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Infos zum 2phone von Siemens.at


07.03.2002 17:53 - Gestartet von tirol1
Hallo Leute,
hier kommt ein monstermäßig langes Mail von Siemens aus Österreich. Es ist die Antwort auf meine Frage, was der Unterschied zur Homestation ist. Vor allem für die interessant, die denken, dass man einfach einen anderen Stecker anlöten kann ;-)

...
Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Das 2phone und die Homestation sind vom Prinzip her gleiche Geräte.
Allerdings ist das 2phone für den österr. Posteinzelanschluss und die homestation für den deutschen Anschluss.

Da die Situation des analogen Anschlusses in Österreich eine völlig andere ist als in Deutschland, ist es durch einen einfachen Kabeltausch bzw. Adapter nicht zu lösen.

Allgemein:

Das 2phone ist ein Gerät, dass eigentlich für den Posteinzelanschluss in Österreich entwickelt wurde. Am Posteinzelanschluss sind die Steckplätze - Dreieck - Kreis - Hörersymbol in Serie geschaltet. Dieser Tatbestand wird dazu benutzt, um das 2phone elektrisch vor allen anderen Telefonen zu schalten (am Dreieck).


Das Gerät ist als Ladeschalte ausgeführt für ein Siemens Handy (S35, C35, SL45, etc.) und hat zum Ziel, dass Anrufe aus dem GSM Netz am Festnetzanschluss signalisiert werden, wenn das Handy in der Ladeschalte steckt. Man kann auf dieser Art und Weise sowohl vom GSM Netz als auch vom Festnetz am Heimtelefon (ZB Schnurlostelefon) erreicht werden.

Umgekehrt kann man auch von diesem Heimtelefon wahlweise ins Festnetz, wie auch über das GSM Netz abgehend telefonieren.


Des weiteren verfügt das 2phone über eine Router Funktion. Das bedeutet, dass eine 4 stellige Vorwahl für einen Netzbetreiber vorgewählt werden kann.


Es gibt 2 Ausführungen von 2phones:

1) ein offenes Gerät
2) an einem Netzbetreiber gebundenes (zB One)

Beim offenen Gerät kann die Router Funktion unterdrückt werden und beim Gebundenen nicht.

Grundsätzlich lässt sich das 2phone auch an einer analogen Nebenstelle anschalten (nur eine Amtsleitung).


Man kann dieses Produkt auch an einer analogen Nebenstelle einer Anlage anschalten, dH hinter einer Nebenstellenanlage muss man mit einer '0' ins Amt wählen und nach der '0' verlangt die Nebenstellenanlage üblicherweise eine Pause. Diese Pause kann im 2phone programmiert werden. Die Router Funktion müsste in diesem Fall natürlich unterdrückt werden - was nur beim offenen Gerät möglich ist. Man kann von dieser analogen Nebenstelle, an der das 2phone angeschalten ist, wahlweise über das Festnetz über die Hauptanlage hinaustelefonieren - wie auch über das GSM Netz. Von anderen Nebenstellen der Anlage kann klarerweise, weder über das GSM Netz hinaustelefoniert werden noch wird ein Ruf an anderen Nebenstellen signalisiert - wenn dieser über das GSM Netz reinkommt. Unter dieser Vorraussetzung kann das 2phone hinter einer Nebenstellenanlage angeschlossen werden - die Sinnhaftigkeit ergibt sich von selbt. :-)


Selbstverständlich kann das 2phone auch an einer analogen Nebenstelle an einer Isdn Anlage angeschaltet werden - wo grundsätzlich genau dasselbe gilt (siehe oben).


Vor einer Isdn Nebenstellenanlage kann das Produkt selbstverständlich nicht angeschalten werden, da es kein isdn Gerät ist, sondern ein analoges Gerät.

Aus obiger Beschreibung geht hervor, dass in Österreich zwei Arten von Geräten unterschieden werden.
1) 2 polige Endgeräte
2) 4 polige bzw. sogenannte vorschaltfähige Endgeräte

Nachdem das 2phone auf der Serienschaltung der Steckplätze der österr. Postdose aufbaut, ist es in Ihrem Fall wohl das sinnvollste wenn Sie genau dieses Gerät verwenden möchten, sich eine österr. Postdose besorgen - diese an Ihrem deutschen Anschluss anzuschalten und das 2phone am Dreieck dieser Dose einstecken.

Nachdem ich vermute, dass Sie deutsche Geräte an diesem Gerät betreiben wollen, müssten Sie eine deutsche Dose in Serie zur österr. Postdose schalten (Klemme I der österr. Postdose an Klemme A der deutschen Postdose, B1 der österr. Postdose an B der deutschen Postdose.

