen und wichtigste Wasserstraßen mit mindestens
    >
    50 Mbit/s sowie
    >
    alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s.
    >
    > Für alle Bundesautobahnen und Bundesstraßen wird zudem eine
    >
    Latenz von 10 Millisekunden vorgeschrieben.
    > Zusätzlich sind je Betreiber 1.000 „5G-Basisstationen“ und 500
    >
    Basisstationen in „weißen Flecken“ bis Ende 2022 zu errichten.

    Hmmm. Der Autor des Teltarif-Artikels sprach gestern noch von den physikalischen Grenzen von 5G. Eine Latenz von 10 ms kenne ich beim existierenden 4G/LTE bisher praktisch nicht. Die liegt zumeist deutlich darüber. Die Betreiber müssten also die Latenz bei 4G noch sehr stark drücken können, was - wenn überhaupt -wohl nur über glasfaser-angebundenes LTE denkbar wäre. An Straßen und Autobahnen steht aber sehr viel Richtfunk-angebundenes. Da halte ich max. 10 ms für nicht machbar mit bisheriger 4G-Technologie.

    Diese Anforderung ist ziemlich neu und kam auf Druck der Autoindustrie rein, die eine Latenz von max. 10 ms für autonomes Fahren für nötig hält.

    Über diese eine Anforderung könnten Ausbauverpflichtungen über die Hintertür dann doch 5G an allen BABs und Bundesstraßen 5G vorschreiben. Das würde aber inhaltlich im Widerspruch zum Artikel stehen, der sagt: alle Ziele kann man auch mit 4G oder zumindest mit einer Kombi 4G mit 5G erreichen.

    Alles in allen aber ein machbarer Kompromiss bis auf diesen einen Punkt, der Klärung bedarf.
  • 19.11.2018 10:07
    hrgajek antwortet auf wolfbln
    Hallo,

    Benutzer wolfbln schrieb:
    > > https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/Entscheidungsentwurf.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    Ja lesenswert.


    > Richtfunk-angebundenes. Da halte ich max. 10 ms für nicht
    >
    machbar mit bisheriger 4G-Technologie.
    >
    > Diese Anforderung ist ziemlich neu und kam auf Druck der
    >
    Autoindustrie rein, die eine Latenz von max. 10 ms für
    >
    autonomes Fahren für nötig hält.

    Gut erkannt :-)

    > Über diese eine Anforderung könnten Ausbauverpflichtungen über
    >
    die Hintertür dann doch 5G an allen BABs und Bundesstraßen 5G
    >
    vorschreiben. Das würde aber inhaltlich im Widerspruch zum
    >
    Artikel stehen, der sagt: alle Ziele kann man auch mit 4G oder
    >
    zumindest mit einer Kombi 4G mit 5G erreichen.

    Das und vieles anderes ist zu klären.

    Ich denke, das ist in erster Linie ein Politik-Besänftigungspapier.

    Die Physikalischen Grenzen gibt die Frequenz 3,4-3,8 GHz vor. Damit ist kein flächendeckendes Netz bezahlbar zu realisieren, weil die Reichweite der Sender viel zu gering ist. Die höchste heute genutzte Frequenz ist 2,6 GHz (mit LTE in Gebäuden/Innenstädten/Hotspots). Richtig Reichweite erzielt man mit 700-900 MHz (also unter 1 GHz), In den USA ist sogar schon 600 MHz verfügbar.