Diskussionsforum
  • 17.05.2018 13:23
    logic74 schreibt

    Sicherheitskritsch + Stromausfall

    Zu dem Absatz zu sicherheitskrischen Anlagen: Man darf halt nicht vergessen, dass durch die Umstellung von analog/ISDN auf IP nicht nur die Notstromversorgung des Telefons über die Telefonleitung weggefallen ist, sondern dass es gar nix mehr bringt den eigenen Router mit einer Notstromversorgung zu versehen, weil auf der Telekomseite die VDSL-Modems nur über eine minimalste Notstromversorgung verfügen. Auf einer Infoveranstaltung bei uns im Ort hieß es, es wären etwa 5 Minuten Notstromversorgung vorgesehen, bis auf der Telekomseite nix mehr geht. Da ich meine Fritzbox notstromversorgt habe, konnte ich beobachten, dass zwischen Stromausfall und dem Abbruch der DSL-Verbindung weniger als eine Minute liegt.

    Für sicherheitskritische Anwendungen wird dieser Aspekt selten erwähnt...
  • 17.05.2018 17:04
    hrgajek antwortet auf logic74
    Hallo,

    Benutzer logic74 schrieb:
    > Da ich meine Fritzbox notstromversorgt habe,
    > konnte ich beobachten, dass zwischen Stromausfall und dem
    > Abbruch der DSL-Verbindung weniger als eine Minute liegt.
    >
    > Für sicherheitskritische Anwendungen wird dieser Aspekt selten
    > erwähnt...

    hier empfiehlt sich ein zweiter Weg ("Handy") aber auch hier ist nicht sicher, ob und wie lange die nächste Basisstation und die dazwischen liegenden Router "gepuffert" sind.

  • 17.05.2018 19:04
    marius1977 antwortet auf logic74
    Benutzer logic74 schrieb:
    > Zu dem Absatz zu sicherheitskrischen Anlagen: Man darf halt
    > nicht vergessen, dass durch die Umstellung von analog/ISDN auf
    > IP nicht nur die Notstromversorgung des Telefons über die
    > Telefonleitung weggefallen ist, sondern dass es gar nix mehr

    > Für sicherheitskritische Anwendungen wird dieser Aspekt selten
    > erwähnt...

    Wie oft fällt in Deutschland tatsächlich der Strom aus? Ich erinnere mich an den letzten nennenswerten Stromausfall (länger als 5 Minuten) in den 90er Jahren.
    Und wenn, dann gibt es Handys wo der Funkmast oft an einem anderen Netz hängt, bzw. ist die Kombi aus Notfall und Stromausfall sehr unwahrscheinlich.

    Weitaus geschäftskritischer ist doch heutzutage die Verfügbarkeit der IT-Anbindung entgegen der klassischen Telefonie.
  • 17.05.2018 20:17
    flatburger antwortet auf marius1977
    Benutzer marius1977 schrieb:
    > Benutzer logic74 schrieb:
    > > Zu dem Absatz zu sicherheitskrischen Anlagen: Man darf halt
    > > nicht vergessen, dass durch die Umstellung von analog/ISDN auf
    > > IP nicht nur die Notstromversorgung des Telefons über die
    > > Telefonleitung weggefallen ist, sondern dass es gar nix mehr
    >

    >
    > Wie oft fällt in Deutschland tatsächlich der Strom aus? Ich
    > erinnere mich an den letzten nennenswerten Stromausfall (länger
    > als 5 Minuten) in den 90er Jahren.
    > Und wenn, dann gibt es Handys wo der Funkmast oft an einem
    > anderen Netz hängt, bzw. ist die Kombi aus Notfall und
    > Stromausfall sehr unwahrscheinlich.
    >
    > Weitaus geschäftskritischer ist doch heutzutage die
    > Verfügbarkeit der IT-Anbindung entgegen der klassischen
    > Telefonie.

