Diskussionsforum
  • 11.05.2018 23:11
    einmal geändert am 11.05.2018 23:12
    Pitt_g schreibt

    Wird das nicht schon bei UMTS ausgenutzt

    Im Endeffekt eignen sich die hohen Frequenzen dank besserer Reflexion ja generell um auch in schlecht versorgten Ecken Outdoor ein Signal reinzubekommen , oder äh ich das falsch? Beamforming ansich ist ja eigentlich kein dauernder Prozess der Nachführung bei einem bewegende. Objekt sondern das um die Ecke schießen , so versteh ich es zumindest
  • 14.05.2018 16:04
    darcduck antwortet auf Pitt_g
    Benutzer Pitt_g schrieb:
    > Im Endeffekt eignen sich die hohen Frequenzen dank besserer
    > Reflexion ja generell um auch in schlecht versorgten Ecken
    > Outdoor ein Signal reinzubekommen , oder äh ich das falsch?
    > Beamforming ansich ist ja eigentlich kein dauernder Prozess
    > der Nachführung bei einem bewegende. Objekt sondern das um die
    > Ecke schießen , so versteh ich es zumindest
    Soweit ich das verstanden habe geht es bei den vielen Antennenelementen eher um Überlagerung bzw. Auslöschung. Man versucht also die verschiedenen Antennenelemente so senden zu lassen, dass sich die Signale für einen Empfänger überlagern, die Signale für andere Empfänger aber eher auslöschen. Im englischen Wikipedia Artikel zu phased array ist das recht anschaulich illustriert.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Phased_array

    Ansonsten kann das Kai sicherlich noch viel besser erklären, wie man quasi für jeden Empfänger eine eigene virtuelle Mobilfunkzelle erzeugt.
  • 18.05.2018 10:32
    helmut-wk antwortet auf Pitt_g
    Benutzer Pitt_g schrieb:
    > Im Endeffekt eignen sich die hohen Frequenzen dank besserer
    > Reflexion ja generell um auch in schlecht versorgten Ecken
    > Outdoor ein Signal reinzubekommen , oder äh ich das falsch?
    >
    Da liegst du falsch: Bei Reflektionen besteht die Gefahr, dass ein Signal mehrmals mit unterschiedlicher Zeitverzögerung ankommt und deshalb so "verschmiert", dass es nicht mehr entschlüsselt werden kann. Je höher die Frequenz, um so kleiner ist der noch zu tolerierende Gangunterschied.

    Ob nun der Vorteil "Empfang um die Ecke herum durch Reflexion" oder der Nachteil "Empfang gestört durch Reflektion" überwiegt, hängt von vielen Details ab ...

    > Beamforming ansich ist ja eigentlich kein dauernder Prozess
    > der Nachführung bei einem bewegende. Objekt sondern das um die
    > Ecke schießen , so versteh ich es zumindest
    >
    Nein, wie schon darcduck sagte: es geht nicht um die Ecke herum, sondern statt das ein Signal gleichmäßig in alle Richtungen ausgestrahlt wird, wird es vorwiegend in eine Richtung ausgestrahlt. Im (unerreichbaren) Idealzustand verstärken sich alle (128 im Beispiel des Artikels) Signale der Mini-Antennen in die gewünschte Richtung und löschen sich in allen anderen Richtungen vollständig gegenseitig aus. Je mehr Antennen benutzt werden, desto näher kann man diesem Ideal kommen. Ist dann in etwa so wie bei dem Scheinwerfer mit Spiegel, der in eine Richtung bündelt (da ist das Ideal erreichbar). In der gewünschten Richtung reicht die Sendeleistung somit weiter als bei Senden in alle Richtungen.

    Das Prinzip ist nicht neu: Vor Jahrzehnten hab ich mal einen Artikel über eine Radar-Station des US-Militärs gelesen, die nach dieser Technik funktionierte. Dabei ging es allerdings nicht um Reichweite, sondern darum, blitzschnell die Suchrichtung des Radarstrahls zu ändern, in wenigen Millisekunden. So dass auch der beste Flugkünstler keinen Kurs fliegen konnte, auf dem er dem Radarstrahl entgeht. Bei Mobilfunkmasten geht es natürlich darum, in weniger als einer Milllisekunde von einem Endgerät zum anderen zu schalten.
  • 20.05.2018 08:20
    helmut-wk antwortet auf Pitt_g
    Benutzer Pitt_g schrieb:
    > So langsam versteh ich dann dass es damals hies bei der Art von
    > Radar Antennen kann man nur eine begrenzte Anzahl von Zielen
    > verfolgen
    >
    Also das verstehe ich wiederum nicht ;-) Bist du sicher, dass es um die gleiche Antenne geht?

    Das Modell das ich meinte hat viele kleine Sender, die per Computer so geschaltet werden, dass der "Beam" in die gewünschte Richtung geht. Dabei kann jede Stelle des Himmels angepeilt werden - und der Wechsel von einer Richtung zu einer anderen ist immer gleich schnell (_nicht_ wie bei schwenkbaren "Spiegeln").

    Wenn innerhalb von weniger als einer Sekunde alle Teile des Himmels abgedeckt sind, ist ein Radarbild des gesamten Himmels mit allen Objekten zu sehen. Wie Ziele Ziele dann verfolgt werden können, hängt doch nur vom Menschen (oder Computer???) ab, der das Radarbild auswertet.

    Und wie gesagt - wenn du Radar durch Mobilfunkfrequenzen ersetzt und es nicht um den Himmel, sondern um die Erdoberfläche (mit Mobilfunkgeräten darauf ...) geht, hast du genau das System, von dem im Artikel die Rede war.