Diskussionsforum
  • 16.09.2018 15:33
    Max Baumann schreibt

    Breitband Bayern

    Wieder typisch Grüne, immer gegen alles.
    Ich bin froh das es das bayrische Förderprogramm gibt.
    Auch wenn sich der Ausbau um ca 9 Monate verzögert hat, trotzdem endlich zeitgemäße Geschwindigkeit seid Frühjahr 2018.
    Ausgeschrieben waren bis 50 Mbit/s, durch die Telekom ausgebaut wurden mit 100 Mbit (Vectoring).
    Und die liegen auch stabil ohne Probleme an.
    Neben der Telekom hat sich nur ein anderer Anbieter beworben, aber mehr halbherzig.
    So hat die Telekom den Zuschlag bekommen.
  • 16.09.2018 15:48
    Tom2122 antwortet auf Max Baumann
    Benutzer Max Baumann schrieb:
    > Ausgeschrieben waren bis 50 Mbit/s, durch die Telekom ausgebaut
    >
    wurden mit 100 Mbit (Vectoring).
    wäre es denn nicht sinnvoller gewesen, auf den Ausbau durch Vectoring zu verzichten, und gleich auf zukunftsfähigere Technologien zu setzen? (Glasfaser)

    Wie im Artikel herausgeht, erhält der Freistaat Bayern keine EU Förderung für den (jetzt, wie ich finde viel zu spät geplanten) Glasfaserausbau..
    Wäre es nicht sinnvoller gewesen ordentlich auszubauen, um die Fördergelder zu erhalten? Ich denke nicht, dass Kupferkabel mittelfristig noch sinnvoll ist, aber jetzt ist es halt zu spät, und ich finde diese Fehlentscheidung kann man durchaus der CSU ankreiden..
  • 16.09.2018 16:08
    Max Baumann antwortet auf Tom2122
    Wer mit halbwegs vernünftigen Speed unterwegs ist, hat natürlich gut reden mit GF Ausbau.
    Ich hatte 2 Mbit ADSL und stand wegen IP Umstellung vor der Herabstufung auf 384 kbit/s.
    Und das mit 2 Onlinegaming/YouTube Teenagern.
    Alle möglichen Alternativen wie Tooway oder o2 Free waren Krampf und Geldvernichtung.
    Wie lange hätte ein GF Ausbau noch gedauert?
    2-3 Jahre oder noch länger?
    Ich sehe es gerade bei meinen Eltern und meinem Bruder.
    Dort möchte Deutsche Glasfaser ausbauen.
    Das Interesse der Bevölkerung ist ein Witz.
    Bei meinem Bruder wurde die Bedarfsermittlung verlängert und am Ende wurde nur durch schönrechnen die 40% Marke erreicht.
    Bei meinen Eltern schaut es noch schlechter aus, Bedarfsermittlung schon verlängert aber mehr als 29% werden es nicht.
    Sicher sollte das Endziel ein mehr oder weniger flächendeckender GF Ausbau sein, aber als Zwischenziel für die nächsten Jahre, ist Vectoring mit 100 und mittelfristig bis 250 Mbit eine gute Sache.
    Wer das ständig schlechtredet, sollte einmal einen Blick uber den eigenen vermutlich gut erschlossenen Tellerrand wagen
  • 16.09.2018 16:32
    Tom2122 antwortet auf Max Baumann
    Benutzer Max Baumann schrieb:
    > Wer das ständig schlechtredet, sollte einmal einen Blick uber
    >
    den eigenen vermutlich gut erschlossenen Tellerrand wagen
    genau deshalb würde ich Dir mal einen Blick ins europäische Ausland empfehlen.. Es wäre schon sinnvoll (gerade auch für Gewerbebetriebe, Hotels) wenn bereits ab den 90er Jahren einen ordentlicher Glasfaserausbau gegeben hätte. Zeit ist bis heute genug gewesen..

    Aktuell haben wir halt hierzulande einen ordentlichen Rückstand, und diesen würde ich (wie schon gesagt) auch der CSU ankreiden.
  • 16.09.2018 16:48
    Max Baumann antwortet auf Tom2122
    Benutzer Tom2122 schrieb:
    > Benutzer Max Baumann schrieb:
    > > Wer das ständig schlechtredet, sollte einmal einen Blick uber
    > >
    den eigenen vermutlich gut erschlossenen Tellerrand wagen
    > genau deshalb würde ich Dir mal einen Blick ins europäische
    >
    Ausland empfehlen.. Es wäre schon sinnvoll (gerade auch für
    >
    Gewerbebetriebe, Hotels) wenn bereits ab den 90er Jahren einen
    >
    ordentlicher Glasfaserausbau gegeben hätte. Zeit ist bis heute
    >
    genug gewesen..
    >
    > Aktuell haben wir halt hierzulande einen ordentlichen
    >
    Rückstand, und diesen würde ich (wie schon gesagt) auch der CSU
    >
    ankreiden.
    Was interessiert mich das Ausland?
    Ich lebe hier und jetzt, und benötige jetzt halbwegs vernünftigen Zugang und nicht in 5 Jahren.
    Der Vergleich mit dem Ausland hat mich viele Jahre mehr als genug verärgert.

