Diskussionsforum
  • 18.05.2018 13:03
    ger1294 schreibt

    Probleme

    Leider ist BNG in vielen Ortsnetzen noch gar nicht vollständig verfügbar, so dass selbst die Kunden, die auf Sip-Trunk umstellen wollen, das nicht können, außer sie akzeptieren ein Downgrade der DSL-Bandbreite von 50 auf 16 Mbit/s.

    Ein weiteres Problem, wo die Telekom beharrlich dazu schweigt sind Kunden, die kein Internet und deshalb DSL brauchen, aber mehrere Telefonnummern.
    Welche Lösung hat die Telekom für ISDN-only Anschlüsse.
    Dazu schweigt sich sowohl die Telekom aus, als auch hier wurde nur über die bisherigen "Analog"-Anschlüsse berichtet. Lt. meiner Infos können die MSAN-POTS karten aber kein ISDN.
    Auch hier habe ich einen Fall, wo ein DSL-basiertes Produkt aufgrund der um 50% höheren Kosten keine Alternative ist und mangels Vorhandensein von PC und Smart Devices auch keinerlei Bedarf an einem DSL-Anschluss besteht.
  • 18.05.2018 17:51
    einmal geändert am 18.05.2018 17:52
    marius1977 antwortet auf ger1294
    Benutzer ger1294 schrieb:
    > Leider ist BNG in vielen Ortsnetzen noch gar nicht vollständig
    >
    verfügbar, so dass selbst die Kunden, die auf Sip-Trunk
    >
    umstellen wollen, das nicht können, außer sie akzeptieren ein
    >
    Downgrade der DSL-Bandbreite von 50 auf 16 Mbit/s.

    BNG ist ein Zugangsnetz hinter dem DSLAM und hat nichts mit der Kundenleitung bzw. Geschwindigkeit zu tun.
    Schon aus Komplexitätsreduktionsgründen wird die Telekom BNG bundesweit zur Verfügung stellen. Das braucht aber noch etwas Zeit.

    > Ein weiteres Problem, wo die Telekom beharrlich dazu schweigt
    >
    sind Kunden, die kein Internet und deshalb DSL brauchen, aber
    >
    mehrere Telefonnummern.
    > Welche Lösung hat die Telekom für ISDN-only Anschlüsse.
    >
    Dazu schweigt sich sowohl die Telekom aus, als auch hier wurde
    >
    nur über die bisherigen "Analog"-Anschlüsse berichtet. Lt.
    >
    meiner Infos können die MSAN-POTS karten aber kein ISDN.
    >
    Auch hier habe ich einen Fall, wo ein DSL-basiertes Produkt
    >
    aufgrund der um 50% höheren Kosten keine Alternative ist und
    >
    mangels Vorhandensein von PC und Smart Devices auch keinerlei
    >
    Bedarf an einem DSL-Anschluss besteht.

    Grundversorgungspflicht besteht rechtlich nur für Sprachanschlüsse auf analoger Basis. Es ist wirtschaftlich nicht vertretbar das klassische Telefonnetz wegen (Einzel)Fällen weiterzubetreiben. Hier wird es knallharte Kündigungen geben. Viele Länder bieten schon lange kein ISDN mehr an. Die vier Buchstaben werden hier zu Lande sterben: Ein deutsches Relikt aus den 80er/90ern als es noch keine IP-fähigen Produkte gab.
  • 20.05.2018 10:02
    3x geändert, zuletzt am 20.05.2018 10:44
    Siemensfreak antwortet auf marius1977
    Es gibt viele vor allem ländliche Regionen, in denen kein DSL verfügbar ist und im besten Fall eine 3G/4G-Internetverbindung möglich ist.

    Firmen und Privatleuten werden dort die ISDN-Anschlüsse gekündigt und als Alternative gibt es dann MSAN-POTS64, weil nur das Grundversorgungsauftrag ist.
    Na klasse!

    Gerade diese Kunden haben der Telekom über Jahrzehnte mit den höheren Grundgebühren und Serviceverträgen das Netz finanziert.

    > BNG ist ein Zugangsnetz hinter dem DSLAM und hat nichts mit der
    >
    Kundenleitung bzw. Geschwindigkeit zu tun.
    > Schon aus Komplexitätsreduktionsgründen wird die Telekom BNG
    >
    bundesweit zur Verfügung stellen. Das braucht aber noch etwas
    >
    Zeit.
    Das ignorierte Problem:
    Den Leuten wird aber jetzt der ISDN-Anschluss abgeschaltet.
    Privatkunden kann man ja mit POTS64 Analoganschlüssen abspeisen, aber Firmen?

    Man hat in den letzten mindestens fünf Jahren jeglichen Flächenausbau vernachlässigt, obwohl man schon lange vorher wusste, dass DSL eine deutlich geringere Reichweite als ISDN hat und die Abschaltung "irgendwann" kommt.
    Und jetzt begründet man das damit, dass es nicht mehr wirtschafllich ist.
    Das ist zynisch!!

    Ist es die Schuld dieser Kunden, wenn in der Fläche immer noch keine MSAN aufgebaut sind und das selbe für den LTE- und Glasfaserausbau gilt, weil man lieber Gewinne maximiert anstatt in die Netze investiert hat?

    Die Rückstufung von VDSL auf ADSL liegt gerade darin begründet, dass ältere Outdoor-DSLAMs noch am ATM-Netz und nicht am GBE-Netz hängen oder/und nicht BNG fähig sind. Da wird dann zum MSAN am HVt umgeschaltet und es gibt wegen der größeren Leitungslänge eine deutlich geringere Geschwindigkeit.
    Einen langsamen ADSL-Indoor IP-Anschluss fürs Telefonieren und einen zweiten Outdoor-VDSL fürs Internet zu bestellen funktioniert auch nur begrenzt, da vielerorts das Leitungsnetz schon voll beschaltet ist.

    In Bereichen, die ein anderer Anbieter ausgebaut hat, baut die Telekom erst gar keine Outdoor-Technik auf. Hier bleibt nur ein Wechsel zu diesem Anbieter, wenn er denn die Bedürfnisse von Geschäftskunden (z. B. SIP-Trunk) überhaupt bedient.

    Deutschland 2018 heißt jetzt also vielerorts wieder Analoganschluss und kein Handyempfang oder EDGE.

    Welch Fortschritt für den Standort Deutschland mit schon jetzt zehn Jahren Rückstand!

    Das passt aber ins deutsche Bild:
    O2 hat ja auch erst mal alles von e-plus abgeschaltet und baut jetzt aus.
    Und das braucht dann halt ein paar Jahre...