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Keine Girocard


20.07.2018 09:53 - Gestartet von kammann
Keine Ahnung wie ntv auf diese Bewertung kommt, der entsprechende Testbericht scheint nicht mehr online abrufbar zu sein.
Fakt ist jedoch, dass die Konten bei Fidor ohne Girocard sind und man mit der Debit-Mastercard zwar bei den gängigen Handelsketten gut bezahlen kann, aber bei inhabergeführten Läden meist auf eine Girocard (ehemals "ec-Karte) angewiesen ist. Kreditkartenakzeptanz ist in Deutschland (leider) nicht selbstverständlich.
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[1] Altaso antwortet auf kammann
20.07.2018 11:46
Benutzer kammann schrieb:
Keine Ahnung wie ntv auf diese Bewertung kommt, der entsprechende Testbericht scheint nicht mehr online abrufbar zu sein.
Fakt ist jedoch, dass die Konten bei Fidor ohne Girocard sind und man mit der Debit-Mastercard zwar bei den gängigen Handelsketten gut bezahlen kann, aber bei inhabergeführten Läden meist auf eine Girocard (ehemals "ec-Karte) angewiesen ist. Kreditkartenakzeptanz ist in Deutschland (leider) nicht selbstverständlich.

Das ändert sich gerade aber, da es für Händler inzwischen egal ist, ob sie GiroCard oder Debit Kreditkarten annehmen. Sie zahlen in beiden fällen nur noch eine gedeckelte 0,2% IC Gebühr. Echte Kreditkarten kosten 0,3% (Amex kann höher liegen). Da es sich hier um eine DEBIT handelt, kostet es dem Händler die gleiche Gebühr, wie mit einer GiroCard.

Die Handelsketten haben seitdem die Kreditkarten angenommen, die kleinen Läden dürften nach und nach folgen, sobald dieses durchgedrungen ist.

Daher: Nur eine Frage der Zeit :-)
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[1.1] krassDigger antwortet auf Altaso
20.07.2018 14:22
Benutzer Altaso schrieb:

Die Handelsketten haben seitdem die Kreditkarten angenommen, die kleinen Läden dürften nach und nach folgen, sobald dieses durchgedrungen ist.

Daher: Nur eine Frage der Zeit :-)

Bei Penny geht weiterhin nur Girocard und bei vielen kleinen Läden auch.
Wie soll ich dann dort bezahlen?
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[1.2] kilometerstein101 antwortet auf Altaso
20.07.2018 16:49
Benutzer Altaso schrieb:
Benutzer kammann schrieb: .... Das ändert sich gerade aber, da es für Händler inzwischen egal ist, ob sie GiroCard oder Debit Kreditkarten annehmen. Sie zahlen in beiden fällen nur noch eine gedeckelte 0,2% IC Gebühr. Echte Kreditkarten kosten 0,3% (Amex kann höher liegen). Da es sich hier um eine DEBIT handelt, kostet es dem Händler die gleiche Gebühr, wie mit einer GiroCard.

Da hast du aber etwas völlig falsch verstanden. Gedeckelt wurde nur das Interbankenentgelt auf 0,2%. Wie der Name schon sagt, also eine Gebühr zwischen den CC ausgebenden und verrechnenden Banken. Die ist nur ein geringer Teil der gesamten Gebühren, die dem Händler aufs Auge gedrückt werden. Die Händlergebühr liegt auch heute noch bei 1,5 - 2 % je nach Volumen des Händlers.
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[1.2.1] hrgajek antwortet auf kilometerstein101
20.07.2018 17:21
Hallo,

in der Tat ist die Karte von o2Banking (oder N26 und einigen anderen) KEINE Girocard (früher als ec-Karte bekannt)

Penny Markte nehmen (noch) nicht überall Kredit/Debitkarten.

Im Pennymarkt könnte man Geld abheben, das geht ja, und damit dann "bar" bezahlen :-) (Nachteil, man müsste mindestens 50 Euro abheben)

Die Girocard ist eine rein deutsche Angelegenheit, über den Umweg über Visa-V-Pay oder Mastercard-Maestro funktioniert sie auch im Ausland.

Ich denke, die Akzeptanz von Kreditkarten/Debitkarten von Mastercard oder VISA wird weiter zunehmen, Amex oder Diners werden nicht überall akzeptiert.


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[1.2.2] basti99 antwortet auf kilometerstein101
21.07.2018 10:54
Benutzer kilometerstein101 schrieb:

Da hast du aber etwas völlig falsch verstanden. Gedeckelt wurde nur das Interbankenentgelt auf 0,2%. Wie der Name schon sagt, also eine Gebühr zwischen den CC ausgebenden und verrechnenden Banken. Die ist nur ein geringer Teil der gesamten Gebühren, die dem Händler aufs Auge gedrückt werden. Die Händlergebühr liegt auch heute noch bei 1,5 - 2 % je nach Volumen des Händlers.

Was du schreibst ist weitgehend richtig. Man muss aber sagen, dass es selbst "seriöse" Zeitungen falsch verbreitet haben. Ich meine mich zu erinnern, dass selbst in der FAZ stand, die Händler zahlten nur noch 0,2 oder 0,3%. Das ist natürlich grober Unfug. Mir kommen allerdings die von dir genannten 1,5 bis 2% zu hoch vor. Vor der Senkung lag das Interbankenentgelt bei ca. 1,8%. Insofern sollte die Regulierung 1,5% Entlastung gebracht haben. Ich sehe die Kosten heute eher bei 0,8 bis 1,5%. Trotzdem immer noch mindestens 4-fach teurer als Girocard .Tankstellen, Aldi, Lidl, etc haben sicher noch weitere Sonderkonditionen. Das gilt alles übrigens nur für Mastercard und VISA. Amex gibt die Karten selbst aus und ist von der Regulierung nicht betroffen.
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[1.2.2.1] kammann antwortet auf basti99
22.07.2018 08:59
Große Handelsketten können signifikante Rabatte bei den Zahlungsdienstleistern aushandeln oder gründen gleich eine Bank (z.B. Edeka-Bank).
Der Einzelhändler um die Ecke wird sich wohl an die ortsansässige Bank wenden, wenn er Kartenzahlungen annehmen will. Ich habe das bei mir am Ort
mal bei einer Raiffeisenbank und einer Sparkasse angefragt: Die Paketpreise starten bei ca. 40 €/Monat und enthalten immerhin ein Kontigent
an Girocard-Transaktionen und diese sind auch ohne Volumengebühr. Für Kreditkartenakzeptanz verlangen zumindest die von mir befragten Banken separate
Akzeptanzverträge mit entsprechenden Kosten (z.B. 0,17€ pro Transaktion zzg. 2% bei Debit-Karten, 3% bei Kreditkarten und 5% bei Business-Karten).
Auch Fintechs (z.B. iZettle, Sumup) haben ähnliche Kostenmodelle (ca. 1% für Girocard, 2-3% für Kreditkarten).
Solange es diese Kostenunterschiede gibt, wird man als Kunde auf eine Girocard angewiesen bleiben.