An dieser deutschen Postdose kann dann das deutsche analoge Gerät, das dann über das 2 phone wählen soll, angeschalten werden.

Also wenn Sie in Deutschland wohnhaft sind, würde ich Ihnen empfehlen, sich eine Homestation zu kaufen.



Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Artmüller
Customer Interaction Center (CIC)

Tel: 051707-5004
Fax: 051707-5044

Siemens AG Österreich
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[1] telepeter antwortet auf tirol1
07.03.2002 20:39
Benutzer tirol1 schrieb:
Hallo Leute, hier kommt ein monstermäßig langes Mail von Siemens aus Österreich. Es ist die Antwort auf meine Frage, was der Unterschied zur Homestation ist. Vor allem für die interessant, die denken, dass man einfach einen anderen Stecker anlöten kann ;-)

Bei dieser Meinung bleibe ich, auch nachdem ich das gelesen habe. Ich hab den Text von Siemens gekürzt und reingeschrieben, warum ich das meine.


Da die Situation des analogen Anschlusses in Österreich eine völlig andere ist als in Deutschland,

Das glaube ich nicht.

ist es durch einen
einfachen Kabeltausch bzw. Adapter nicht zu lösen.

Allgemein:

Das 2phone ist ein Gerät, dass eigentlich für den Posteinzelanschluss in Österreich entwickelt wurde. Am Posteinzelanschluss sind die Steckplätze - Dreieck - Kreis - Hörersymbol in Serie geschaltet.

Aha. Also genauso wie bei einer TAE NFN-Dose. Da gibt es nämlich auch eine Reihenschaltung (Klemme 1/2)>(N-Steckplatz)>(N-Steckplatz)>(F-Steckplatz)>(Klemme 5/6).


Dieser Tatbestand wird dazu
benutzt, um das 2phone elektrisch vor allen anderen Telefonen zu schalten (am Dreieck).

Genau dasselbe passiert, wenn ich es in den N-Steckplatz der TAE stecke.


Es gibt 2 Ausführungen von 2phones:

1) ein offenes Gerät 2) an einem Netzbetreiber gebundenes (zB One)
Beim offenen Gerät kann die Router Funktion unterdrückt werden und beim Gebundenen nicht.

Ich gehe davon aus, dass das bei Niedermeier angebotene ohne Router ist. Das müsste sonst dabeistehen. Spätestens den Leuten, die dort aus Deutschland bestellen, müssten Sie es sonst sagen.



Aus obiger Beschreibung geht hervor, dass in Österreich zwei Arten von Geräten unterschieden werden.
1) 2 polige Endgeräte 2) 4 polige bzw. sogenannte vorschaltfähige Endgeräte

Das ist wie bei uns:
"2polige" = Telefone = F-Steckplatz
"4polige" = Anrufbeantworter, Modems usw. = N-Steckplatz.
"4polig" bedeutet: Das Gerät hat einen a/b Eingang, der an der Teilnehmerleitung liegt und einen a1/b1 Ausgang, der weiter an den F-Steckplatz und dann ins Telefon geht (bei NFN 2 mal N hintereinander, dann F).




Nachdem das 2phone auf der Serienschaltung der Steckplätze der österr. Postdose aufbaut, ist es in Ihrem Fall wohl das sinnvollste wenn Sie genau dieses Gerät verwenden möchten, sich eine österr. Postdose besorgen

Soweit kommts noch.



- diese an Ihrem deutschen
Anschluss anzuschalten und das 2phone am Dreieck dieser Dose einstecken.

Nachdem ich vermute, dass Sie deutsche Geräte an diesem Gerät betreiben wollen, müssten Sie eine deutsche Dose in Serie zur österr. Postdose schalten (Klemme I der österr. Postdose an Klemme A der deutschen Postdose, B1 der österr. Postdose an B der deutschen Postdose.

An dieser deutschen Postdose kann dann das deutsche analoge Gerät, das dann über das 2 phone wählen soll, angeschalten werden.

So ein Umstandskrämer. Es geht wie gesagt auch einfacher.


Also wenn Sie in Deutschland wohnhaft sind, würde ich Ihnen empfehlen, sich eine Homestation zu kaufen.

aber nicht für 9,99 € :-)

Gruss Peter
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[1.1] telepeter antwortet auf telepeter
07.03.2002 21:17
Nochmal zur österreichischen Postdose: Sie ist tatsächlich genauso wie die NFN-TAE-Dose aufgebaut. Seht euch http://www.holzinger.cc/phone/teldose01.htm an. "Kreis" und "Dreieick" sind N-Steckpätze.
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[1.1.1] tirol1 antwortet auf telepeter
08.03.2002 09:04
Benutzer telepeter schrieb:
Nochmal zur österreichischen Postdose: Sie ist tatsächlich genauso wie die NFN-TAE-Dose aufgebaut. Seht euch http://www.holzinger.cc/phone/teldose01.htm an. "Kreis" und "Dreieick" sind N-Steckpätze.