    Guten Tag zusammen,

    das Thema Sicherheit und Stromausfall wird schon länger diskutiert. Von den Telekomanbietern jedoch stets bagatellisiert.
    https://www.teltarif.de/speisespannung-t...
    https://www.teltarif.de/petition-notruf-...

    Hier noch Stromausfälle, die sind nicht so selten wie die Statistik besagt.
    Die paar Minuten im Jahr dauern bei den Betroffenen oftmals Stunden.
    mfG

  • 17.05.2018 20:22
    postb1 antwortet auf logic74
    Benutzer logic74 schrieb:
    > Zu dem Absatz zu sicherheitskrischen Anlagen: Man darf halt
    > nicht vergessen, dass durch die Umstellung von analog/ISDN auf
    > IP nicht nur die Notstromversorgung des Telefons über die
    > Telefonleitung weggefallen ist, sondern dass es gar nix mehr
    > bringt den eigenen Router mit einer Notstromversorgung zu
    > versehen, weil auf der Telekomseite die VDSL-Modems nur über
    > eine minimalste Notstromversorgung verfügen. Auf einer
    > Infoveranstaltung bei uns im Ort hieß es, es wären etwa 5
    > Minuten Notstromversorgung vorgesehen, bis auf der Telekomseite
    > nix mehr geht.

    Und die alte Technik ist per Dampfmaschine gelaufen? Ältere Elektronik-Komponenten waren in der Regel weniger stromsparend als aktuelle.
    Normalerweise sollten doch die Bleisäure-Akkus in den Vst nach wie vor betriebsbereit gehalten werden?

    @Teltarif: wäre bei dieser Gelegenheit mal interessant, wie sich das aktuell in den Vst verhält - welche Komponenten nach der kompletten IP-Umstellung dort vorhanden sind. Wie wäre es gelegentlich mal mit einem Artikel dazu, bzw einem Update eines älteren Artikels, der hier erschienen ist? Privat hat man ja kaum die Möglichkeit, einen interessierten Blick in eine Vst zu werfen...

  • 18.05.2018 10:57
    2x geändert, zuletzt am 18.05.2018 11:00
    marius1977 antwortet auf postb1
    Benutzer postb1 schrieb:
    > Und die alte Technik ist per Dampfmaschine gelaufen? Ältere
    > Elektronik-Komponenten waren in der Regel weniger stromsparend
    > als aktuelle.
    > Normalerweise sollten doch die Bleisäure-Akkus in den Vst nach
    > wie vor betriebsbereit gehalten werden?

    In den Betriebsstellen ja, jedoch sind zunehmend Anschlüsse auf OutdoorDSLAM umgeschaltet worden, hier gibt es nur kleine USV.

    > @Teltarif: wäre bei dieser Gelegenheit mal interessant, wie
    > sich das aktuell in den Vst verhält - welche Komponenten nach
    > der kompletten IP-Umstellung dort vorhanden sind. Wie wäre es
    > gelegentlich mal mit einem Artikel dazu, bzw einem Update eines
    > älteren Artikels, der hier erschienen ist? Privat hat man ja
    > kaum die Möglichkeit, einen interessierten Blick in eine Vst zu
    > werfen...

    Ich kann berichten, dass in den Betriebsstellen (ehem. Vst. genannt) derzeit die bisherige PSTN, also Festnetztechnik EWSD oder S12, noch hardwareseitig unverändert besteht. In manchen Anschlussbereichen werden teilweise schon Baugruppen vom Netz genommen, da die Systeme mit fortschreitender Umstellung auf IP nur noch gering ausgelastet sind und spätestens mit Wegfall des letzten PSTN-Anschlusses abgeschaltet und vollständig zurückgebaut werden. Das betrifft dann auch die Komponenten des Weitverkehrsnetzes.

    Mit Einführung der IP-Technik kamen neue Komponenten dazu, wie BNG oder große Erweiterungen der Glasfaserhauptverteiler.

    Das Video passt sehr gut und erklärt es auch anschaulich:

    https://www.telekom.com/de/blog/netz/artikel/telekom-erklaert--wie-eine-vermittlungsstelle-funktioniert-65588