    Frage an Dich welche Geschwindigkeit hast du seid wievielen Jahren?

    Sicher hast du recht das Deutschland den Ausbau seid gut 10 Jahren verschlafen hat.
    Auch ich würde sofort einen GF Anschluss buchen.
    Nur ist es unmöglich das alles in 2-3 Jahren auszubauen.
    Selbst wenn unser Staat noch x Milliarden zur Verfügung stellt, es fehlen schlicht die Kapazitäten für den Ausbau.



  • 16.09.2018 16:56
    Tom2122 antwortet auf Max Baumann
    Benutzer Max Baumann schrieb:

    > Was interessiert mich das Ausland?

    Weil das Internet und die zunehmende Vernetzung für die Zukunft immer wichtiger ist, sowohl für Mobilfunk als auch die Glasfaserinfrastruktur. Man sollte doch nicht so naiv sein, zu sagen dass Glasfaser nicht schon jetzt zur wichtigen Infrastruktur gehört. (wie Trinkwasser, Erdgas, Straßen, Bahn, ...)

    > Ich lebe hier und jetzt, und benötige jetzt halbwegs
    >
    vernünftigen Zugang und nicht in 5 Jahren.
    Ich finde damit dieses Land in der Zukunft wirtschaftlich bleibt, muss es auch jetzt in die Zukunft investieren.

    > Frage an Dich welche Geschwindigkeit hast du seid wievielen
    >
    Jahren?

    aktuell sind es 50 Mbit/s, eben weil hier am "Land" nicht mehr geht.. :(
    (Bayern)

    > Sicher hast du recht das Deutschland den Ausbau seid gut 10
    >
    Jahren verschlafen hat.
    > Auch ich würde sofort einen GF Anschluss buchen.
    >
    Nur ist es unmöglich das alles in 2-3 Jahren auszubauen.
    >
    Selbst wenn unser Staat noch x Milliarden zur Verfügung stellt,
    >
    es fehlen schlicht die Kapazitäten für den Ausbau.

    Ja, es dauert Zeit, und die fehlende Glasfaserinfrastruktur ist (so denke ich) auch mit ein Grund, weshalb der LTE Ausbau in ländlichen Gebieten noch nicht so angekommen ist.
  • 16.09.2018 18:46
    postb1 antwortet auf Tom2122
    Benutzer Tom2122 schrieb:

    > aktuell sind es 50 Mbit/s, eben weil hier am "Land" nicht mehr
    >
    geht.. :(

    Na, da bist du ja echt zu bedauern, mit schneckigen 50Mbit/sek....
    Sarkasmus beiseite: Welche Anwendungen sind es denn, die du mit deinem "langsamen" Anschluß nicht machen kannst?
  • 16.09.2018 19:12
    Tom2122 antwortet auf postb1
    Benutzer postb1 schrieb:
    > Na, da bist du ja echt zu bedauern, mit schneckigen
    >
    50Mbit/sek....
    > Sarkasmus beiseite: Welche Anwendungen sind es denn, die du mit
    >
    deinem "langsamen" Anschluß nicht machen kannst?
    mir geht es nicht um die 50 Mbit/s (das mag vielleicht momentan noch für die nächsten ein/zwei Jahre einigermaßen reichen), sondern darum dass bislang hierzulande kein großflächiger Glasfaserausbau stattgefunden hat.

    Und ich finde das schadet das dem kompletten Land... Es wird ja immer darüber gesprochen dass wir in Deutschland im Mobilfunkbereich beim flächendeckenden LTE Ausbau hinterherhinken, und ich denke es wird wohl bei 5G wohl nicht besser aussieht. Weil einfach die Anbindung das Problem ist.

    Ich finde wenn dieses Land seine (aktuell noch) gute wirtschaftlichen Lage erhalten möchte, sollte möglichst bald auch möglichst jeder Betrieb (ob klein oder groß) und auch jeder Haushalt die Möglichkeit erhalten einen Glasfaseranschluss zu erhalten können..