Habe eben nochmal mit einem österreichischen (kompetenten+freundlichen) Servicetechniker von Siemens gesprochen. Er hat den Unterschied nochmal auf den Punkt gebracht:

Die Funktion beider Geräte ist identisch.
Die homestation in D hat einen eigenen Anschluss für das Festnetzgerät.
Im Gegensatz dazu wird das Festnetzgerät in Ö in die Telefondose gesteckt. Wichtig ist, dass in Ö die einzelnen Anschlüsse dieser Dosen in Reihe geschaltet sind.

Laut seiner Aussage kann man entweder:

1. Den am 2phone vorhandenen Stecker durch einen deutschen ersetzen und das Gerät in eine deutsche (in Reihe geschaltete) Dose anschliessen - bzw. das Telefon direkt anschliessen, wenn man (Genion sei dank) den Festnetzanschluß gar nicht braucht ;-)

2. Eine österreichische Dose kaufen und diese mit einer deutschen Dose verbinden. Das 2Phone steckt man an die Ö-Dose, das Telefon in die D-Dose.

Er empfiehlt ganz klar Variante 2, da man beim Löten leicht Fehler machen könne. Ehrlich gesagt kann ich dies aber auch nicht beurteilen, da ich's selbst noch nie gemacht habe. Aber vielleicht kann eine findiger Bastler hier mal eine genaue Anleitung posten.
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[1.1.1.1] telepeter antwortet auf tirol1
08.03.2002 09:25
Hallo,

wenn ich das Teil da habe, poste ich eine genaue Anleitung. Vielleicht können weniger geübte auch eine fertig konfektionierte Anschlussleitung mit einem TAE-N-Stecker nehmen. Kommt drauf an, wie die Leitung am 2phone festgemacht ist. Wenn das der übliche Western-Stecker ist, braucht man nur noch ein Modem-Kabel mit richtiger Belegung. Ich probiere das dann aus und gebe Bescheid.

Ansonsten haben sich durch Deinen nochmaligen Anruf meine Vermutungen ja bestätigt.

Gruss Peter


Benutzer tirol1 schrieb:
Habe eben nochmal mit einem österreichischen (kompetenten+freundlichen) Servicetechniker von Siemens gesprochen. Er hat den Unterschied nochmal auf den Punkt gebracht:

Die Funktion beider Geräte ist identisch.
Die homestation in D hat einen eigenen Anschluss für das Festnetzgerät.
Im Gegensatz dazu wird das Festnetzgerät in Ö in die Telefondose gesteckt. Wichtig ist, dass in Ö die einzelnen Anschlüsse dieser Dosen in Reihe geschaltet sind.

Laut seiner Aussage kann man entweder:

1. Den am 2phone vorhandenen Stecker durch einen deutschen ersetzen und das Gerät in eine deutsche (in Reihe geschaltete) Dose anschliessen - bzw. das Telefon direkt anschliessen, wenn man (Genion sei dank) den Festnetzanschluß gar nicht braucht ;-)

2. Eine österreichische Dose kaufen und diese mit einer deutschen Dose verbinden. Das 2Phone steckt man an die Ö-Dose, das Telefon in die D-Dose.

Er empfiehlt ganz klar Variante 2, da man beim Löten leicht Fehler machen könne. Ehrlich gesagt kann ich dies aber auch nicht beurteilen, da ich's selbst noch nie gemacht habe. Aber vielleicht kann eine findiger Bastler hier mal eine genaue
Anleitung posten.
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[1.1.1.1.1] tirol1 antwortet auf telepeter
08.03.2002 10:59
Benutzer telepeter schrieb:
Hallo,

wenn ich das Teil da habe, poste ich eine genaue Anleitung. Vielleicht können weniger geübte auch eine fertig konfektionierte Anschlussleitung mit einem TAE-N-Stecker nehmen. Kommt drauf an, wie die Leitung am 2phone festgemacht ist. Wenn das der übliche Western-Stecker ist, braucht man nur noch ein Modem-Kabel mit richtiger Belegung. Ich probiere das dann aus und gebe Bescheid.

Klasse, schon mal vielen Dank vorab!!!

Ansonsten haben sich durch Deinen nochmaligen Anruf meine Vermutungen ja bestätigt.


Sehe ich auch so!

Gruß
Michael