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Was wäre wenn das 4. Netz ein Roaming-Netz wäre


27.08.2018 21:37 - Gestartet von florian aus bamberg
Und dieses Roaming-Netz wird von lokalen Netzbetreibern betrieben, z. B. von Städten, Gemeinden oder Landkreisen.

Und dieses Roaming-Netz kann überall dort aufgebaut werden, wo es Funklöcher gibt.

Und dieses Roaming-Netz bekommt kann von allen Mobilfunkteilnehmern genutzt werden. Die Mobilfunkgesellschaften müssen allerdings Gebühren an das Roaming-Netz bezahlen, so wie beim EU-Roaming.

Und dieses Roaming-Netz bekommt ein lokales Monopol für z. B. 10 Jahre.

Wäre das nicht ein Anreiz, die Netze auszubauen?
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[1] christian_koehler antwortet auf florian aus bamberg
28.08.2018 12:30
Mit den Stationen im Niemandsland wird keiner etwas verdienen. Wenn dort kaum jemand roamt, bringen die Gebühren auch nichts.

Dann wandern Gewinne aus lukrativen Regionen in private Taschen und die Verluste für den Betrieb am A* der Welt trägt die Allgemeinheit.
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[2] comfreak antwortet auf florian aus bamberg
28.08.2018 21:24
Benutzer florian aus bamberg schrieb:
Und dieses Roaming-Netz wird von lokalen Netzbetreibern betrieben, z. B. von Städten, Gemeinden oder Landkreisen. Und dieses Roaming-Netz bekommt ein lokales Monopol für z. B.
10 Jahre.

Wäre das nicht ein Anreiz, die Netze auszubauen?

Das funktioniert jedenfalls bei Leitungsnetzen einigermaßen. Bzw. funktionierte, bis die Bundesregierung der DTAG erlaubte, ihre Leitungen immer kostenlos mit in die Leerrohre zu stecken, sobald jemand anderes ausbaut.

Meine Idee wäre eher eine Ausbauverpflichtung, bei der aber die aktuellen Löcher bevorzugt ausgebaut werden müssten (also z.B. als erstes). Und um die wirtschaftlichen Probleme der Profitabilität etwas abzufedern, würde ich es den Netzbetreibern erlauben, gemeinsam ein aktuell unversorgtes Dorf mit einem gemeinsamen Turm zu versorgen (oder zwei). Die Pflicht zur Konkurrenz hilft bei diesen nur unwirtschaftlich zu versorgenden Gebieten eben nicht zur Lösung.
Vorschlag: aktuelle Funklöcher kostenmäßig aufaddieren, durch drei teilen und jeder Netzbetreiber muss einen gleich teuren Anteil daran tragen. Teil der Lizenzbedingungen.
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[2.1] tosho antwortet auf comfreak
28.08.2018 22:40
Benutzer comfreak schrieb:

Und um die wirtschaftlichen Probleme der Profitabilität etwas abzufedern, würde ich es den Netzbetreibern erlauben, gemeinsam ein aktuell unversorgtes Dorf mit einem gemeinsamen Turm zu versorgen (oder zwei).

Verstehe ich das jetzt richtig.? Normalerweise DÜRFEN sich die Netzbetreiber gar keinen Turm teilen? Ich hätte gedacht, die WOLLEN das nur nicht.
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[2.1.1] r o s s i n antwortet auf tosho
29.08.2018 00:00
Natürlich dürfen sich Mobilnetzbetreiber einen Standort teilen, manchmal sogar zu Dritt. Das ist sogar laut BNA erwünscht in Gebieten wo man schwer Genehmigungen bekommt.
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[2.1.1.1] Whoami antwortet auf r o s s i n
29.08.2018 09:39
Benutzer r o s s i n schrieb:
Natürlich dürfen sich Mobilnetzbetreiber einen Standort teilen, manchmal sogar zu Dritt. Das ist sogar laut BNA erwünscht in Gebieten wo man schwer Genehmigungen bekommt.

Allerings muss die Gemeinde / Stadt, dem noch zustimmen, dass mehrere Anbieter sich einen Turm teilen. Und da gibts sehr oft Gegenwind bezgl. erhöhter Strahlung, blablabla... und am Ende wird es nichts. Nicht, dass die neugeborenen Kühe auf einmal 2 Köpfe haben.