    Wenn du jetzt für dich persönlich einen Neubau planst, was würdest du dir in deinen Haus wünschen? Kupfer oder Glas?
  • 16.09.2018 21:03
    Max Baumann antwortet auf Tom2122
    @ Tom 2122,

    grundlegend stimme ich dir zu und das Ziel muss ein GF Ausbau sein.
    So wie ich vermutet habe bist du schon in der glücklichen Lage mit halbwegs guter Geschwindigkeit angebunden zu sein.
    Jedoch vergisst Du und auch eine Reihe anderer mit der Forderung nach sofortigem/alleinigen GF Ausbau, all die Leute die noch mit Steinzeit DSL oder ganz ohne Internetanbindung leben müssen.
    Zuerst muss schnell für alle eine zeitgemäße Grundversorgung her, dann kann der nächste Schritt erfolgen.
    Eine Erschließung mit VDSL in den ländlichen Regionen ist im Grunde die erste Stufe zum weiteren GF Ausbau.
    Bei mir ist diese Technik von ca 5km auf ca 150 m ans Haus herangerückt.
    Wenn ich allerdings zurückdenke was allein der VDSL Ausbau im Ort und dem Gemeindeverband für Diskussionen gebracht hat.
    Viele aus der älteren Generation haben sich darüber massiv aufgeregt, weil sie es ja nicht brauchen.
    Jedoch war mein Eindruck haben sich die Beeinträchtigungen im Rahmen gehalten.
    Es war jederzeit eine Zufahrt aus allen Richtungen möglich.


  • 16.09.2018 18:04
    spezi10 antwortet auf Tom2122
    Benutzer Tom2122 schrieb:

    > Wie im Artikel herausgeht, erhält der Freistaat Bayern keine EU
    >
    Förderung für den (jetzt, wie ich finde viel zu spät geplanten)
    >
    Glasfaserausbau..
    > Wäre es nicht sinnvoller gewesen ordentlich auszubauen, um die
    >
    Fördergelder zu erhalten?

    Das hast Du Mißverstanden. Es geht nicht um EU-Fördergelder. Sondern die EU hat ganz Allgemein vorgegeben, unter welchen Umständen der Staat einen Breitbandausbau mit Fördergeldern unterstützen darf. Nämlich nur dann, wenn das Gebiet unterversorgt ist, und das gilt nach EU-Definition wenn weniger als 30 Mbit/s im Download verfügbar sind. Wobei es dabei unerheblich ist, ob die staatlichen Gelder von der Kommune, vom Land, vom Bund oder von der EU kommen.

    Was der Artikel aussagt: dort wo im Rahmen des Förderprogramms nach FTTC-Ausbau mehr als 30 Mbit/s verfügbar sind darf jetzt nicht (quasi als zweiter Schritt) ein FTTB/H-Ausbau gefördert werden.

    > Ich denke nicht, dass Kupferkabel
    >
    mittelfristig noch sinnvoll ist, aber jetzt ist es halt zu
    >
    spät, und ich finde diese Fehlentscheidung kann man durchaus
    >
    der CSU ankreiden..

    Letztlich hat man im bayerischen Förderprogramm (und bis vor kurzem übrigens auch im Bundesförderprogramm) den Kommunen die Wahl gelassen, was sie ausschreiben möchten. Zwar darf niemand direkt FTTB/H verlangen (übrigens auch eine EU-Regelung: Ausschreibungen müssen technikneutral sein). Aber es steht seit jeher den Kommunen frei, höhere Mindestdownloadraten als die minimalen 30 Mbit/s zu fordern. Kommunen, die in den letzten Jahren 100 Mbit/s und mehr gefordert haben, haben Angebote für FTTB/H bekommen.

    Sowas ist natürlich oft teurer, und da Gemeinden ja eine Selbstbeteiligung an den Kosten tragen müssen, haben sich viele für FTTC entschieden. Ein zweiter Punkt mag die Unsicherheit gewesen sein, ob der maximale Förderbetrag des Landes für einen Gesamtausbau des Dorfes per FTTB/H auch reichen würde. Wobei diese Sorge vielleicht eher unbegründet war, wenn man sieht das noch sehr viele Fördermittel im Topf sind.

    Was aber auch klar sein sollte: ein FTTH-Ausbau dauert länger. Man muss nicht nur die Glasfaserstrecke ins Dorf bauen (wie man es auch für FTTC machen muss), sondern auch das ganze Netz im Dorf ersetzen (bei FTTC verwendet man einfach das Bestandsnetz). Wenn man sich den zweiten Schritt (vorerst) spart ist man schneller fertig und man kann die Ausbauarbeiten für das nächste Dorf starten. Und fehlende Baukapazitätend sind nun mal ein Grund für viele Verzögerungen beim Breitbandausbau.