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Hoffentlich setzt sich dieser Mist nicht durch


04.10.2018 01:20 - Gestartet von tobias.x
Was auf den ersten Blick ganz vernünftig klingt: Netzwerkanmeldung rein elektronisch, ohne das Verschicken und dem Herumhantieren mit SIM-Karten, ist letztlich wieder mal ein Puzzlestein zur "Kundenbindung" - zum Nachteil des Kunden.

Nix mehr, mit einfach mal im Ausland eine Prepaidkarte kaufen und die Datenkarte damit ersetzen, und zuhause einfach wieder die heimische Daten-SIM einlegen.

Mal nur als ein einziges Beispiel.

Die Frage ist dann überhaupt, ob das Verfahren auch für Prepaid und 1-Monatslaufzeit Verträge erhältlich sein wird? Beides würde die Mobilfunkindustrie vermutlich sowieso am liebsten abschaffen - und da ist dann diese eSIM ein sehr geeignetes Mittel.

Und auch wenn es Prepaidverträge damit geben wird: Das Ganze wird dann vermutlich so zäh und unflexibel werden wie eine Rufnummernitnahme jetzt schon.

Also einfach mal auf die Schnelle eine andere Karte einsetzen - damit ist dann Schluss.

Deshalb hoffe ich darauf, dass diese Idee ein Misserfolg wird und nicht zum Standard.
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[1] 388 antwortet auf tobias.x
06.09.2021 23:42
Also... genau das Gegenteil ist eingetreten. In z.B. meinem iPhone 12 kann ich mehrere eSIM-Profile gleichzeitig speichern und einfach zwischen den Profilen umschalten. Ich muss also keine physischen Karten einpacken, mitnehmen und dann damit hantieren. Und für die schnelle örtliche SIM-Karte im Urlaub habe ich immer einen freien Schacht im Handy.

Und dass die Rufnummernmitnahme so schwerfällig ist, hat nichts mit der Technik zu tun. Sondern mit der bräsigen Politik! Dass sich so etwas kundenfreundlich regeln lässt, kann man in anderen EU-Ländern beobachten, z.B. Italien. Einfach mit einer aktuellen Rechnungskopie zum neuen Anbieter, am SELBEN Abend (per Gesetz!) kommt per SMS der verbindliche Portierungstermin. Und der muss innerhalb der nächsten zwei Werktage liegen. Die in Deutschland üblichen Probleme (Verzichtserklärung, Kündigung, Ablehnung wegen nicht perfekt übereinstimmender Daten) sind entweder per Gesetz abgeschafft (Vertragsabschluss beim neuen Anbieter reicht als verbindlicher Auftrag) oder sind praktisch gelöst worden (sogenannter Migrationscode als eindeutige und anbieterübergreifende Kennung auf jede Rechnung aufgedruckt) statt des detaillierten Datenabgleichs, der oft an Kleinigkeiten scheitert.